Wilhelm von Grumbach

Grumbach, Wilhelm von

Ritter und Abenteurer (1503-1567). Brief mit eigenh. U. Gotha. 1¾ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse.
$ 5,106 / 4.500 € (935941/BN935941)

An Georg Sittich Marschalk von Ostheim, Marschall zu Marisfeld, Fürstlich Hennebergischen Rat: "Mein freundtlich, unnd jederzeit gannz willig dienst, mit allem freundtlichen vermugen zuvor, edler unnd ehrnvester innsonder vertrauter freundtlicher lieber schwager. Eur schreiben hab ich neben uberschicktem bericht freundtlich empfangen, unnd alles seines innhalts verlesen, unnd möcht ir mir gewislich trauen, und glauben, das ich die irrung, so sich zwischen beiden meinen g. f. und herrn, Sachsen, und Henneberg zutragen will, nit gern hör, unnd wiewol an mir wenig gelegen, auch inn disen fellen im rath nit gepraucht wurdt, so möcht ir mir doch gewislich glauben.

Was ich zu hinlegung derselbigen underthenig befurdtern khönnt, das ich solches, mit allem underthenigen weis, underthenig treulich, unnd gern than wölt, das weis Gott, und weis mich auch zuberichten, das ich daran ein gut nuczlich werrkh thet [...]. Unnd bedunkt mich, dise irrung, allein aus missverstadt der erbverbruderung, unnd vertreger, die vielleicht die gelerten ein jeder nach seinem kopff versteen, unnd auslegen will, ervolgen than, wie aber der sachen zuhelffen, dadurch solcher missverstadt gewendt, unnd beiden herrn zu freundtlicher einigkeit gebracht werden möchten, ist inn warheit über mein verstandt. Was ich aber hier innen zum besten befurdtern kan, das will ich inn warheit mit aller underthenigen treuen thon [...]". - Dokument des Streits zwischen Grumbachs Protektor Johann dem Mittleren von Sachsen und dem Grafen Georg Ernst von Henneberg um die 1554 zwischen dem schwer verschuldeten Haus Henneberg einerseits und Hessen und Sachsen andererseits errichtete Erbverbrüderung, gemäß welcher letztere die Henneberg'schen Schulden übernommen und dafür eine Anwartschaft auf die Grafschaft erhalten hatten. Nur Monate später solle sich Grumbach durch seinen Überfall auf Würzburg die Reichsacht zuziehen; nach den als "Grumbachsche Händel" bekanntgewordenen Wirren wurde er am 18. April 1567 in Gotha gevierteilt..

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