Johann Graesse

Graesse, Johann

Literaturhistoriker und Bibliograph (1814-1885). Eigenh. Brief mit U. Dresden. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 489 / 450 € (88983/BN59037)

An den Königlich Sächsischen Landtagsarchivar Adolf Segnitz mit der Bitte um Verkauf eines Lutherautographs: "Da Sie schon einmal die Güte hatten, mir eine von ihren Autographendoubletten abzulassen, so wende ich mich auch jetzt wieder, da ich Auftrag habe 2 Autogr. von Luther, diese nicht bloße Unterschriften, sondern wenigstens noch 1 Zeile andere Worte von seiner Hand dabei, an dieselben und erlaube mir die gehorsamste Frage, ob Sie mir wohl eine solche ablaßen können. Ich könnte Ihnen 2 Louisdor dafür offeriren [...]".

- In den 1840er Jahren wurde Johann Graesse wegen seiner Sprach- und Literaturkenntnisse zum Privatbibliothekar des sächsischen Königs Friedrich August II. berufen. Von bleibendem Wert sind u. a. Graesses "Bibliotheca magica et pneumatica" (Leipzig 1843), eine Bibliographie über Veröffentlichungen zum Zauber-, Wunder- und Aberglauben unter Berücksichtigung von Hexen- und Teufelsliteratur, sowie seine "Bibliotheca psychologica" (Leipzig 1845). - Mit Sammlernotiz in Bleistift, Siegelrest und einem kleinen Tintenwischer. Leicht angeschmutzt, die Adressenseite leicht braunfleckig..

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