Arthur Graefe

Graefe, Arthur

Kulturbeamter und Politiker (1890-1967). Eigenhändige Sentenz mit U., ms. Textvorlage (Kopie) mit eh. Korrekturen und eh. Brief mit U. Goldebee. (1+1½ =) 2½ SS. auf 3 Bll. Folio (223:282 mm), 4to und 8vo. Das Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).
$ 365 / 350 € (85419/BN55965)

Längere Sentenz mit einem Vergleich der Einstellung einiger Deutscher mit jener des israelitischen Volks unter ägyptischer Oberherrschaft nach 1 Mose 47,25, die Graefe als "ersterbenden Freiheitswillen" empfindet: "Es ist gewiß ein furchtbares Schicksal, daß das an der Front gegen eine Welt in Waffen in beispiellosem Heldentum siegreich gewesene deutsche Volk sich durch den Riesenbetrug der 14 Wilsonpunkte die Waffen aus der Faust winden ließ [...] furchtbarer als dies Schicksal ist die Schmach des offensichtlich ersterbenden Freiheitswillens auch in sog.

nationalen Kreisen: '...wir wollen gern leibeigen sein, laß uns nur leben u. Gnade vor dir, unserem Herrn, finden!...' [...]" (9. XI. 1927). Das Begleitschreiben an den Verlag "Deutschlands Zukunft" mit Korrekturen zur übersandten Textvorlage für den Druck: "Anliegend sende ich Ihnen mit Dank das Manuskript zurück, indem ich darauf aufmerksam mache, daß sich darin einige peinliche Schreibfehler befinden [...]" (17. VII. 1928). - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Mit leichter Rostspur einer Büroklammer..

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