Friederike [Goethekreis]. - Oeser

[Goethekreis]. - Oeser, Friederike

Freundin des jungen Goethe (1748-1829). Eigenh. Brief mit U. ("Fr: Oeser"). [Leipzig]. 1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.).
$ 1,048 / 950 € (32955/BN27676)

An den Literaturwissenschaftler und Philosophen Christian Friedrich von Blanckenburg (1744-1796), wegen einer Unpäßlichkeit des Kupferstechers Christian Gottfried Geysers, eines Schülers und Schwiegersohnes ihres Vaters: "Um einen gütigen Rath, bitte ich Sie[,] theuerster Herr Hauptmann: Geysers Unpäßlichkeit beunruhiget uns sehr, glauben Sie, daß ein Besuch, und eine Unterredung von meiner Seite, ihm willkommen, oder nätzlich seyn könnte? Warum nimmt doch der l. G. die Sache so gar ernsthaft? [E]s hängt ia [!] nur von seinem guten Willen ab, sie mit aller Gelaßenheit, u.

Muße zu betreiben [...]". - Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch; beiliegend ein eh. Brief mit U. ihrer Schwester Rosina Elisabeth an Blanckenburg, dem sie namens der Familie eine "baldige gänzliche Herstellung" wünscht (undatiert, ¾ S., kl.-4to; mit eh. Adresse und kleinem Ausriß durch Siegelbruch am unteren Rand)..

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[Goethekreis]. - Oeser, Friederike

Freundin des jungen Goethe (1748-1829). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 828 / 750 € (33024/BN27766)

Reizender Brief an ihre Schwester Wilhelmine, die Ehefrau des Leipziger Kupferstechers Christian Gottlieb Geyser (1742-1803): "Warum hast Du die beyden Gemäldchen nicht gleich in E[utritzsch] behalten? ich schicke sie durch Justus wieder hinaus, und übrigens werden wir uns wohl vergleichen, da ich sehr gern die kleinen Gemälde von de[m]selben Gegenstande haben möchte, das Eine ist sehr schön; bey dem Andern, wo bey dem Deinigen der Dame die Beinchen fehlen, fehlt in dem meinigen, dem jungen Herrn das Gesichtchen, doch was thut das? [...] Gestern hat Schnorr das Geld von Voßen gebracht, an Mad: Berg habe ich geschrieben, und hoffe auf [A]ntwort.

Neuigkeiten weiß ich nicht; die Pastorin Hindenburg ist ohne Trost, mit verhängten Zügeln sind die Pers. nacher Leip[zig] gejagt worden, um Dr. Kilian den [W]undermann, zu holen, allein alle menschl. Hülfe war umsonst [...]". - Der Maler und Bildhauer Adam Friedrich Oeser (1717-1799) war von 1765 bis 1768 in Leipzig der Zeichenlehrer des Studenten Goethe gewesen; mit Oesers Tochter Friederike stand Goethe in freundschaftlichem Verkehr und hielt mit ihr auch nach seinen Leipziger Jahren brieflich Kontakt. - Aus der Sammlung Künzel; leicht fleckig und gebräunt; kleine Randschäden hinterlegt..

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