Caroline [Goethekreis]. - Jagemann

[Goethekreis]. - Jagemann, Caroline

Schauspielerin (1777-1848) und Mätresse von Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1777-1848). Eigenh. Brief mit U. ("Heygendorff"). W[eimar]. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und rotem Lacksiegel.
$ 775 / 700 € (33019/BN27760)

An den Leiter des Weimarer Hoftheaters, Karl Emil Frhrn. Spiegel von und zu Pickelsheim (1783-1849), mit der Bitte, ihr eine "Comedie" zu lesen zu geben: "[...] erhalte ich eine abschlägige Antwort; so stekke ich sie zu den übrigen und nähere mich dadurch immer mehr und mehr der Märtirer Krone die ich für meine resignation um einer guten Sache willen verdiene [...]". - Caroline Jagemann erfuhr ihre Schauspiel- und Gesangsausbildung durch August Wilhelm Iffland und Heinrich Beck, debütierte 1792 als Oberon in der Oper von Paul Wranitzky am dortigen Nationaltheater und wurde 1797 als Hofsängerin in Weimar engagiert.

"[Sie] gehörte gemeinsam mit der Sopranistin Henriette Eberwein, dem Tenor Carl Melchior Jakob Moltke und dem Bassisten Karl Stromeier zum ‚Weimarer Quartett'. 1798 gastierte sie in Berlin, 1800 in Wien, später auch in Stuttgart, Frankfurt/Main und Leipzig. Ihr Geliebter Herzog Karl August von Weimar ernannte sie 1809 zur Freifrau von Heygendorff und überließ ihr ein Rittergut. Im selben Jahr wurde J. v. H. zur Operndirektorin ernannt und übernahm nach Goethes Rückzug aus dem Theaterbetrieb die alleinige Leitung des Hoftheaters, seit 1824 als Oberdirektorin. 1828 verabschiedete sie sich von der Bühne. Zu ihren großen Rollen gehörten die Elisabeth in ‚Maria Stuart' (1800) und die Beatrice in der ‚Braut von Messina' (1803)" (DBE). - Das Adreßblatt mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung) und schwach fleckig; Bl. 1 recto mit einem zeitgen. Bearbeitungsvermerk am oberen Blattrand; einig kleine Stecknadeldurchstiche am oberen Rand..

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