Johann Wolfgang Goethe

Goethe, Johann Wolfgang

Dichter (1749-1832). Quittung mit eigenh. U. Weimar. 1 S. Folio. Gerahmt (282 x 381 mm).
$ 10,322 / 9.500 € (90211/BN59672)

Über eine ausständige Zahlung an die Separatkasse der Großherzoglichen Oberaufsicht für das Jahr 1829: "Nachdem die von dem Großherzogl. Controleur, Carl Friedrich Hoffmann, hier, geführte und anher abgelegte Rechnung über Einnahme und Ausgabe bey der Separa[t]kasse Großherzogl. Oberaufsicht, in der Zeit vom 1. April bis letzten Decbr. 1829 revidiert und darauf kalkulirt und abgeschlossen worden ist, wobey es sich ergeben, daß die Einnahme mit Verordnung Großherzoglicher Oberaufsicht, die Ausgabe aber durch eben dergleichen, und gehörig autorisirte Belege Bescheinigung gefunden hat und die schuldige Gewährschaft v.

Fünfund Vierzig Thalern Dreiundzwanzig Groschen 3 dn. besteht; so wird gedachter Rechnungsführer, unter dem Vorbehalte, daß er die eben erwäh[n]ten 45 Rthlr. 23 g. 3dn. in seiner nächsten Rechnung wiederum zu vereinnahmen, bis dahin aber dafür zu haften habe, über diese abgelegte Rechnung für sich und die Seinigen hiermit in bester Rechtsform quittirt [...]". - Mit Siegelrest..

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Goethe, Johann Wolfgang

Dichter (1749-1832). Brief mit eigenh. U. ("ergebenst Goethe"). Weimar. 4 SS. auf Doppelblatt. 4to.
$ 17,927 / 16.500 € (91304/BN60312)

Geschrieben von Goethes Sekretärin Caroline Ulrich und fortgesetzt von seinem wissenschaftlichen Helfer und Mitarbeiter Friedrich Wilhelm Riemer, dem ehemaligen Hauslehrer in der Familie von Wilhelm von Humboldts und dann von Goethes Sohn August. Der Adressat des Briefes ist Friedrich von Schlichtegroll, seit 1807 Generalsekretär der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der sich mit einer Empfehlung für die Schauspielerin und Sängerin Anna Altmutter an ihn gewandt hatte: "Wie gern möchte ich das Gute, was sich auf unserm Theater nach und nach hervorgetan [...] weiter ausbreiten", aber "bey uns kann nur eine kleine Anzahl Talente neben einander bestehen, denn da wir nur dreymal in der Woche spielen, so ist für mehrere nicht Raum, und selbst die schon gegenwärtigen haben sich öfter zu beklagen, daß sie nicht genug beschäftigt sind.

Besonders aber ist das Verhältniß, in welchem Ihre Künstlerin zu stehen wünscht, nicht wohl einzuleiten, indem, wenn man ihr auch Rollen zutheilen wollte, man bey Ihrem Abgange sich in der doppelt unangenehmen Lage sähe, dieselben wieder erledigt, und die Schauspielerinnen, die darauf Anspruch machen könnten, übel disponirt zu finden. Von schon besetzten Rollen könnte ohnedies bey dem längeren Aufenthalte eines so werthen Gastes die Rede nicht seyn […]". - Auf S. 4 eine eh. Nachschrift von F. W. Riemer, der im November des Jahres mit Caroline den Bund der Ehe schließen sollte: "Die Absendung des Vorstehenden ist leider sehr lange verzögert worden. Ich werde an meine Pflicht erinnert in dem Augenblick, da ich von Weimar scheide, um nach Frankfurt und Wiesbaden zu gehen". - Stellenweise etwas fleckig; Falteinrisse fachmännisch restauriert..

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