Joseph Goebbels

Goebbels, Joseph

NS-Politiker und Reichspropagandaminister (1897-1945). "O du mein Deutschland". Autograph poem manuscript. O. O. 4 Zeilen auf 2 SS. (1 Bl). Gr.-8vo.
$ 3,040 / 2.500 € (33506/BN28715)

"O, du mein Deutschland, so fern, so weit, | O, du mein Heimatland, ich muß dich meiden, | In meinem Herzen muß ich drob leiden, | O, du mein Deutschland". - The reverse with another poem (3 lines, crossed out repeatedly) and 13 exercises in writing "Goebbels" fluently. - Edges slightly frayed.

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Goebbels, Joseph

NS-Politiker und Reichspropagandaminister (1897-1945). "Ins Tagebuch" and "Mahnung" ("Into the Diary" and "Admonition"). 2 autograph poetry manuscripts (12 and 15 lines). Heidelberg. 2 SS. Kl.-4to.
$ 3,648 / 3.000 € (33518/BN28727)

The first poem is describing what has to be written into a diary ("a little bit of lust [...] a little bit of play and dance"), the second uses "eyes" metaphorically for "windows" through which the sunlight enters the heart: "In streets and alleys you are alone [...] carry your luck and your pain in your heart [...] and happiness and dreams and love and pain and lust [...] carry it along in your chest [...]. - Somewhat dusty, edges slightly frayed, otherwise in fine condition.

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Goebbels, Joseph

Nazi-Politiker (1897-1945). Schriftstück mit eigenh. Unterschrift. Berlin. Quer-Folio. 1 p. In Faltmappe der Reichskulturkammer.
$ 1,216 / 1.000 € (80083)

Al Präsident der Reichskulturkammer beruft er den Generalmusikdirektor Prof. Dr. Peter Raabe (1872-1945) in den Reichskultursenat. - Als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda und Präsident der Reichskulturkammer hatte Goebbels von 1933 bis 1945 in Deutschland zwei entscheidende Positionen für die Lenkung von Presse, Rundfunk und Film sowie des sonstigen Kulturschaffens inne. - Raabe war ein deutschnationaler Konservativer und begrüßte die nationalsozialistische Musikpolitik. Er war gegen die „Negermusik“ und die moderne Musik eines Alban Berg und Arnold Schönberg.

Außerdem gibt es antisemitische Äußerungen von ihm, wie in folgender Äußerung aus dem Jahr 1940 sichtbar wird: „Der Niedergang der Operette … förderte die Neigung zur Schamlosigkeit so, dass es auch Menschen, die sonst in künstlerischen Dingen ein Gewissen hatten, unempfindlich dagegen machte, daß man sich an den Meisterwerken der Operettenkunst vergriff und sie durch Bearbeitungen, die nur den Zweck hatten, dem verrotteten Zeitgeschmack Zugeständnisse zu machen, entstellte und damit Riesensummen verdiente. Der entscheidende Einfluss … lag bei den Juden.“ Raabe hatte schon lange vor 1933 für eine neue Musikpolitik gestritten und auch eine Musikkammer einführen wollen. Bereits seit 1934 war er Mitglied des Verwaltungsausschusses und des Präsidialrats der Reichsmusikkammer, des Führerrats des Reichsverbands der gemischten Chöre Deutschlands, Präsidialbeirat der Kameradschaft der deutschen Künstler e.V. und Treuhänder der Spende „Künstlerdank“ des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Außerdem wurde er Mitglied des Kuratoriums der Goebbels-Stiftung für Kulturschaffende. Raabe machte 1934 mehrfach unmissverständlich deutlich, dass der „Neubau deutscher musikalischer Kultur“ nur möglich sei, wenn die Orchestermusiker existentiell besonders abgesichert seien. Schon wenige Monate nach Bekanntwerden dieser Forderungen gab es konkrete Schritte zur Etablierung einer tariflich abgesicherten sinfonischen Monokultur, die deutschlandweit als sogenanntes Kulturorchestersystem für alle größeren Kommunen bis heute Realität blieben. 1935 erhielt er den Vorsitz der Reichsmusikkammer, nachdem Richard Strauss 1935 als Präsident zurückgetreten war. Raabe führte die RMK bis 1945. Auf Antrag vom 21. Mai 1937 wurde Raabe rückwirkend zum 1. Mai 1937 in die NSDAP aufgenommen (Partei-Nummer 3.934.040). Als Präsident der Reichsmusikkammer sorgte Raabe dafür, dass Vertreter der modernen Musik und vor allem die „nichtarischen“ Musiker entweder erst gar nicht in die RMK aufgenommen oder entlassen wurden. Das bedeutete für die betroffenen Musiker ein existenzbedrohendes Berufsverbot, weil eine Mitgliedschaft in der RMK Voraussetzung für eine Tätigkeit als Künstler war. Insgesamt sind mehr als 3000 von Raabe persönlich unterzeichnete Berufsverbote bekannt, wie auch dasjenige, das am 15. April 1937 gegen Carl Stenzel (dessen Ehefrau Jüdin war) verhängt worden war: „Gemäß § 10 der Durchführungsverordnung zum Reichskulturkammergesetz vom 1. November 1933 lehne ich Ihren, mir zur endgültigen Entscheidung vorgelegten Aufnahmeantrag ab, da Sie die nach der Reichskulturkammergesetzgebung erforderliche Eignung im Sinne der nationalsozialistischen Staatsführung nicht besitzen. Durch diese Entscheidung verlieren Sie mit sofortiger Wirkung das Recht der weiteren Berufsausübung.“ Raabe war einer der wichtigsten Repräsentanten der nationalsozialistischen Musikpolitik. Sein Gegenspieler im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda war Heinz Drewes, mit dem er um Kompetenzen rang. Bezeichnend war sein Einsatz auf Reichsparteitagen. So dirigierte er bei der Kulturtagung des Reichsparteitages 1935 (des Parteitages der Freiheit) in Anwesenheit von Hitler und allen NS-Oberen Beethovens Egmontouvertüre zur Einleitung der Reden von Rosenberg und Hitler. Hitler hielt dann eine Rede über Kunstpolitik, in der er die Kunst als die Verkünderin des Erhabenen und Schönen und Trägerin des natürlichen und Gesunden kennzeichnete. Dann folgte eine Abrechnung mit den Kulturverbrechern der demokratischen Zeit wie Dadaisten, Kubisten und den Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Dabei hetzte Hitler auch gegen das durch und durch kapitalistisch verseuchte und dementsprechend handelnde Judentum, das niemals im Besitz einer eigenen Kunst war. Raabe dirigierte danach Beethovens Fünfte Symphonie. Vom 5. bis 7. Juni 1937 wurde die Aufstellung einer Brucknerbüste in der Walhalla als Anlass für die Abhaltung eines Brucknerfestes benutzt. Dieses wurde als Staatsakt zelebriert. Raabe enthüllte am 6. Juni die mit einer Hakenkreuzflagge umwickelte Büste des österreichischen Komponisten Anton Bruckner und Hitler legte einen Lorbeerkranz nieder. Es spielten die Münchner Philharmoniker. Beim Festprogramm am nächsten Tag wurde eine Brucknermedaille an Goebbels, Raabe und die Münchner Philharmonie verliehen. Raabe hielt den Festvortrag.[9] Sinn der Propagandaveranstaltung war nach Okrassa die Festigung der kulturellen Fassade des NS-Staates. Raabe trat sehr häufig als Redner auf und verkündete die Grundlinien der nationalsozialistischen Musikpolitik. Anlässlich der Reichsmusiktage 1938 in Düsseldorf weigerte sich Raabe, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, und bot am 8. Mai seinen Rücktritt an, weil er Hans Severus Ziegler, den Organisator der begleitenden Ausstellung Entartete Musik, für einen inkompetenten „Laien“ hielt. An Raabes Stelle hielt Paul Graener die Eröffnungsrede bei den Reichsmusiktagen. Ebenso weigerte sich Raabe, bei der Eröffnung der Ausstellung „Entartete Musik“ in Weimar, die zusammen mit der Wanderausstellung „Entartete Kunst“ präsentiert wurde, die Rede zu halten. Beides blieb in der Öffentlichkeit unbemerkt, da die Zeitungen des Dritten Reiches nicht darüber berichteten. In einem Beitrag in der Zeitschrift Die Musik aus dem März 1941 unter dem Titel Was die Reichsmusikkammer nicht ist rechtfertigte er noch einmal die nationalsozialistische Kulturpolitik, was von Fred K. Prieberg folgendermaßen kommentiert wird: „So klar und deutlich war zuvor noch keine Darstellung der Reichsmusikkammer als Instrument der politischen Kontrolle und Disziplinierung.“ „(…) Die Totalitätsforderung des Nationalsozialismus schließt es in sich, daß auch die Organisation alles Kunstwesens sich lücken- und fugenlos einfügen muß in die Gesamtpolitik des Reiches. Es kann im nationalsozialistischen Staat keine Kunstpolitik geben, die der allgemeinen Politik widerspricht. Die Linie der großen Politik darf nicht durchkreuzt werden durch andere Linien, die von der Kunstbetätigung ausgehen. Darauf acht zu haben und darüber zu wachen ist eine der wichtigsten Aufgaben der Reichsmusikkammer. Ihr Augenmerk hat gerichtet zu sein auf die Reinerhaltung der Musik. Was sich als der Staatsgesinnung feindlich erweist, kann nicht geduldet werden und wenn es noch so viel Talent verriete.“ Wikipedia-Abfrage 31.5.2020.

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Goebbels, Joseph

"Die Kunst des XIX. Jhdts. Fortsetzung". Eigenhändiges Manuskript.
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Presumably written during his studies at Bonn, Freiburg, Würzburg, München, and Heidelberg, Goebbels's manuscript gives an outline of the history of the graphic arts, beginning with the second half of the nineteenth century, and ending in the early twentieth century ("der neue Stil ist der Expressionismus" [the new style is expressionism]). - Punched holes in the left margin (slightly touching text), in pencil.


Goebbels, Joseph

Ms. Brief mit eigenh. U.
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An Eva Chamberlain mit Dank für eine Konzerteinladung: "Für Ihren freundlichen Hinweis auf das am 30. Oktober stattfindende Konzert der Philharmoniker unter Ihrem Neffen Gilbert Gravina sage ich Ihnen herzlichen Dank. Leider bin ich an diesem Tage nicht in Berlin, sodass ich daran nicht teilnehmen kann. Ich werde jedoch nicht versäumen, den Führer auf das Konzert aufmerksam zu machen. Wie weit eine Übertragung durch den Rundfunk ohne wesentliche Störung des für diesen Tag bereits festgelegten Programms möglich ist, lasse ich noch durch meine Abteilung prüfen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Reichsministers für Propaganda und Aufklärung.


Goebbels, Joseph

Eigenh. Visitenkarte mit U. von Joseph und Magda Goebbels.
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Goebbels, Joseph

Ms. Brief mit eigenh. U.
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