Friedrich von Gentz

German diplomat and writer, 1764-1832

Friedrich von Gentz was born into a family of Prussian officials. He studied law in Königsberg, where he was among the students of Immanuel Kant. After joining the Prussian administration, he quickly ascended the ranks to become a Kriegsrat in 1793. Aside from his work Gentz started publishing political and philosophic texts. Because of his anti-French stance and growing dept von Gentz decided to move to Vienna in 1802 to work as a diplomat and writer. After the treaty of Schönbrunn of 1809 Friedrich von Gentz became chancellor Metternich's secretary and right hand with considerable influence on Metternich's political decisions.

Source: Wikipedia

Gentz, Friedrich von

Schriftsteller, Staatsdenker und Politiker (1764-1832). Eigenh. Brief mit Unterschrift. ohne Ort. 4to. 1 1/2 pp.
$ 1,681 / 1.500 € (106552)

„Der Artikel der Hamburger Zeitung steht im gestrigen Beobachter. Warum man diesen Artikel nicht lieber in die Berliner Zeitung gesetzt hat, konnte mir bisher niemand erklären. Das Wiggensteinsche Circular hat die Gräfin Harrach wahrscheinlich durch den Fürsten Metternich erhalten, welchen Sie, gerade als diese Piece hier eingegangen war, einen langen und interessanten Brief über die Famileien-Verhältnisse in Bezug auf den […] Bruder geschrieben hatte. Aus einem so eben erhaltenen Briefe ersehe ich, daß die Heimath in Berlin, wenigstens während der ersten 8 Tage, eine äußerst üble Sensation gemacht hat, und daß des Schimpfens über die ,Oesterreichische und katholische Königin’ keine Ente war.

Da dieser Brief durch einen Courier angekommen sein muß, so werde ich vermuthlich heute noch Weiteres erfahren, und, wenn es sich der Mühe verlohnt, Ihnen zutraulich mittheilen. […]“ – Gentz studierte von 1783-85 in Königsberg, wo Kant den größten Einfluß auf ihn ausübte, und trat bereits früh in Kontakt mit Vertretern der preuß. Spätaufklärung. Seit 1785 preuß. Staatsbeamter, schied er 1793 als Kriegsrat aus dem Staatsdienst wieder aus, um sich ganz der politischen Schriftstellerei zu widmen. Unter dem Einfluß der Begegnung mit Wilhelm von Humboldt, der Lektüre Montesquieus und vor allem Edmund Burkes, hatte sich Gentz von der – anfangs lebhaft begrüßten – Französischen Revolution wieder abgewandt und war zu einem ihrer prononciertesten und wortmächtigsten deutschen Gegner geworden; seine 1793 veröffentlichte kommentierte Übersetzung von Burkes Reflections on the Revolution in France übte starken Einfluß auf die deutsche politische Meinungsbildung der Zeit aus. Als Gentz nach 1800 wegen seiner weiterhin konsequent antifranzösischen und antinapoleonischen Publizistik Schwierigkeiten mit der preuß. Regierung bekam, trat er 1802 in österr. Dienste und ging nach Wien, wo er – zeitweilig auch von London aus finanziell unterstützt – geistiger Mittelpunkt aller antinapoleonischen Kräfte wurde. Doch seine Bemühungen, die in der Streitschrift Fragmente aus der neuesten Geschichte des politischen Gleichgewichts in Europa (1806) und in dem von ihm verfaßten österr. Kriegsmanifest von 1809 gipfelten, verfehlten mit der österr. Niederlage gegen Napoleon (1809/10) ihr Ziel. Gentz ging nun allerdings nicht in das – zeitweilig erwogene – Exil nach England, sondern blieb in Wien, wo er seit 1810 eng mit Metternich zusammenarbeitete. Die Befreiungskriege ließen ihn den Höhepunkt seiner politischen Karriere erreichen: Als Erster Sekretär leitete er die Verhandlungen des Wiener Kongresses (1814/15), und auch auf den späteren Monarchen- und Ministerkonferenzen der frühen Restaurationszeit spielte er als einflußreichster Diplomat Österreichs eine führende Rolle..

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Gentz, Friedrich von

österreichischer Staatsmann (1764-1832). Eigenh. Manuskript. 8vo. 12 SS.
$ 2,802 / 2.500 € (60016)

Tagebuchnotizen von seiner Reise entlang des Rheins (1818): „Sonnabend, den 26. Septbr. Abends um 8 Uhr zu Ehrenbreitstein […] Cölln. Sonntag Abend 11 Uhr. Wir haben diesen Abend um halb 2 Uhr unsern Einzug in Cölln gehalten. Einzug muß ich es nennen, […] Die ganze Population dieser großen Stadt war uns entgegen gegangen […]“.

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Gentz, Friedrich von

österreichischer Staatsmann (1764-1832). Eigenh. Brief mit Unterschrift. 8vo. 2 pp.
$ 560 / 500 € (77044)

Bedankt sich für ein Mittagessen „la seule chose, qui m’ait fai plaisier“.

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Gentz, Friedrich von

Schriftsteller, Staatsdenker und Politiker (1764-1832). Eigenh. Brief mit U. O. O. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief).
$ 728 / 650 € (940740/BN940740)

An Herrn "Major von Prokesch", d. i. Graf Anton Prokesch von Osten (1795-1876): "Die Krönung ist auf den Sonntag festgesetzt. Der Fürst reiset morgen früh um 4 Uhr nach Preßburg. Ich - zu meiner unaussprechlichen Qual - muß ihm übermorgen folgen. Sollte ich Sie morgen im Laufe des Tages nicht sehen, so richten Sie Sich auf jeden Fall so ein, mich morgen Abend zu besuchen, wo mir nichts glücklicheres begegnen kann, als eine Stunde oder zwey mit Ihnen zuzubringen [...]". - Mit einem kleinen Ausriss.

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Gentz, Friedrich von

Schriftsteller, Staatsdenker und Politiker (1764-1832). Eigenh. Brief mit U. O. O. 8 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. Kl.-4to.
$ 3,922 / 3.500 € (80897/BN52787)

Ausführlicher, inhaltsreicher und unveröffentlichter Brief an den namentlich nicht genannten Staatskanzler Metternich, in dem Gentz mehrere grundsätzliche Fragen zum Verhältnis der einzelnen Glieder der Staatsverfassung und ihrer Organe anspricht: "Mein ernstlicher und beharrlicher Wunsch ist, daß in jedem rechtmäßig constituirten Staate, und ganz besonders in dem unsrigen, die Verfassung in allen ihren Theilen nicht zum Schein sondern wahrhaft respectirt, - daß den Ständen jeder Provinz die Totalität ihrer Rechte unverkürzt erhalten werde, - daß die Regierung sie in allen den Verwaltungszweigen, bey welchen ihr Concurrenz gesetzlich und noch außerdem heilsam ist, zu Rathe ziehen, - daß sie nahmentlich im Steuerwesen und allen damit zusammenhängenden Angelegenheiten auf ihre Anträge und auf ihre Einwürfe das volle, ihnen gebührende Gewicht lege und daß sie nur dann einen mit den Interessen der Stände streitenden Beschluß fasse, wenn ein solcher durch unverkennbare Nothwendigkeit geboten oder durch einleuchtende Gegengründe (denn auch Stände können irren) vor dem Tribunal der gesunden Vernunft und des allgemeinen Wohls gerechtfertigt erscheint [...] Man dient dem Staate in der Civil-Administration auf zweyerley Weise.

Entweder, indem man die Verpflichtung übernimmt, in einer höhern oder niedern Sphäre für seine innere Festigkeit, Schönheit und Wohlfart [!] zu arbeiten, in welchen sämmtlichen Beziehungen die Erhaltung Ständischer Rechte und Ständischer Mitwirkung von der äußersten Wichtigkeit ist. Oder, indem man sich der Bearbeitung der auswärtigen Verhältnisse widmet, mit welchem Geschäftszweige in unsern Zeiten (als moralischer und hochwichtiger Bestandtheil) unzertrennlich die Pflicht verbunden ist den Staat vor dem schädlichen Einflusse fremder Irrthümer, fremder böser Beyspiele, und fremder Complotte zu bewahren. Im Grunde hat die ganze auswärtige Politik heute keinen andern Gegenstand mehr als diesen; von Eroberungs-Projekten, Länder-Tausch, militärischen Gränzen und dergleichen veraltetem Trödel träumen nur noch junge und alte Schulknaben [...]". - Nicht in Friedrich Carl Wittich: Briefe von und an Friedrich von Gentz. München und Berlin, Oldenbourg, 1909..

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Gentz, Friedrich von

E. Brief mit U.
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Friedrich von Gentz (1764–1832), Schriftsteller, Staatsdenker und Politiker. E. Brief mit U. („Gentz“). O. O., 12. März 1823. 1¾ SS. auf Doppelblatt. 4°. – An den Historiker und politischen Publizisten Joseph von Hormayr (1782–1848), dem er für einen Artikel über die Überführung der Gebeine Andreas Hofers in die Hofkirche zu Innsbruck dankt: „[...] Ich wüßte [...] nicht das Geringste darin zu ändern. Es giebt einen Punkt, aber einen sehr wenig bedeutenden, in welchem ich viel strenger bin als Sie; ich citire ungern Verse (Sie haben eine besondre Neigung dazu) die nicht vom ersten Schrot und Korn sind. Weißenbachs Strophen, obgleich uncorrekt und etwas gemein, laße ich doch gelten, weil sie charakteristisch sind, und hier eine gute Wirkung thun. Aber Theodor Körner – den ich überhaupt nicht sehr liebe, und der gewiß wohl gethan hat, so früh zu sterben – entbehre ich recht gern. Ich reisete im vergangnen Oktober zum erstenmahl durch Tyrol; und, trotz meiner alten Passion für Salzburg, kan[n] ich Ihnen versichern, daß jenes Land von mancher Seite einen noch größern Eindruck auf mich machte. Mit bitterm Gram hörte ich [...] die politische Denkart der Tyroler habe sich allerdings seit 4 oder 5 Jahren etwas deteriorirt, die revolutionäre Seuche habe auch dies edle Volk nicht ganz verschont. Gerade in Botzen kamen mir hierüber die bedenklichsten Data zu! Wenn das wahr ist, so haben die Schurken, welche die Württembergischen Zeitungen schreiben, oder welche in der Bayerschen Deputirten-Kammer sprechen, sich nicht einmal das traurige Verdienst daran zuzuschreiben. Wenn es wahr ist, wenn auch Tyrol theilweise verderbt werden konnte, so haben es Andre zu verantworten, die ich nicht anklagen mag [...]“. – Die Verso-Seite von Bl. 2 mit einer kleinen e. Notiz mit U. Hormayrs vom 9. Februar 1830. – Nach seinem Zerwürfnis mit Metternich sollte Hormayr 1827 einem Ruf König Ludwigs I. nach München folgen. – Mit einem kleinen alt reparierten Einriß und einem gleichfalls ausgebesserten Ausriß auf Bl. 2.