Friedrich Funder

Funder, Friedrich

Publizist (1872-1959). Ms. Brief mit eigenh. U. Wien. 07.11.1946. 1 S. 4to.
$ 85 / 80 € (48772/BN30977)

Auf Briefpapier der "Furche" dankt Funder Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Friedrich Funder studierte Kunstgeschichte und Theologie an der Univ. Graz und Jus an der Universität Wien, wurde 1898 zum Dr. jur. promoviert und arbeitete seit 1896 als Feuilletonredakteur des Tagblattes "Reichspost". Er war Parlamentsberichterstatter und wurde 1902 Chefredakteur, 1905 Herausgeber der Zeitung. Funder bereiste mehrmals den Balkan, gewann Kontakt zu führenden Persönlichkeiten des Auslandes und gehörte zu den politischen Beratern des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand.

1930 wurde er Präsident des Bureau International des Journalistes Catholiques, 1935 in den Staatsrat berufen. 1938/39 war Funder in den Konzentrationslagern Dachau und Flossenbürg interniert. Danach wurde er mehrmals verhaftet. Funder gründete nach dem Zweiten Weltkrieg die kulturpolitische Wochenzeitschrift "Die Furche", deren Herausgeber er auch war. Er schrieb u. a. "Vom Gestern ins Heute" (1952) und "Als Österreich den Sturm bestand" (1957)..

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