Johann Nepomuk Fuchs

Fuchs, Johann Nepomuk

Kapellmeister, Musikphilologe und Komponist (1842–1899). Eigenh. Brief m. U. Wien. 1 S. 8vo.
$ 260 / 220 € (60731)

Johann Nepomuk Fuchs (1842–1899), Kapellmeister, Musikphilologe und Komponist. Vertrag mit e. U. („J. N. Fuchs“). Wien, 22. August 1881. 3 SS. auf Doppelblatt. Folio. – Vertrag zwischen Hofopernkapellmeister Fuchs und dem Musikverleger und Inhaber der Schlesinger’schen Buch- und Musikalienhandlung Robert Emil Lienau (1838–1920): „[...] Herr Fuchs hat die Oper ‚Alfonso und Estrella’ von Franz Schubert in ihrem Text wie in der Musik einer vollständigen Durcharbeitung unterzogen und dieselbe unter mannigfachen Aenderungen und mit vielen Zusätzen für die Bühne und die heutigen Tags geltenden Anschauungen darüber entsprechend hergerichtet.

Herr Fuchs überläßt hiemit diese seine Arbeit, also Text, vollständige Partitur, Clavierauszug und alle Arrangements dem Herrn Rob. Lienau als ausschließliches Eigenthum für alle Länder, so daß alle Autorenrechte unter den Bedingungen des gegenwärtigen Vertrages in dessen alleinigen Besitz übergehen [...]“. – Johann Nepomuk Fuchs erfuhr seine musikalische Ausbildung bei Simon Sechter in Wien, war Kapellmeister an der Oper zu Preßburg und später an verschiedenen Bühnen in Köln und Hamburg sowie am Carolatheater in Leipzig tätig. 1880 kam Fuchs nach Wien an die Hofoper und erhielt dort 1894 den Titel eines k.k. Vizehofkomponisten. Fuchs „war als Pädagoge und Musikphilologe tätig und gehörte seit 1888 als Prof. für Komposition dem Konservatorium der Wiener Musikfreunde an; seit 1893 wirkte er dort auch als Direktor“ (DBE). Zu seinem Werk zählen Opern („Zingara“, 1872) und Bühnenmusik; daneben bearbeitete Fuchs Opern von Christoph Willibald Gluck („Der betrogene Kadi“, 1888), Friedrich Händel („Almira“, 1878) und, wie oben schon angezeigt, Franz Schuberts „Alfonso und Estrella“; zudem war Fuchs als Berater für die Schubert-Gesamtausgabe von Breitkopf & Härtel tätig. – Bl. 2 mit kleinem Papierdurchbruch in einer Faltung (minimale Buchstabenberührung) und kleinem zeitgenössischem Eingangsvermerk auf der Verso-Seite..

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