Egon Friedell

Austrian cultural historian, playwright, actor, 1878-1938

"Friedell frequented the ""literary cafés"" in Vienna, notably the Café Central. In Berlin, he wrote, performed in cabarets, and temporarily worked as an actor for director Max Reinhardt. He was enthusiastic about the beginning of World War I. After war, he worked as a journalist and theater critic for various publishers, was ensemble cast at the ""Theater in der Josefstadt"", and played with famous actors such as Hans Moser and Heinz Rühmann. Health problems prevented any further permanent commissions and made him work as independent writer. During this time, he wrote his ""Cultural History of the Modern Age"", which describes events from the Black Death to World War I in an anecdotal format."

Source:

Friedell, Egon

Schriftsteller (1878-1938). Autograph lettercard signed. Kufstein. 1 S. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse.
$ 700 / 650 € (32669/BN25891)

To the German writer and literary critic Lutz Weltmann (1901-1967), who wrote a review of Friedells "Kulturgeschichte: "[...] in Eile für heute nur vielen Dank für die Besprechung. Sie ist die weitaus beste, die ich bisher gehabt habe, ich meine natürlich der Qualität nach. Wundere mich, daß man sie gebracht hat. Wirklich ganz vorzüglich. So eine Freude hat man selten [...]". - Very rare. Left margin with punched holes (no loss to text).

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Friedell, Egon

Schriftsteller (1878-1938). Autograph letter signed ("Egon"). [Wien. 1¾ SS. 4to. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 2,694 / 2.500 € (33131/BN27922)

To the Austrian journalist Victor Wittner (1896-1949), bemoaning his financial situation which urges him to write for a newspaper he regards as quite disgusting. - In perfect condition; envelope with stamped address.

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Friedell, Egon

Schriftsteller (1878-1938). Ms. Brief mit eigenh. U. ("Egon"). Wien. 11.05.1920. ½ S. auf 2 Bll. Gr.-4to. Mit einer Beilage (s. u.).
$ 2,694 / 2.500 € (60793/BN44481)

An Karl Hollitzer über die Vorbereitungen zu Friedells "Altenbergbuch" (Wien, Graphische Werkstätte, 1921): "Der obige neugegründete Verlag beabsichtigt die Reihe seiner Publikationen mit einem Sammelwerk zu eröffnen, für das vorläufig der Titel 'Das Altenbergbuch' gewählt wurde und hat mich ersucht die redaktionelle Leitung zu übernehmen. Plan und Inhalt des Werkes sind durch das Bestreben gegeben, den vielen Verehrern des verstorbenen Dichters ein möglichst reichhaltiges Magazin von Dokumenten über ihn zu vermitteln und da ja das grösste und unsterblichste Kunstwerk das Peter Altenberg geschaffen hat sein eigenes Leben war und Niemand der jemals mit ihm in Berührung kam, ohne einen starken und eigentümlichen Eindruck von ihm ging, so besteht die Hoffnung, das[s] Vieles und Vielerlei über ihn zu sagen sein wird.

Wir wollen also und natürlich in möglichst zwangloser Form, wie sie dem Wesen Peter Altenbergs entspricht eine Art Spiegel schaffen, aus dem sein Wesen möglichst voll und rein reflektiert, für eine spätere Menschheit ersichtlich bleibt. Ich bitte Dich daher um Überlassung Deiner ausgezeichneten Karikaturen, die sicher einen sehr schönen Schmuck des Buches bilden werden [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Druck- und Verlagsgesellschaft Wiener Graphische Werkstätten Ges.m.b.H.; beiliegend ein Brief von derselben an Hollitzer mit Dank für die Zusendung der erwähnten Altenberg-Karikaturen..

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Friedell, Egon

Schriftsteller (1878-1938). Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D. 1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).
$ 1,616 / 1.500 € (85365/BN55911)

"Das Grundwesen des Deutschen ist das Brausende, Schweifende, Tastende, Zentrifugale. Dies eben ist die Ursache seiner steten Entwicklungs- und Regenerationsfähigkeit. 'Nur das Unzulängliche ist produktiv' lautet einer der tiefsten Ausspruche Goethes; gerade durch seine Halbheit und Unzulänglichkeit, seinen vielgeschmähten Tiefsinn und Dunkelsinn überragt der Deutsche die übrigen Völker [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Egon Friedell arbeitete in den 1920er Jahren an seinem Lebenswerk, der "Kulturgeschichte der Neuzeit" in drei Bänden (erster Band 1925 bei Ullstein, Gesamtausgabe bei Beck ab 1927), das bis in die Gegenwart aufgelegt wird. Außerdem wirkte er zu dieser Zeit auch als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler am Deutschen Theater in Berlin sowie im Ensemble des Theaters in der Josefstadt in Wien..

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