Rudolf Frank

Frank, Rudolf

deutscher Theaterregisseur, Theaterkritiker, Schriftsteller und Übersetzer (1886-1979). Eigenh. Brief mit Unterschrift. ohne Ort und Datum. 4to. 1 p. Faltspuren.
$ 692 / 650 € (89243)

Schöner Brief an den Schriftsteller Klabund [d.i. Alfred Georg Hermann „Fredi“ Henschke]: „Die Schöpfungs-Meister-Ode wird für spaerisches Orchester komponiert. Hekatomben trompetender Elefanten u. rülpsstarker Walrosser sind schon engagiert. Gottvater sagte seine Mitwirkung zu und wird durch die Zerdepperung mehrfacher Gestirn-Systeme gigantische Effekte dem kosmischen Geschrammel einfügen. Halten Sie sich bereit, vom Ostgipfel des Ararates aus den tellarischen Part zu dirigieren. Ich leite von dem Westhang des Gebirges her selbst das siderische Orchester.

Ich erwartete Sie den ganzen Vormittag. Telefonierte Sie vergebens an. Zu Philips-Wertheimers kann ich leider nicht, denn ich muß mit Goverts heut nachmittag zu Becker nach N’gemünd. Entschuldigen Sie mich bitte beiderorts. Ich erwarte Sie heute Abend nach Wertheimers inmeinem polnischen Nachtquartier. Sie finden Licht in einem meiner 3 Zimmer. Pfeifen Sie ,Wei-le an dieser Quelle’ [mit Notenzeile] u. alsbald öffnet freudigst Ihr Frank“. Teile des Nachlasses von Rudolf Frank befinden sich im Stadtarchiv Mainz und im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek am Standort Frankfurt am Main (Nachlass von Anna Frank-Klein; Vorlass von Vincent C. Frank-Steiner; Akten der American Guild for German Cultural Freedom; Korrespondenz mit Hans Rothe)..

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