Friedrich Baron de la Motte Fouqué

Fouqué, Friedrich Baron de la Motte

einer der ersten deutschen Dichter der Romantik (1777-1843). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Nennhausen. 2 1⁄4 pp. gr.-4to. Schwach gebräunt. Mit Siegelrest und Adresse.
$ 4,072 / 3.500 € (78889)

An den Schriftsteller Johann Friedrich Rochlitz in Leipzig über den Dichter Karl Friedrich Wildenhayn, den er kurz zuvor zu einem Pistolenduell gefordert hatte. Wildenhayn hatte ihn in der Zeitschrift „Isis“ öffentlich gerügt, da Fouqué seinem Wunsch nach Änderungen von eigenen Gedichten für das „Frauentaschenbuch für das Jahr 1818“ nicht nachgekommen war. „[…] Die Geschichte zwischen Herrn Wildenhain und mir ist für mich durchaus zu Ende, und zwar folgendergestalt. Das von mir gewählte Ehrengericht bestehend aus: General Alvensleben (Chef der Inf[anterie] der Garde-Brigade), Major v[on] Barner (Commandeur des Garde-Dragoner Regiments)[,] Oberstlieutenant von Pfuel (Commandeur zweier Infanterie Regimenter), meinen beiden Stiefsöhnen, dem Major und dem Kammerherrn von Rochow (beide Ritter des eis[ernen] Kreuzes vom schwarzen Bande), Hauptmann Georg Schulze (commandirt zur Dienstleistung beim Gen[eral] v[on] Kleist-Nollendorf in Merseburg), und Lieut[enant] Max im Brandenb[urgischen] Kür[assier] Regiment – hat beinahe einstimmig entschieden, ich dürfe den H[au]pt[mann] Wildenhain nicht zum Kampfe fordern, sondern ihm nur mit schweigender Verachtung begegnen. Die einzige Stimme, welche – mir gleichlautend – für den Zweikampf stimmte, war die des oberwähnten Lieut[enant] Max, eines ehemaligen Freiwilligen in unsrer Jägerschwadron.

Der meinte, es sei ihm abscheulich, seinen kampferprüften ehemaligen Lieutenant so angegriffen zu sehn, und ich möge in Gottes Namen meinen ersten Entschluß, aller Unwürdigkeit des Gegners zum Trotz, hindurchführen. Doch fügte er sich nachher der Mehrzahl der Stimmen, und freute sich sogar, wie er mir das mündlich aeusserte, daß sein Vorschlag nicht durchgegangen sei, indem es ihm allerdings widrig vorgekommen wäre, mich dem H[err]n W[ildenhain] gegenüber mit dem Pistol in der Hand zu denken […]“ Fouqué war bereits 1794 als Cornet in das Kürassierregiment des Herzogs von Weimar eingetreten..

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Fouqué, Friedrich Baron de la Motte

Dichter (1777-1843). Autograph letter signed ("Fouque"). Nennhausen. 1 S. 4to.
$ 2,909 / 2.500 € (49502/BN33905)

To the German playwright, musicologist and critic Johann Rochlitz (1769-1842), promising to send him a contribution to the new almanac "Jährliche Mitteilungen" ("Annual Announcements"; 1821-1824): "[...] It will be called 'A Fatal Gunshot. A War Story', based on a myth from the Seven Years' War [...]" (transl. from German).

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Fouqué, Friedrich Baron de la Motte

Dichter (1777-1843). Eigenh. Brief mit U. ("Fouqué"). Nennhausen bei Rathenow. 2¼ SS. auf Doppelblatt. 4to.
$ 2,909 / 2.500 € (936741/BN936741)

An einen Freund, dem er einen Band Voltaire zurücksendet und erklärt, warum er bislang keine Zeit gefunden habe, "recht ausführlich darüber zu schreiben": "[...] Die dazwischen liegenden Abhaltungen, mein theurer Freund, waren zum Theil sehr ernster Art. Mein ältester Stiefsohn, der Kammerherr Rochow auf Rekahn, ehemals Jäger und Jägerkürassier-Offizier im selben Regimente mit mir während des Befreiungskampfes, erkrankte schon vor Wochen in Berlin, wohin das Vertrauen seiner Mitstände ihn als Abgeordneten gesandt hatte.

Unsre Hoffnung sank und stieg, bis vor nun beinahe acht Tagen die Botschaft eines sehr ernsten Rückfalles meine Frau nach Berlin rief. Für mich langsam Genesenden, hieß es, werde die heiße Stadtluft ein Gift sein, und meinen noch immer unbeholfnen Beinen das Pflaster eine nachtheilige Erschöpfung, und was der Gründe mehr waren, - kurz, ich mußte hier bleiben. Ihr inniges Herz, mein theurer Freund, empfindet ohne weiteres den Druck, den Centnerdruck, welcher damit auf meine Brust fiel. Doch gab mir Gott innerlich viel Gnade, und einen Muth, dessen meine Natur an sich grade in solchen Dingen nicht fähig ist [...]"..

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