Lion Feuchtwanger

German-Jewish novelist and playwright, 1884-1958

"After studying a variety of subjects, Feuchtwanger became a theater critic and founded the culture magazine ""Der Spiegel"". He became a prominent figure in the literary world of Weimar Germany and collaborated with Bertholt Brecht on drafts of Brecht's early work ""The Life of Edward II of England"". His most successful novel was ""Jud Süß"" (Jew Suss). His Judaism and fierce criticism of the National Socialist German Workers Party, ensured that he would be a target of government-sponsored persecution after Adolf Hitler's appointment as chancellor of Germany. Following a brief period of internment in France and a harrowing escape from Continental Europe, he found asylum in the United States."

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Feuchtwanger, Lion

Schriftsteller (1884–1958). Ms. Brief mit eigenh. U. Wohl Pacific Palisades. ¾ S. Gr.-4to. Mit einigen Beilagen (s. u.).
$ 852 / 800 € (20756)

Lion Feuchtwanger (1884–1958), Schriftsteller. Ms. Brief mit e. U. Wohl Pacific Palisades, 10. Juli 1958. ¾ S. Gr.-4°. Mit einigen Beilagen (s. u.). – Ein halbes Jahr vor seinem Tod an den nach Europa zurückgekehrten Filmregisseur William Dieterle (1893–1973): „So sehr wir Ihre Gegenwart hier entbehren, hoffe ich, dass Europa Ihnen Möglichkeiten bietet, die nicht nur kommerzielle, sondern auch künstlerische Genugtuung bringen. Uns geht es hier nicht schlecht. Gesundheitlich darf ich zufrieden sein, die Arbeit macht mir Spass, eigentlich umso mehr Spass, je schwieriger sie ist.

Viele Dinge sind im Werden, und ich warte mit grosser Ruhe ab, ob sie reifen oder nicht. Wenn es was wird, dann seufze ich, weil ich von meiner Arbeit abgelenkt werde; wirds nichts, dann bin ich auch sehr zufrieden, weil ich bei meiner Arbeit bleiben kann [...]“. – Auf etwas knittrigem Luftpostpapier mit gedr. Briefkopf und tls. stärkeren Randläsuren; im linken Rand gelocht (keine Textberührung). – Beiliegend 3 tls. eigenhändige und tls. ms. Briefe seiner Witwe Marta (geb. Löffler, 1891–1987) a. d. J. 1960 bis 1963, u. a. über das „Institute for the Righteous Acts“: „[...] Die Idee ist, in der ganzen Welt Zeugenaussagen und Dokumente zu finden ueber Nicht-Juden, die waehrend der Nazi-Zeit Juden unter eigener Lebensgefahr geholfen haben [...]“ (a. d. Br. v. 3. Januar 1963). Zusammen 3 SS auf 3 Bll. (Gr. )4°..

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Feuchtwanger, Lion

Schriftsteller (1884-1958). Ms. Brief m. e. U. Pacific Palisades. 1 S. 4to. Gelocht. Mit Bearbeitungsvermerken am Kopf.
$ 692 / 650 € (48537)

An den DDR-Rundfunk in der Nalepastraße in Berlin, Tantiemen betreffend. „[…] In letzter Zeit erhielt ich mehrmals Mitteilungen des Berliner Stadtkontors, aus denen hervorging, dass Sie ,Sendegebühren’ auf mein Konto bei dieser Bank eingezahlt haben. Ich freue mich natürlich sehr, wenn Sie Teile aus meinen Büchern oder Stücken senden. Aber da die erwähnten Mitteilungen des Berliner Stadtkontors der einzige Hinweis auf solche Sendungen sind wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mich wissen liessen, was aus meinen Werken Sie gesendet haben und mit welcher Wirkung […]“

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Feuchtwanger, Lion

deutscher Schriftsteller (1884-1958). Eigenhändiger Brief m. U. München. Folio. 2 pp. Mit dem dazugehörigen, eigenhändig adressierten Kuvert.
$ 1,598 / 1.500 € (61390)

An die Schauspielerin Else Heims (1878-1958), die Frau Max Reinhardts, die er für die Rolle der ‘Beatrice’ in seiner neuen Komödie ‘Der Amerikaner’ gewinnen möchte. „[…] Ich bedaure sehr, daß ich Ihnen das Manuskript nicht länger lassen konnte. Ich bin überzeugt, daß Sie bei nochmaliger Lektüre alles aufgespürt hätten, was zwischen den Zeilen liegt und das Stück und vor allem die Beatrice lieb gewonnen hätten. Wie Beatrice zwischen den braunen Steinen schreitet, weiß vor dem sehr blauen Himmel, sacht, sanft und doch munter und voll Mut, wie sie sich langsam aus ihrer Weltferne dem sehr erdhaften Amerikaner zuwendet, seine Kraft, einen Willen annimmt, und wie durch sie der Geist, die Kultiviertheit des Ortes in ihn überströmt, ihn mildert, glättet: alles das, was im Buch nur anklingt, wird ja auf der Bühne viel stärker belichtet, und gerade, weil es nicht hart und überdeutlich ausgesprochen wird, sondern sacht und in halben Tönen, muß es Ihnen, glaube ich, ganz besonders liegen.


Ich würde mich jedenfalls furchtbar freuen, wenn Sie die Rolle spielen würden, und ich werde, sowie Falckenberg“ – der als Talententdecker bekannte Direktor der ‚Münchner Kammerspiele’, Otto Falckenberg (1873-1947) – „zurück ist, ausführlich mit ihm darüber reden. Bis dahin steht ja dann auch der Spielplan der Kammerspiele fest; vielleicht lässt es sich einrichten, daß Falckenberg Dame Kobold oder Lysistrata spielt. Wenn Sie wieder in München sind, müssen wir zusammen mit Falckenberg das alles ausführlich besprechen […]“. - Else Heims wurden, bedingt durch das eheliche Zerwürfnis und den daraus resultierenden jahrelangen Scheidungskrieg, von Max Reinhardt und auch an anderen Häusern nach 1920 kaum noch Engagements angeboten. .

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