Joseph Engerth

Engerth, Joseph

Maler (1775-1831). Eigenh. Brief mit U. O. O. 09.06.1830. 1 S. und 3 Zeilen auf Doppelblatt. 4to.
$ 238 / 220 € (942353/BN942353)

Orthographisch höchst bedenkliche Zeilen an seinen Freund, einen Hrn. Wiesoneder: "Daß Sie sich samt Ihrer lieben Familie recht wohl befinden freud uns von Herzen, auch bey mir ist alles gesund. Daß ich nicht mer Theatermaler bin wird Ihnen wohl schon bekänt sein - aber wie sich daß zugetragen hat, wil ich Ihnen bei gelegenheit umständlich zuwissen machen. ich bin hier so ziemlich bekant und hoffe mit der Landschafts Malerey in Öhl mein vortkomen zu finden [...]". - Etwas fleckig und mit kleinen Randläsuren; Bl. 2 in der oberen Hälfte abgetrennt (keine Textberührung).

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Engerth, Joseph

Maler (1775-1831). Eigenh. Brief mit U. O. O. 4 SS. auf Doppelblatt. 4to.
$ 303 / 280 € (942354/BN942354)

Wohl aus einem Provinznest und in erbärmlicher Orthographie an eine "Fraugemahlin", der er die örtlichen Preise von Fleisch, Mehl, Erdäpfeln, Kraut u. a. m. mitteilt - "das [Pfund] Fleisch 10 [Gulden] | grünzeig wie in Wien" - und vom Theater berichtet: "Nehmen Sie nicht ungüttig daß ich noch einmal anfange um doch ein mal zum ende zu komen. Der Bergsturz wurde am Ersten Jähner gegeben. Decorationen und Maschineri hat angesprochen - aber daß Stück fil gantz durch - so vil manweis ist es überal so gegangen.

Mahlerey und Maschineri hat 17 hundert Gulden gekostet - es wird hir so schröcklich vil auf Decorationen und Maschineri wie auch auf Garderobe verwendet und zwar so, daß es mir Unmöglich scheind, daß es von langer Dauer sein kan - ich wuste wie auch Niemand von der Gesellschaft kein word beim Angaschmang, daß die Stadt alles besorgt und bezahlt - sonst häte ich wie jeder andere auch einen gantz andern Contrackt geschloßen [...]". - Bei dem "Bergsturz" wird es sich um Joseph Weigls gleichnamige Oper handeln, die am 19. Dezember 1812 im Wiener Theater am Kärntnertor uraufgeführt worden war..

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