Georg Ebers

Ebers, Georg

Schriftsteller und Ägyptologe (1837-1898). Eigenh. Brief mit U. Leipzig. Gr.-8vo. 1 1/2 pp. Doppelblatt.
$ 233 / 220 € (87615)

An einen Kollegen: „Ihre gütigen Zeilen hatten mich gestern Abend so sehr erschreckt, daß ich beinnah nicht in’s Concert gegangen wäre. Sie müssen, ein wie schlechter Musiker ich bin, und wenn ich auch, wie jeder Culturmensch, ein wenig heucheln kann, so hab’ ich doch bis dato zwei Stunden hinter einander zu heucheln noch niemals verflucht. Meiner Frau zu Gefallen ging ich schließlich dennoch mit. Und siehe da! Ich brauchte weder die böse simulatis, noch die verwerfliche dissimulatis zu üben, denn ich war wirklich entzückt von den häßlichen Tönen, die ich vernahm, und wenn ich doch noch nicht begeistert genug aussah: so haben mir meine Nachbarn gewiß das plus des Entzückens zu Gute geschrieben, das in den Zügen meiner musicalischen Hälfte zu lassen war.

Leipzig ist wirklich sehr reich an Schönem und Großartigen! Ich glaube, daß ich auf dem besten Wege bin von einem starken Localpatriotismus zur unser neuen Heimat ergriffen zu werden. […]“.

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Ebers, Georg

Schriftsteller und Ägyptologe (1837-1898). Eigenh. Brief und eigenh. Gedicht jew. mit Unterschrift und Beilage. Tutzing. 8vo. 1 1/2 p. Doppelblatt. Mit 2 Kuverts.
$ 371 / 350 € (87653)

An Henriette Krüger in Bremen: „Nehmen Sie den freundlichsten Dank für ihre gütigen Zeilen. Es gereicht mir zur besonderen Freude, Ihren kleinen Wunsch zu erfüllen, und Sie finden anbei einen Autograph in Gestalt etlicher Verse. Dem Dichter kann nichts Erquicklicheres begegnen, als wenn er aus den Kreisen der Besten erfährt, daß ihnen reine Schöpfungen etwas gewähren und gelten. Vielen Dank, daß Sie Ihrer gütigen Gesinnung einen so wohlthuenden Ausdruck geben. […]“ - Das Gedicht „Verlorenes Gut || Wol blühen die Rosen in herrlichem Flor, | Und jegliche weiht mein Gefallen, | Doch, denk’ ich: Das Knösplein, das neulich erfror, | Jetzt wär es die schönst von allen.

[…]“ - Dabei: 1 CDV (Ebers im Oval direkt in die Kamera blickend) und eine Visitenkarte mit eigenh. Zusatz..

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Ebers, Georg

Schriftsteller und Ägyptologe (1837-1898). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Leipzig. 8vo. 1 p. Doppelblatt.
$ 212 / 200 € (87654)

„Verehrtester! Soeben erhalt’ ich die berühmte Mariensynomore u. beeile mich dieselbe als gepresstes Blümchen in dies Couvert zu legen. Der Baum sieht etwas runzelig aus, darum leg’ ich noch ein anderes Bild bei, das ich in einem älteren Werke fand. Behandeln Sie das Bäumlein nur so frei wie Sie wollen; es hat doch um Christe Geburt anders ausgesehen wie heute. Meinen Sie nicht auch? […]“

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Ebers, Georg

Schriftsteller und Ägyptologe (1837-1898). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Luzern Schweizerhof. 8vo. 1 1/2 pp. Doppelblatt.
$ 635 / 600 € (89553)

An einen Freundin aus seinem Todesjahr: „Sie wollen doch auch nicht, daß ich es dem Joshiasteufel erleichtere, mich wieder stärker zu quälen. Nach ruhiger Überlegung ist mir nun klar geworden, daß die Erfüllung meines warmen Wunsches in Ihrem schönen Tribschen behaglich mit ihnen zu plaudern, wahrscheinlich böse Folgen für die nichtwürdige ,Körpersäule’ haben würde. So ist denn nämlich das Beste, wenn ich entsage, dem Teufel das Spiel verdrebe und nicht komme. - Aber Sie morgen garnicht zu sehen, bringen wir beide doch allzuschwer fertig.

Seinen Sie darum gut, und da der Berg nicht zum Propheten kommen kann, so lassen Sie den Propheten (Frau Minnie) den Berg an.... Kurz: seien Sie morgen zum Frühstück um 1/2 1 Uhr unser lieber Gast. Wir könenn dabei auch nach Herzenslust plaudern. […]“.

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