Max Dauthendey

Dauthendey, Max

Schriftsteller (1867–1918). Eigenh. Brieffragment mit U. („M. Dauthendey“) und 5 eh. Gedichtabschriften. O. O. Zusammen (1½ SS. Brieftext + 2½ SS. Gedichte =) 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 1,773 / 1.500 € (15698)

Max Dauthendey (1867–1918), Schriftsteller. E. Brief (Fragment) mit U. („M. Dauthendey“) und 5 e. Gedichtabschriften. O. O. u. D. [Wohl um 1894]. Zusammen (1½ SS. Brieftext + 2½ SS. Gedichte =) 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8°. – An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Mitteilung, daß er „wahrscheinlich mit Villingen nach Paris“ reisen werde: „Strindberg lebt jetzt dort und einige Londoner Freude, wir versprechen und einen anregenden Winter. – Von Deinen beiden Gedichten that es mir das Erste, ‚Der Abschied’, an.Der Rhythmus erinnert zwar etwas an Dehmel, aber Dein Gedicht ist körperlicher als die Dehmel’sche Darstellungsart.

Im letzten Vers würde es vielleicht besser lauten, wenn am Ende der zweiten Zeile das ‚nur’, u. in der vierten das ‚nun’ wegblieben, es wirkt kräftiger [...] Auf diese nächsten leeren Seiten will ich Dir ein paar Gedichte schreiben [...]“. Die nun folgenden fünf Gedichte „Meine Haare fliegen“, „Ich sitze am Wasser“, „Lange rothe Abendstreifen“, „Öde Wolken hangen“ und „Als ich glücklich war“ wurden 1897 in dem Band „Reliquien“ veröffentlicht..

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Dauthendey, Max

Schriftsteller (1867-1918). Eigenh. Begleitschreiben mit U. Fontainebleau. 2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo.
$ 1,418 / 1.200 € (936593/BN936593)

An den Wiener Verleger Fritz Freund (1879-1950): "An den 'Wiener Verlag', Wien. Sehr geehrter Herr, erlaube mir mein beifolgendes Manuskript die 'Ammenballade' dem Wiener Verlag zu senden. Es ist ein humoristisches Buch und ich glaube, dass es Ihren Beifall finden wird [...]". - Die "Ammenballade" ("Acht Liebes-Abenteuer, gedichtet von acht Ammen am Sarge des Herrn Hein") sollte erst 1907 im Münchner Verlag Bonsels eine Heimat finden (WG² 11). Vom finanziellen Mißerfolg des Werks, "einem Buch, das im Moritatenstil allerlei geheimnisvolle Seelenerlebnisse abwandelte", erzählt Erich Mühsam in seinen "Unpolitischen Erinnerungen" (Vossische Zeitung, 1928).

- Gelocht; am Briefkopf hs. Empfängervermerk "ablegen"..

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Dauthendey, Max

Schriftsteller (1867-1918). Eigenh. Gedichtzyklus mit Deckblatt und U. "M. D." sowie 10 Gedichtmanuskripte. Quille (Schweden). Gr.-8vo. Deckblatt und 8 Blätter mit Gedichten. In säurefreien Umschlagblättern und moderner Leinwand-Kassette mit Deckeltitel.
$ 2,954 / 2.500 € (31214/BN5652)

Unveröffentlichter früher Gedichtzyklus Dauthendeys: "Idyllen. | Wir bitten uns langsam zu lesen." (Deckblatt; Ränder etw. beschnitten). - Auf eine Reihenfolge der Gedichte innerhalb des Zyklus gibt es keine Hinweise. Gedichttitel: "Todtes Feuer" (9 Zeilen). - "Vollmond" (10 Zeilen). - "Sternhimmel" (5 Zeilen). - "Amselsang" (11 Zeilen). - "Kuckucksrufe" (8 Zeilen). - "Rosen" (7 Zeilen). - "Abend" (8 Zeilen). - "Wolkenschatten" (9 Zeilen). - "Regenluft" (10 Zeilen). - "Jasmin" (7 Zeilen). - Im Jahr 1893 gab Dauthendey auch seinen lyrischen Erstling in 100 Exemplaren auf eigene Kosten in Druck, "Ultra-Violett.

Einsame Poesien" (Osthoff 71). Unsere Gedichte blieben jedoch unveröffentlicht. Der Dichter verbrachte die Monate April, Mai und Juni 1893 in Quille in Schweden. Von dort aus schrieb er am 17. April: "Ich suche jetzt in meiner Dichtung immer gedrängter zu werden. Das kleinste überflüssige Wort soll wegfallen. Nur mit starken unmittelbaren Eindrücken, wie sie unsere Sinne erhalten, suche ich das Empfinden wiederzugeben." (Ein Herz im Lärm der Welt, 1933, S. 116). Sodann am 17. Juni: "Mein Leben ist reich an großen Natureindrücken. Ich habe in den drei Monaten viele gesammelt." (Briefe an seine Jugendfreunde, 1993, S. 220). - Dauthendey experimentiert in den vorliegenden Versen bereits mit neuen lyrischen Formen, die ins 20. Jahrhundert vorausweisen und teilweise schon expressionistische Töne anschlagen ("Weinschwül brennen Wetterwinde [...]" etc.). - Für wichtige Hinweise zur Bearbeitung danken wir Herrn Müller aus Frankfurt. - Kleinere Läsuren sind restauriert. - Beiliegt: I. Gedruckte Visitenkarte. - II. Zeitungsausschnitt..

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