Karl Siegmund Franz Credé

Credé, Karl Siegmund Franz

Gynäkologe (1819-1892). 2 eigenh. Briefe mit U. Leipzig. 2½ SS. Gr.-8vo.
$ 273 / 250 € (6863)

Karl Siegmund Franz Credé (1819-1892), Gynäkologe. 2 e. Briefe m. U., Leipzig, 22. Februar u. 18. Juni 1883, 2 ½ Seiten gr.-8°. An eine Prinzessin, zunächst wegen einer Terminabsprache: I. „[…] K[önigliche]. Hoheit werde mich Mitte Mai […] in Leipzig finden, nur wäre es möglich, daß ich in der Pfingstwoche auf einige Tage verreise. Es wäre mir deshalb lieb, wenn die Ankunft nicht gerade in diese Woche fiele, lieber nach derselben als vorher. Dann muß ich bis Anfang August, d.h.

bis zum Beginne der Universitäts-Ferien hier sein […]“ II. „Auf Ihren Wunsch beehre ich mich, für meine ärztlichen Bemühungen bei Ihrer K.H. der Frau Prinzessin Friederike M. 90 zu liquidiren […]“ – Credé war 1843-48 als Assistenzarzt an der Berliner Geburtshilflichen Klinik tätig. 1850 erfolgte seine Habilitation und zwei Jahre später die Ernennung zum Direktor der Berliner Hebammenschule sowie zum dirigierenden Arzt der Gebär- und Gynäkologischen Abteilung der Charité. Sein 1853/54 erschienenes Hauptwerk Klinische Vorträge zur Geburtshülfe wurde zu einem wichtigen Lehrbuch und brachte Credé den Ruf als o.Prof. der Geburtshilfe und Direktor an die Frauenklinik und Hebammenschule in Leipzig ein, die er 1856-87 leitete. Seit 1860 Hofrat und seit 1870 Geheimer Medizinalrat, war er 1853-69 an der Herausgabe der „Monatsschrift für Geburtskunde und Frauenkrankheiten“, seit 1870 an der Redaktion des „Archivs für Gynäkologie“ beteiligt. Große Bedeutung erlangte Credé mit dem 1861 eingeführten „Credéschen Handgriff“, der die Lösung einer verzögerten Nachgeburt bewirkt. Seit 1879 wandte er prophylaktisch die Methode der Einträufelung einer Höllensteinlösung in den Augenbindehautsack an, um den durch Infektion auf dem Geburtsweg hervorgerufenen Augentripper bei Neugeborenen zu vermeiden..

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