Michael Georg Conrad

Conrad, Michael Georg

Schriftsteller (1846–1927). Eigenh. Postkarte mit U. („Conrad“). München. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse.
$ 128 / 120 € (13783)

Michael Georg Conrad (1846–1927), Schriftsteller. E. Postkarte mit U. („Conrad“). München, 10. April 1927. 1 S. 8°. Mit e. Adresse. – An den Maler, Graphiker und Kunstgewerbler Eduard Lammert (1867–1957) in München: „Das war ein peinlicher Zufall: mein Mädchen hatte jedenfalls gerade das Haus verlassen, eine notwendige Besorgung für den Patienten zu machen, ich lag seit Stunden auf meinem Schöberlstuhl in der Turmstube mit Schmerzen in allen Gliedern, ein armer Gichtbruder – ich konnte nicht hören noch öffnen [...]“.

– Der als Sohn eines Landwirts geborene Schriftsteller besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete in Bayern und in Genf, wo er auch zu studieren begann. Seit 1871 überdies in Rom und Neapel Philologie und Philosophie studierend, promovierte er und kam über Lissabon 1878 nach Paris, wo er sich als Korrespondent mehrerer deutscher Zeitungen einen guten Ruf erwarb und in dem Kreis um Zola Aufnahme fand. Seit 1882 wieder in München, gründete er 1885 die Zeitschrift „Die Gesellschaft“, „die zum vielleicht wichtigsten Organ des frühen Naturalismus in Deutschland wurde“ (DBE) und die sich u. a. für Autoren wie Gerhart Hauptmann und Bertha von Suttner einsetzte. Von 1893–98 vertrat er die Demokratische Volkspartei im Reichstag. „Als Romanschriftsteller den Spuren Zolas folgend, war Conrad als geschmackvoller Feuilletonist und hervorragender Theaterkritiker auch Mitarbeiter bedeutender Tageszeitungen wie der ‚Täglichen Rundschau’“ (Kosch I, 292). – Eduard Lammert studierte bei Wilhelm Ritter von Lindenschmidt an der Münchner Akademie und in Paris an der Académie Julian. Seit 1900 war er Professor an der Städtischen Gewerbe- und Malschule in München und malte bevorzugt Landschaften und Portraits. Vgl. Thieme-Becker XXII, 267. – Die Adreßseite mit Stempel des Absenders..

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Conrad, Michael Georg

Schriftsteller (1846–1927). Eigenh. Postkarte mit U. („Conrad“). Karlsbad. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse.
$ 128 / 120 € (13885)

Michael Georg Conrad (1846–1927), Schriftsteller. E. Postkarte mit U. („Conrad“). Karlsbad, 15. Mai 1902. 1 S. 8°. Mit e. Adresse. – An den Maler, Graphiker und Kunstgewerbler Eduard Lammert (1867–1957): „Wirkung bisher gleich Null trotz sorgfältiger Kur. Ich fühle mich tief elend. Dazu das sonnenlose entsetzliche Wetter – und kein heizbares Zimmer. Ein Leben wie in einer Eishöhle [...]“. – Der als Sohn eines Landwirts geborene Schriftsteller besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete in Bayern und in Genf, wo er auch zu studieren begann.

Seit 1871 überdies in Rom und Neapel Philologie und Philosophie studierend, promovierte er und kam über Lissabon 1878 nach Paris, wo er sich als Korrespondent mehrerer deutscher Zeitungen einen guten Ruf erwarb und in dem Kreis um Zola Aufnahme fand. Seit 1882 wieder in München, gründete er 1885 die Zeitschrift „Die Gesellschaft“, „die zum vielleicht wichtigsten Organ des frühen Naturalismus in Deutschland wurde“ (DBE) und sich u. a. für Autoren wie Gerhart Hauptmann und Bertha von Suttner einsetzte. Von 1893–98 vertrat er die Demokratische Volkspartei im Reichstag. „Als Romanschriftsteller den Spuren Zolas folgend, war Conrad als geschmackvoller Feuilletonist und hervorragender Theaterkritiker auch Mitarbeiter bedeutender Tageszeitungen wie der ‚Täglichen Rundschau’“ (Kosch I, 292)..

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Conrad, Michael Georg

Schriftsteller (1846–1927). Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D. ½ S. 8vo.
$ 128 / 120 € (16101)

Michael Georg Conrad (1846–1927), Schriftsteller. Portraitpostkarte mit e. Widmung und U. verso. O. O. u. D. ½ S. 8°. – „,Als ich noch im Flügelkleide’ – Meinem lieben Anico [!] Hansel zu Dank und Ehr | Conrad“. – Der als Sohn eines Landwirts geborene Schriftsteller besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete in Bayern und in Genf, wo er auch zu studieren begann. Seit 1871 überdies in Rom und Neapel Philologie und Philosophie studierend, promovierte er und kam über Lissabon 1878 nach Paris, wo er sich als Korrespondent mehrerer deutscher Zeitungen einen guten Ruf erwarb und in dem Kreis um Zola Aufnahme fand.

Seit 1882 wieder in München, gründete er 1885 die Zeitschrift „Die Gesellschaft“, „die zum vielleicht wichtigsten Organ des frühen Naturalismus in Deutschland wurde“ (DBE) und sich u. a. für Autoren wie Gerhart Hauptmann und Bertha von Suttner einsetzte. Von 1893 bis 98 vertrat er die Demokratische Volkspartei im Reichstag. „Als Romanschriftsteller den Spuren Zolas folgend, war Conrad als geschmackvoller Feuilletonist und hervorragender Theaterkritiker auch Mitarbeiter bedeutender Tageszeitungen wie der ‚Täglichen Rundschau’“ (Kosch I, 292). –Die Bildseite mit einem Brustbild en face. – Mit kleineren Gebrauchsspuren; die Textseite stärker angestaubt..

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Conrad, Michael Georg

deutscher Schriftsteller des Naturalismus (1846-1927). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Kitzbühel. Gr.-8vo. 2 pp. Doppelblatt. Gelocht.
$ 234 / 220 € (83704)

An den Schriftsteller Otto Julius Bierbaum „Lieber Otto Julius“: „[…] gestern Abend erhielt ich aus München eine Depesche in einem Briefumschlag nachgeschickt. Ich bin nämlich seit 8 Tagen hier einquart. Das nennt sich Bergvergnügen. Und habe Weib und Kind bei mir, die sich über das gräßliche Wetter in womöglich noch größlicheren Redensarten und Grimassen entsetzen. Ich finde, einmal fern aller Litteratur- und Schreibtisch-Qual, leicht meine Tröstungen. Also eine verspätete Depesche (Ich lasse mir nämlich nur Dringlichstes nachschicken.) Und zwar eine Depesche von Herrn Heymel aus Bremen: Was ich von dem Aufsatze des Herrn Jaevborotzki sage u.s.w.

Sonst nichts näheres über die Sache selbst. Ich kann also nur vermuten, daß sichs um Etwas handelt, das auch ins Kapitel: ,Schlechtes Wetter’ gehört. Natürlich lese ich in Tirol, wann ich überhaupt dazu komme, nur die edlen Zeitungen, die auf Wirtstischen liegen. Ich selbst führe keine Litteratur mit. Nun habe ich zwar sofort einen Brief an Herrn Heymel nach Bremen geschrieben, weiß aber nicht, wann und ob er den Adressaten dort erreicht. Drum wende ich mich an Sie. Am Ende ists doch was, das die ganze Firma angeht. Also was ist los? Bite unterrichten Sie mich mit ein paar flüchtigen Worten. Bis zum 15. Juli muß ich wohl hier aushalten. Eine Depesche erschreckt einfach Menschen immer, und die Sache muß also doch von einiger Wichtigkeit sein. […]“.

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Conrad, Michael Georg

deutscher Schriftsteller des Naturalismus (1846-1927). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. München. Kl.-8vo. 1 p.
$ 160 / 150 € (93359)

An die Schriftstellerin Hedwig Wigger-Barsch (1853-1918) in Breslau: „[…] ich habe die persönliche Leitung der ,Gesellschaft’ schon seit Mitte November an den Verlag abgegeben, der die Redaktionsgeschäfte durch Herr Hans Merian besorgen läßt. Das Dezemberheft habe ich nur in seinen Hauptartikeln zusammengestellt. Der kritische Teil wurde in Leipzig redigirt. Die Besprechung Ihres Buches hat mir weder im Manuscr. noch in der Revision vorgelegen. Ich weiß selbst nicht, wer dieser Herr L. ist. […]“

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Conrad, Michael Georg

Schriftsteller (1846-1927). Eigenh. Brief mit U. München. 14.08.1894. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 298 / 280 € (936418/BN936418)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Auf Ihre werte Anfrage antworte ich folgendes: Ich bin mit der Musik innigst verwachsen. Meine ganze Familie ist musikalisch. Leben ohne Musik ist mir unfaßbar. Einige Takte Wagner, Beethoven, Bach oder Händel gewähren mir tiefste Erschütterung, höchstes Entzücken. Ein einfaches Volkslied kann mich zu Thränen rühren. Ein Ton, ein Akkord, ein Trommelwirbel sogar genügt, mich in eine bestimmte Stimmung zu versetzen und mir im Nu die seltsamsten Visionen vorzuzaubern [...]".

- Der als Sohn eines Landwirts geborene Schriftsteller besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete in Bayern und in Genf, wo er auch zu studieren begann. Seit 1871 überdies in Rom und Neapel Philologie und Philosophie studierend, promovierte er und kam über Lissabon 1878 nach Paris, wo er sich als Korrespondent mehrerer deutscher Zeitungen einen guten Ruf erwarb und in dem Kreis um Zola Aufnahme fand. Seit 1882 wieder in München, gründete er 1885 die Zeitschrift "Die Gesellschaft", "die zum vielleicht wichtigsten Organ des frühen Naturalismus in Deutschland wurde" (DBE) und sich u. a. für Autoren wie Gerhart Hauptmann und Bertha von Suttner einsetzte. Von 1893-98 vertrat er die Demokratische Volkspartei im Reichstag. "Als Romanschriftsteller den Spuren Zolas folgend, war Conrad als geschmackvoller Feuilletonist und hervorragender Theaterkritiker auch Mitarbeiter bedeutender Tageszeitungen wie der 'Täglichen Rundschau'" (Kosch I, 292)..

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