Dichter (1740-1815). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift „Matthias Claudius“. (Hamburg-)Wandsbek. 2/3 p. 4to. 19 x 15 cm.
$ 4,068 / 3.500 €
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Eilig verfasstes Schreiben an den Dichter und Herausgeber Heinrich Christian Boie (1744–1806). Claudius dankt Boie für die Leihgabe von neun Louisdor und gratuliert ihm zugleich zu seiner Berufung als Landvogt nach Meldorf: „Dank für die 9 Louisdor. Ich sollte sie hier bezahlen, und hatte sie nicht vorzuschießen, darum sind sie mir willkommen geweßen. Sonst hats mit dem Verzug nichts zu sagen. Viel Glück zu der Rolle in Meldorff!“ Weiter übersendet er die gewünschten Gedichte und entschuldigt die Hast seines Schreibens: „Hiebey die verlangten Gedichte.
Leben Sie wohl! Der Brief muß gleich versiegelt werden, und darum bin ich so in Hast und eilig ...“ Boie, Mitbegründer des Göttinger Hainbundes und bis 1774 Herausgeber des Göttinger Musenalmanachs, übernahm 1781 als ausgebildeter Jurist das Amt des Dithmarscher Landvogts in Meldorf. Auch von dort aus blieb er eng mit der zeitgenössischen Dichtergeneration verbunden und vermittelte weiterhin Beiträge für den Musenalmanach. Claudius hatte ihm bereits für den Jahrgang 1779 sein berühmtestes Gedicht Der Mond ist aufgegangen zur Verfügung gestellt; 1782 erschien dort auch Ein Lied, hinterm Ofen zu singen („Der Winter ist ein rechter Mann ...“). Ein schönes Zeugnis der freundschaftlichen und literarischen Verbindungen innerhalb der deutschen Aufklärung. Kleine Fehlstelle im unteren weißen Rand durch das Öffnen des Siegels. - Aus dem Nachlass der Familie Chalybaeus, Kiel..
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Eigenh. Brief mit U. („Claudius“).
Autograph ist nicht mehr verfügbar
To the unnamed Heinrich Christian Boie (1744–1806): “Concerning your letter to H. Voß I want to say that Voß is in Flensburg now, he will come back in 14 days and most probably stay in Wandsbeck [!] during the winter. The almanac is finished, and will be published the other week […]”. – Small provenance note on verso: „Durch die Güte von Sara Boie in Kiel (16. Juni 1869)“. Accompanied by a small picture card with the photograph of a portrait showing Chamisso.
E. Albumblatt mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Matthias Claudius (1740–1815), Dichter. E. Albumblatt mit U. Wandsbek bei Hamburg, 2. Mai 1773. 1 S. Qu.-8°. – Zitat aus dem dritten Teil von Ovids „Tristia“: „bene vixit, qui bene latuit“ („Gut im Verborg’nen gelebt heißt überhaupt gut gelebt“). – „D. P. scripsit Matthias Claudius“. – Die Verso-Seite mit einem Zitat aus Cicero a. d. Hand des Historikers und Bibliothekars Johann Gottfried Müller (1729–1792), der von 1756 bis 1792 die Bibliothek der Universität Jena betreute (dat. Jena, 21. Juli 1773) sowie mit Stempel der Sammlung Gottfried Doehler (1863–1943), des ersten Verwalters der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz – Stiftung der Älteren Linie des Hauses Reuß. – Mit dreiseitigem Goldschnitt.
Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar