Graf Karl Joseph Nepomuk Clam-Martinitz

Clam-Martinitz, Graf Karl Joseph Nepomuk

Feldmarschall und Politiker (1792-1840). Eigenh. Brief mit U. Wien. 2 SS. auf Doppelblatt. 4to.
$ 471 / 400 € (941767/BN941767)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Eurer Hochwohlgeboren ausgezeichnete diplomatische Stellung hat den [...] Behörden einen erwünschten Anhaltspunkt gegeben zu Hochdero Gunsten auf eine Ausnahme zu dem, bezüglich des Avancements der in außerordentlichen Anstellungen befindlichen Militairs bestehendem [...] anzutragen, und ich habe lediglich meine Pflicht erfüllt indem ich diesen wohlbegründeten Antrag der Hofstellen bey seiner Majestät unserem Allergnädigsten Kaiser bevorwortete.

Empfangen Ew. Hochwohlgeboren meinen ergebensten Glückwunsch zu der Ihnen zu Theil gewordenen neuen Anerkennung Ihrer Verdienste [...]". - Mit mehreren parallelen Einschnitten durch Briefverschluss..

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[Clam-Martinitz, Graf Karl Joseph Nepomuk

Feldmarschall und Politiker (1792-1840)]. Zeitgenöss. Entwurf zu einem Nachruf. O. O. 1 S. 4to.
$ 94 / 80 € (941769/BN941769)

"Ein sehr beständiger, strenger Mann, die Blüthe der Aristokratie, durch Geburt, Zähigkeit, Ausbildung u. Gesinnung zu einer der ersten Rollen im öster. Kaiserstaate bestimmt. Früh hatte ihn Füst Karl v. Schwarzenberg, der später die vereinigten Herrn bei Leipzig befehligte u. nach Paris führte, an sich gezogen u. er empfahl auf seinem Todtenbette den damals noch jungen Mann dem Kaiser mit den Worten: Hier sende er ihm den künftigen Führer seiner Armeen. Dies Ziel scheint auch dem Hause Clamm als das wünschenswertheste vor Augen gestanden zu haben: er wurde einer der ausgezeichnetsten Obersten der Armeen, u.

arbeitete an der Wiederbelebung derselben mit Einsicht u. unermüdetem Eifer [...] Er hielt fest an den Fürsten Metternich u. stand eben so nahe dem Hause Kolowrat, in dessen Händen die innere Verwaltung der Monarchie lag, deshalb wurde er nach dem Tode des Kaisers Franz der Mittelsmann zwischen diesen beiden leitenden Staatsmännern [...]". - Mit Markierung des "Hause[s] Clamm" mit Blaustift..

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Clam-Martinitz, Graf Karl Joseph Nepomuk

Feldmarschall und Politiker (1792-1840). Eigenh. Brief mit U. Wien. 4 SS. auf Doppelblatt.
$ 942 / 800 € (941770/BN941770)

An einen Herrn Oberleutnant über dessen biographische Darlegungen, die eigene Meinung über Schwarzenberg und weiteren Tipps zur Abhandlung des Gegenstands: "Mit dem wärmsten Danke sende ich Ihnen das Manuskript zurück. Meine Meinung über die Hauptfrage, die ich Ihnen neulich aussprach, bleibt dieselbe und ist teilweise noch durch das Manuskript bestättigt, denn das Talent und die Wärme mit der Sie den Gegenstand behandelt haben, setzt die Wahrheit noch mehr ins Licht daß Sie keine Geschichte schreiben durften und konnten wie Sie selbe zu schreiben gewünscht und vermocht hätten.

Ich würde Stunden lange sprechen oder schreiben können, wollte ich alles[,] was ich über den Gegenstand denke, aussprechen; und dann erst würde ich wahrscheinlich mißverstanden werden. Meine Ansicht über die Art und Weise wie man als Schriftsteller und insbesondere als Biograph gegen die Welt und gegen seinen Helden stehen soll ist einigermassen strenger und fordernder Natur; daher erlaube ich mir auch kein Urtheil, sondern nur eine Meinung über Schwarzenberg [...] Mit einer Freymüthigkeit, welche die Aufrichtigkeit dieses Beyfalls verbürgt[,] den ich Ihrem ausgezeichneten Talent zolle, würde ich Ihnen die Bitte zurufen die Klippe zu meiden die Horaz den Dichtern zeigt, u. die der schreibende Soldat: (dem Geist seines Standes treu bleibend) noch mehr meiden muß, nehmlich [sic] 'projicere ampullas et sesquipedalia verba!' [...]"..

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