Christian II.

Christian II.

Kurfürst von Sachsen (1583-1611). Schriftstück mit eigenh. U. Oschatz. 27.12.1608. 1 S. auf Doppelblatt. Mit kleinem papierged. Siegel und Adresse verso.
$ 1,983 / 2.000 € (942602/BN942602)

Befehlsschreiben an den Geheimrat und Amtshauptmann auf der Augustusburg, Heinrich Abraham von Einsiedeln (1504-68). Kurfürst Christian fordert hinsichtlich zweier Inquisitionsprozesse gegen Simon Rote und den abgesetzten Kommandanten der Festung Königstein, Hans von Eberstein (vor 1540-1617), noch zusätzlich zu den Akten einen Bericht, um weitere Anordnungen erlassen zu können. Rote solle zu Profossen (Militärbeamten mit ordnungspolizeilicher Funktion) verlegt werden, dem entlassenen Kommandanten der Festung Königstein solle ein Handgelöbnis abgenommen werden; beide dürfen Dresden bis auf Weiteres nicht verlassen: "[...] Wie dan auch das ihr uf unser euch geschehenes Anmelden Simonn Rotenn zu dem profosen legenn laßen, Auch die Königsteinischenn Knechte in Handtgelubtnus genommen, das sie sich ohne unsere fernere anordnung vonn Dreßdenn nicht begeben wollenn.

Weill uns auch bey ubergebung der Acten vnn euch vermeldet, das zu denn acten noch ein bericht, vonn euch unnd eurenn Mit Commissarien vonn nöthen, So werdet ihr denselben auch forderlich verfertigen, und uns einantworten, So wollen wir Alsdann fernere Anordnung hierinnen zu thun wißen [...]". Die fraglichen Verstöße Ebersteins gegen Eid, Pflicht und Ehre waren in den Inquisitionsverhören entkräftet worden (vgl. Webern). - Papierbedingt gebräunt, in den Rändern etwas angestaubt..

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Christian II.

Fürst von Anhalt-Bernburg (1599-1656). Eigenh. Brief mit U. ("Christian, Fürst zu Anhaltt mppria"). Bernburg. 1 S. auf Doppelblatt Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und drei Ringsiegeln.
$ 1,487 / 1.500 € (88187/BN56098)

Seltener eigenhändiger Brief an den Direktor des Fränkischen Ritterkreises Volprecht von Schlitz genannt von Görtz (1602-1677) in Regensburg mit der Bitte um Klärung einer erhofften Sondervergütung, da sich ein Bedienter des Adelsfamilie Berlepsch, Nathanael Jahn, dazu nicht eindeutig geäußert habe: "Ich habe Zwahr, in neuligkeitt, demselben abermals geschriben, undt vermeldet, daß mir, der Nathanael Jahn, Berlepsischer Bedienter, etwas sußpect, undt wangkelmühtig, in seinen berichtten, wegen bewuster, undt vertrösteter gratification, der löbliche, freyen, frängkischen Ritterschaft, vorkähme, undt baldt diß, baldt ein andreß, mich zu persuadieren sich bemühete, also das ich fast nicht weiß, waß ich ihm, dem Nathaneal, (nach so langwieriger gehabter gedultt, und verlangen) zutrauen, und wie ich mich, in diese sache fast schigken, und dieseslbe verstehen soll? [...]".

- Christian II. war als "Der Unveränderliche" Mitglied Nr. 51 der "Fruchtbringenden Gesellschaft", Übersetzer und bedeutender Tagebuchschreiber. - Mit Ausschnitt durch Brieföffnung, wenigen winzigen Randausrissen und Sammlernotiz in Blei, das Adressfeld etwas gebräunt, stellenweise etwas braun- und stockfleckig..

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Christian II.

Fürst von Anhalt-Bernburg (1599-1656). Eigenh. Albumblatt mit U. ("Christian Fürst zu Anhaltt mppria"). O. O. ½ S. (3 Zeilen). Qu.-8vo. Auf ein etwas größeres Trägerpapier montiert. Mit Beilage (s. u.).
$ 793 / 800 € (88188/BN56099)

Mit dem Wahlspruch Christians "Astra petit VIRTUS [...]", darüber die verschlungenen Initialen "ES" in der Jahreszahl 1636. - Christian II. war als "Der Unveränderliche" ab 1622 Mitglied Nr. 51 der "Fruchtbringenden Gesellschaft" und erhielt das Beiwort "Dringet in die Höhe", trug sich allerdings erst 1630 persönlich mit seinem Wahlspruch „Tugendt schwebt oben“ in das Köthener Gesellschaftsbuch ein. Außerdem tat er sich als Übersetzer und bedeutender Tagebuchschreiber hervor. - Papierbedingt etwas gebräunt, leicht fingerfleckig.

Beiliegend eine schöne von alter Hand kolorierte, an den Rändern geringfügig lädierte und gebräunte, Kupferstich-Karte des "Fürstenthumbs Anhalt" (Sachsen-Anhalt) von Mathäus Merian, Frankfurt a. M. um 1650 (Plattengröße 283:353 mm, Blattgröße 402:320 mm)..

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