Christian I.

Christian I.

Herzog von Sachsen-Merseburg (1615-1691). Schriftstück mit eigenh. U. Merseburg. 1 S. Folio. Mit papiergedecktem Siegel.
$ 1,756 / 1.800 € (942599/BN942599)

Quittung über den Erhalt der Halbjahreszinsen von 857 Gulden und 3 Groschen aus Schutz- und Zolleinnahmen in Leipzig: "Daß Unnß aus der Churf. Gleits- undt Acciss-Einnahme in Leipzig von 34.285 fl. 15 gr. darin stehenden Capital ein halben Jahreszinnß, nemblich von Michaelis 1678 biß Ostern 1679 an AchthundertSieben und Fünffizig gülden, 3 gr. 5 pro Centum gerechnet, zu Unnserer Renth-Cammer anhero richtig bezahlet undt verzeuget worden, Selbes bescheiniget [...]". - Mit Regest verso, Kameralvermerken und Gegenzeichnung. Etwas gebräunt und leicht fleckig, an den Rändern stellenweise etwas lädiert.

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Christian I.

Kurfürst von Sachsen (1560-1591). Schriftstück mit eigenh. U. (Fragment, Schluss). Dresden. 29.09.1588. 1½ SS. Folio.
$ 1,902 / 1.950 € (942601/BN942601)

Zur Bestellung eines Amtmanns in Annaburg mit Erläuterungen zur Höhe der Unterhaltszahlungen und Reisekostenzuschüsse sowie zur Verpflichtung, während Abwesenheiten für den Schutz der Getreideböden zu sorgen. Außerdem weist Kurfürst Christian dezidiert darauf hin, dass Veruntreuung geahndet werde; nur die Gebühr für das Messen der Waren ("meßgeldt") dürfe verlangt werden: "[...] Darüber soll Ihme das gewönliche unnd hergebrachte meßgeldt bleiben, ehr aber die keuffere darmit nicht ubersezenn, unnd sich hierüber inn solchem seinem dinste, keiner fernern nuzung, noch genießes underziehenn, sondern Ihme ann der izt erwentenn verordneten underhaltunge, vor sich, unnd die seinen begnugen lassen [...]".

- Mit Siegelspur, Sammlernotiz in Tinte und wenigen kleinen Randein- und Randausrissen. Papierbedingt leicht gebräunt, besonders an den Rändern..

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Christian I.

Fürst von Anhalt-Bernburg (1568-1630). Hs. Brief mit Adresse und großem papiergedeckten Siegel. Amberg (Oberpfalz). ¾ S. Folio. Die hs. Adresse und das papierged. Siegel verso, mit Pergamentstreifen. Mit Beilage (s. u.).
$ 2,439 / 2.500 € (88185/BN56096)

An Johann Georg Hofer von Lobenstein zu Zell (1608-1679) eine Beschwerde die Bewirtschaftung des Lehensguts Lobenstein und Zell betreffend, wobei dieser ein Pferd eingefordert hatte. Fürst Christian tadelt und entgegnet, dass bereits in früheren Jahren Pferde übergeben und Lehen bei der Lehenstube erhalten wurden, bestünde von Seiten Hofers ein rechtmäßiger Anspruch, würde dieser sein Ansuchen "an gebührlichen Orten" stellen: "Unsern grueß zuvor Lieber besonder, Wasmaßen du dich der bedienung des guets Lobenstein unnd darzu gehöriger lehenstuekh beschwert, dass haben wir uß deinem schreiben hören verlesen, weillstich dan befindet, daß die güeter Lobenstein und Zell nicht allein in Anno 1587 mit dreyen Pferden belegt, auch in A.o 1610 damit bedient worden, sondern auch du bißhero obgemeldte lehen bey der lehenstuben empfangen, unnd also deine lehenpflicht unnd darüber gegebene Reuers [Revers, schriftliche Zusage] dahin verbinden, das du solche lehen davon daß eine Pferdt begehrt wirdet, auch verdienen sollest: so wirdestu solchem also der gebür nachzuekommen, unnd gleichwoll wider deine Vettern, so die lehen inhaben, do du deßwegen ein regress oder Zuespruch zuhaben vermeinest solches an gebürlichen ortten ußzuführen wißen [...]".

- Christian I., Begründer der Linie "Anhalt-Bernburg" und calvinistisches Haupt der "Protestantischen Union", war als "Der Sehnliche" Mitglied Nr. 26 der "Fruchtbringenden Gesellschaft". Der Königsmacher des "Winterkönigs" kommandierte glücklos dessen Heer gegen die katholische Liga und sollte wenige Monate später in der "Schlacht am Weißen Berg" unterliegen, worauf ihn eine gegen ihn verhängten Reichsacht für knapp vier Jahre ins Exil nach Schweden fliehen ließ. - Mit Wasserzeichen (Wappen mit Reichsapfel), Empfängervermerk in Tinte, winzigen Papierdurchbrüchen entlang der Faltlinien, einem kleinen Eckeinriss, mehreren parallelen Einschnitten durch Briefverschluss, das Adressfeld leicht angestaubt, stellenweise leicht braunfleckig. Beiliegend eine Reisekosten-Aufstellung über etwas mehr als 20 Gulden für Christian I. als Statthalter des Kurfürsten Friedrich V. in Amberg (Oberpfalz) mit vermerkten Zahlungen z. B. an das spätere Mitglied der "Fruchtbringenden Gesellschaft" Heinrich von Börstell (1581-1647), den Kutscher zwecks Hufbeschlag, diverse Boten ("Botten") und Spenden an arme Leute. Die Liste mit Wasserzeichen (Löwe und "E"), Paraphe und Spuren alter Montage verso..

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