Jean-Antoine Chaptal

Chaptal, Jean-Antoine, Comte de Chanteloup

Chemiker und Politiker (1756–1832). 2 Briefe mit eigenh. U. („Chaptal“). Paris. Zusammen (1½+1½=) 3 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 4to und folio. Jeweils mit Adresse (Faltbriefe).
$ 647 / 600 € (17940)

Jean-Antoine Chaptal, Comte de Chanteloup (1756–1832), Chemiker und Politiker. 2 Briefe mit e. U. („Chaptal“). Paris, [11. Januar und 8. August 1804]. Zusammen (1½+1½=) 3 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 4° und folio. Jeweils mit Adresse (Faltbriefe). – Als Minister des Inneren an den Pathologen und Anatomen Johann Friedrich Lobstein d. J. (1777–1835) mit der Mitteilung, daß er gern die Erlaubnis erteile, für einige Ausländer, die sich derzeit in Straßburg aufhielten, einen Anatomiekurs abzuhalten, allerdings unter der Bedingung, daß dieser weder in der Schule für Medizin noch zu Zeiten, in denen dort andere Kurse gegeben werden, stattfinde: „J’ai réçu, Citoyen, la demande que vous faites pour être autorisé à ouvrir dans l’amphitéâtre de l’Ecole de médecine de Straßbourg, un cours d’anatomie en faveur de quelques Etrangers qui se trouvent en ce moment à Straßbourg.

Vous pouvez faire ce cours, mais il ne peut avoir lieu, ni dans l’Ecole ni aux époques et aux heures des leçons analoques qui s‘y donnent. C’est à ces seules conditions que je puis vous accorder la faveur que vous sollicitez [...]“ (Br. v. 11. Januar). – In dem am 8. August verfaßten Brief dankt er ihm für seine im ersten Semester dieses Jahres im Hörsaal der Anatomie geleistete Arbeit. Er befürworte außerdem dessen Vorhaben, die Ergebnisse der von ihm als Chef durchgeführten Operationen eines jeden Semesters in einem Bericht zu veröffentlichen. – Jean-Antoine Chaptal leistete maßgebliche Arbeit auf dem Gebiet der Önologie und entdeckte etwa die Methode der Trockenzuckerung von Wein zur Erzielung eines höheren Alkoholgehalts durch Zugabe von Zucker zum Traubensaft oder Most vor bzw. während der Gärung (die sog. Chaptalisation). „Das Kapital, das ihm durch den Tod eines reichen Onkels zufiel, steckte er in den Aufbau eines chemischen Werkes zur Herstellung von Mineralsäuren, Alaun, Bleiweiß, Soda und anderer Substanzen. Sein Renommee beruht besonders auf den praktischen Anwendungen, die er insbesondere mit der Optimierung der Produktion der Salzsäure darlegte“ (Wikipedia, Abfrage v. 1. X. 2009). Mit Chaptals Beschluß zur Gründung einer Chambre de Commerce vom 24. Dezember 1802 war die erste Handelskammer im heutigen Deutschland, nämlich in Mainz, gegründet worden. – J. F. Lobstein war 1804 Chef de Travaux der Anatomie geworden, wurde 1819 auf den Lehrstuhl für pathologische Anatomie der Universität Straßburg berufen und hatte seit 1821 auch den Lehrstuhl für Innere Medizin und Klinik inne. „Lobstein leistete einen bedeutenden Beitrag zur anatomischen und pathologischen Grundlagenforschung. Der Untersuchung des vegetativen Nervensystems galt sein besonderes Interesse. In seinem ‚Traité d’anatomie pathologique’ (2 Bde., 1829–33) unterteilte [er] den Stoff der allgemeinen Pathologie erstmals systematisch nach dem anatomischen Charakter der krankhaften Veränderungen. 1827 erschien sein ‚Handbuch der Hebammenkunst’“ (DBE). – Jeweils auf Briefpapier mit gest. Briefkopf des Ministre de l’Interieur. – Leichte Gebrauchsspuren; das Respektblatt jeweils mit kleinem Ausriß bzw. Ausschnitt..

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Chaptal, Jean-Antoine, Comte de Chanteloup

Chemiker und Politiker (1756–1832). Stahlstichportrait. [Paris. 1 S. Schmal-4to.
$ 48 / 45 € (17941)

Jean-Antoine Chaptal, Comte de Chanteloup (1756–1832), Chemiker und Politiker. Stahlstichportrait. [Paris, Blaisot, um 1850]. 1 S. Schmal-4°. – Brustbild en face. – Jean-Antoine Chaptal leistete maßgebliche Arbeit auf dem Gebiet der Önologie und entdeckte etwa die Methode der Trockenzuckerung von Wein zur Erzielung eines höheren Alkoholgehalts durch Zugabe von Zucker zum Traubensaft oder Most vor bzw. während der Gärung (die sog. Chaptalisation). „Das Kapital, das ihm durch den Tod eines reichen Onkels zufiel, steckte er in den Aufbau eines chemischen Werkes zur Herstellung von Mineralsäuren, Alaun, Bleiweiß, Soda und anderer Substanzen.

Sein Renommee beruht besonders auf den praktischen Anwendungen, die er insbesondere mit der Optimierung der Produktion der Salzsäure darlegte“ (Wikipedia, Abfrage v. 1. X. 2009). Mit Chaptals Beschluß zur Gründung einer Chambre de Commerce vom 24. Dezember 1802 war die erste Handelskammer im heutigen Deutschland, nämlich in Mainz, gegründet worden. – In Passepartout..

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Chaptal, Jean-Antoine, Comte de Chanteloup

Chemiker und Politiker (1756–1832). Brief mit eigenh. U. („Chaptal“). „Paris. 1¼ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit Adresse (Faltbrief).
$ 431 / 400 € (23152)

Jean-Antoine Chaptal, Comte de Chanteloup (1756–1832), Chemiker und Politiker. Brief mit e. U. („Chaptal“). „Paris, le 9 Ventôse an 10 de la Republique francaise“, d. i. 28. Februar 1802. 1¼ SS. auf Doppelblatt. 4°. Mit Adresse (Faltbrief). – An den „Citoyen Dubois“, einen Maler. – Jean-Antoine Chaptal bekleidete den Lehrstuhl für Chemie an der Medizinischen Fakultät von Montpellier Languedoc und wurde bekannt als Erfinder der „Chaptalisation“, d. i. die Trockenzuckerung von Wein während der Gärung zur Erzielung eines höheren Alkoholgehalts; 1790 gab er dem zuvor entdeckten Stickstoff den Elementnamen „Nitrogen“ (= Salpeterbildner), wovon sich das heute verwendete Elementsymbol N ableitet.

Nach dem Staatsstreich vom 18. Brumaire VIII wurde er von Napoleon zum Konsul ernannt und folgte 1801 Lucien Bonaparte als Minister des Inneren. „Er führte das metrische System für Gewichte und Längenmaße ein und förderte Künste wie Wissenschaften [...] Chaptals Verdienst war die Wissenschaft populär zu machen und die Entdeckungen der Chemie in Industrie und Landwirtschaft praktikabel anzuwenden“ (Wikipedia, Abfrage v. 26. IV. 2011). – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; stark fleckig und mit kleineren Randausrissen..

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