Schriftsteller (1855–1927). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Wien. Quer-8vo. 1 p.
$ 232 / 200 €
(100462)
An Herrn Oesterlein vom Wagner-Museum: „Soeben sehe ich, dass dasjenige Dokument welches ich am meisten benöthigte, nicht in 467 (Geschichte des Hoftheaters ...) anders in 468 (Beiträge […]) enthalten ist; Ashton Ellis hat beim citiren sich geirrt. - Dürfte ich Sie nunmehr auch um 468 bitten? Ihre Bücher werden bei mir in einem besonderen, abgeschlossenen Schranke, eingewickelt aufbewahrt. - Leider durch starke Erkältung unfähig heute Abd. auszugehen, werde ich morgen (Freitag)-Vormittag jemanden ins Museum schicken.
- Die Lübcke_Hanslick’sche Brochüre hat sehr interessirt; es ist unglaublich, welchen Ton sich die Leute noch 69 gegen Wagner erlaubten! Hoch den treuen Sammler!“..
Schriftsteller (1855–1927). Eigenh. Kartenbrief mit Unterschrift. Blümelgasse 1. 8vo. 3 pp. Kartenbrief.
$ 279 / 240 €
(100463)
An Fritz Witek in Wien: „Zu meinem Erstaunen erfuhr ich gestern von Herrn Lippert, dass Herr von Wolzogen Ihnen schon längst in der betref. Angelegenheit selber geschrieben habe. Mir hat er den Empfang des Briefes nie aufgezeigt, so dass ich Ihnen gegenüber sehr recht verlegen war; denn ich hatte Ihrer Frage nur desswegen an Wolzogen mitgetheilt, um sie noch besser beantworten zu können. - ich dachte er würde an mich schreiben u. ich beabsichtigte dann meine Weisheit zu der seinigen zu thun, damit Sie eine möglichst allzeitig befriedigende Auskunft erhielten.
- Uebrigens, wenn ich Sie recht verstanden habe, so glaube ich, dass Sie in Meinek’s ,Sagenwissenschaftliche Grundlagen’, […] jede wünschenswerthe Aufklärung finden. Doch darüber hoffe ich morgen (Montag) Abend mündlich mit Ihnen zu verkehren. Sie kommen doch natürlich zu Baron […] Vortrag (von Guido Peters am Klavier illustriert); im grossen Keller bei Leber […], abends nach 8 Uhr […]“.
Schriftsteller (1855–1927). Ms. Brief (Durchschlag) mit eigenh. Grußzeile und U. Wien. 1 S. Gr.-schmal-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 407 / 350 €
(25781)
Houston Stewart Chamberlain (1855–1927), Schriftsteller. Ms Brief (Durchschlag) mit e. Grußzeile und U. Wien, 12. März 1904. 1 S. Gr.-schmal-8vo. Mit e. adr. Kuvert. – An den Theologen Max Christlieb (1862–1914) mit Dank „für die freundliche Zusendung des theologischen Jahresberichtes. Ich habe mich ordentlich darin umgesehen, bis es mir wie ein Mühlrad im Kopf herumging. Es ist zwar prächtig von Ihnen, dass Sie den Theologen zuliebe eine solche Arbeit unternehmen; einen geeigneteren Mann finden die Herren gewiss nicht; und trotzdem wage ich zu hoffen, dass Sie ihnen nicht mehr diesen Gefallen tun; ich bin egoistisch genug, Ihre Kräfte in produktiverer Arbeit verwendet zu wünschen – und Allen zu Nutz und Frommen.
Wie steht es eigentlich mit Ihrem Bibelwerk? Erscheint es zugleich mit meinem ‚Kant’? [...]“. – Im Text eine kleine e. Korrektur..
englisch-deutscher französisch- und deutschsprachiger Schriftsteller (1955-1927). Ms. Brief mit Unterschrift. Wien. 4to. 1 p. Gefaltet.
$ 407 / 350 €
(86408)
An den Musikkritiker Theodor Helm in Wien wegen der Zusendung von Rezensionsexemplaren: „Ihren Brief habe ich sofort an die Verlagsanstalt eingesandt; bei solchen Prachtwerken ist es natuerlich nicht moeglich eine sehr grosse Anzahl Recensionsexemplare zu versenden, ich bezweifle aber nicht, dass der Verleger einen Kritiker von Ihrem Ruf und einen so altbewaehrten Vorkaempfer des Bayreuther Meisters gern beruecksichtigen wird; es duerfte auch in seinem wohlverstandenen Interesse liegen. […]“ Bei dem Werk handelt es sich um Richard Wagner. Illustrationen Alexander Frenz. F. Bruckmann, München 1895.
Schriftsteller (1855-1927). Gedr. Dankeskarte mit e. Zusatz. Bayreuth. Quer-32mo. 1 p.
$ 232 / 200 €
(96425)
An einen namentlich nicht genannten Adressaten, wohl der Lyriker und Erzähler Richard Schaukal (1874–1942): „Die Lektüre hat mich wahrlichst entzückt! [...]“. - Aus der Sammlung des spanischen Pianisten Antonio Baciero (geb. 1936).
Schriftsteller (1855-1927). Eigenh. Brief mit U. ("Houston S. Chamberlain"). Florenz. 26.01.1879. 12 SS. auf 6 (= 3 Doppel)Blatt. Gr.-8vo.
$ 558 / 480 €
(32182/BN23049)
An eine "liebe Elise" von der zusammen mit seiner neuvermählten Frau Anna unternommenen Europareise: "[...] die Zeitungen berichten daß mein Onkel, Sir Neville, auf seiner Reise mit dem Vizekönig nach Calcutta gefährlich erkrankt ist. Dies ist überhaupt eine schlimme Sache, denn er dirigirt den ganzen Krieg in Afghanistan, - und die meisten übrigen erfahrenen Männer sind mit im Feldzuge, können folglich mit ihrem Rathe nicht beistehen [...] Ach, wie oft wünschte ich, liebe Elise, ich könnte Dich einmal an einem solchen Tage nach Bello Sguardo oder nach den Höhen von der Via dei Colli hinaufführen; ich glaube Du würdest wie unsre Paolina ausrufen: ‚Es scheint ein Paradies!' - Die entferntren Berge sind alle tief mit Schnee bedeckt, dann kommen die grünen Hügel mit alten italienischen Landhäusern, ein jedes mit einem thurmartigen Aufbau, - und zu Füßen, das sich lang ausdehnende Thal des Arno's, dicht besetzt mit fröhlichen Dörfern und Kirchthürmen.
Gott, welch ein Kontrast, dieses lachende Leben, der trostlosen schlesischen Ebene gegenüber [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt und stellenweise mit kleinen Randläsuren..
Schriftsteller (1855-1927). Eigenh. Brief mit U. O. O. 15.11.1905. 2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit einer Beilage (s. u.).
$ 558 / 480 €
(32183/BN23050)
An einen namentlich nicht genannten Justizrat: "Schon seit Wochen merke ich, dass eine Art Spionagenetz um mich gebreitet wird. Ich verdächtige Fr. Ch. nicht, dass sie direkt eine derartige Absicht verfolgt; sie hat aber leider nicht den Takt besessen die Berührung mit Elementen zu vermeiden, die gerade in einem solchen Augenblick keinen irgendwie gearteten Einblick in die Verhältnisse gewinnen dürfen. Sie korrespondirt mit unserm frühern Dienstmädchen Marianne Tlapak [?], mit einer frühern Aufräumefrau - Frau Wormann, mit einem sehr schmierigen u.
zweifelhaften Dienstmann (!) namens Loprenz [?] ... etc. Diese Menschen bekommen von ihr direkt oder indirekt Geld, ausserdem Versprechungen, Aufträge, etc. Dadurch aufmerksam gemacht, beginnen sie sich auch um mich und um die Beziehungen zwischen mir u. Fr. Ch. zu kümmern [...]". - Beiliegend ein Diktatbrief mit Namensstempel, dat. Bayreuth, 26. Februar 1923, an eine "liebe Grete" mit einer Darstellung seiner beengten finanziellen Verhältnisse und über zu leistende Zahlungen an "A. C.", wohl seiner erste Frau Anna (2½ SS. auf Doppelblatt, kl.-4°)..
Schriftsteller (1855-1927). Goethe. Mit eigenh. Widmung und U. München. Mit zwei Falttafeln. Vortitel, VI, (2), 851, (5) SS. Leinenband der Zeit mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. 4to. Mit zwei Beilagen (s. u.).
$ 988 / 850 €
(48401/BN30843)
Die vom 3. November 1912 datierende Widmung für "Felix Gross | dem aufopferungsvollen Mitarbeiter, | dem Verfasser des Personenregisters | herzlich dankbar | Houston Stewart Chamberlain | Bayreuth, 3. November 1912 | 'Sein Thun und Lassen | In Eins zu fassen | Gönn' ihm das Glück!' (Goethe)". - Beiliegend eine eh. Portraitpostkarte mit U. von Eva Chamberlain (die Bildseite mit einer "soeben gemachten Privat-Aufnahme!" von ihr und ihrem Gatten) sowie eine eh. Postkarte derselben, beide am Alice Maria Gross (ein eh. adr. Kuvert beiliegend).







