Houston Stewart Chamberlain

Chamberlain, Houston Stewart

Schriftsteller (1855–1927). Ms. Brief (Durchschlag) mit eigenh. Grußzeile und U. Wien. 1 S. Gr.-schmal-8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 411 / 350 € (25781)

Houston Stewart Chamberlain (1855–1927), Schriftsteller. Ms Brief (Durchschlag) mit e. Grußzeile und U. Wien, 12. März 1904. 1 S. Gr.-schmal-8vo. Mit e. adr. Kuvert. – An den Theologen Max Christlieb (1862–1914) mit Dank „für die freundliche Zusendung des theologischen Jahresberichtes. Ich habe mich ordentlich darin umgesehen, bis es mir wie ein Mühlrad im Kopf herumging. Es ist zwar prächtig von Ihnen, dass Sie den Theologen zuliebe eine solche Arbeit unternehmen; einen geeigneteren Mann finden die Herren gewiss nicht; und trotzdem wage ich zu hoffen, dass Sie ihnen nicht mehr diesen Gefallen tun; ich bin egoistisch genug, Ihre Kräfte in produktiverer Arbeit verwendet zu wünschen – und Allen zu Nutz und Frommen.

Wie steht es eigentlich mit Ihrem Bibelwerk? Erscheint es zugleich mit meinem ‚Kant’? [...]“. – Im Text eine kleine e. Korrektur..

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Chamberlain, Houston Stewart

Schriftsteller (1855-1927). Eigenh. Brief mit U. ("Houston S. Chamberlain"). Florenz. 12 SS. auf 6 (= 3 Doppel)Blatt. Gr.-8vo.
$ 563 / 480 € (32182/BN23049)

An eine "liebe Elise" von der zusammen mit seiner neuvermählten Frau Anna unternommenen Europareise: "[...] die Zeitungen berichten daß mein Onkel, Sir Neville, auf seiner Reise mit dem Vizekönig nach Calcutta gefährlich erkrankt ist. Dies ist überhaupt eine schlimme Sache, denn er dirigirt den ganzen Krieg in Afghanistan, - und die meisten übrigen erfahrenen Männer sind mit im Feldzuge, können folglich mit ihrem Rathe nicht beistehen [...] Ach, wie oft wünschte ich, liebe Elise, ich könnte Dich einmal an einem solchen Tage nach Bello Sguardo oder nach den Höhen von der Via dei Colli hinaufführen; ich glaube Du würdest wie unsre Paolina ausrufen: ‚Es scheint ein Paradies!' - Die entferntren Berge sind alle tief mit Schnee bedeckt, dann kommen die grünen Hügel mit alten italienischen Landhäusern, ein jedes mit einem thurmartigen Aufbau, - und zu Füßen, das sich lang ausdehnende Thal des Arno's, dicht besetzt mit fröhlichen Dörfern und Kirchthürmen.

Gott, welch ein Kontrast, dieses lachende Leben, der trostlosen schlesischen Ebene gegenüber [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt und stellenweise mit kleinen Randläsuren..

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Chamberlain, Houston Stewart

Schriftsteller (1855-1927). Eigenh. Brief mit U. O. O. 2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit einer Beilage (s. u.).
$ 563 / 480 € (32183/BN23050)

An einen namentlich nicht genannten Justizrat: "Schon seit Wochen merke ich, dass eine Art Spionagenetz um mich gebreitet wird. Ich verdächtige Fr. Ch. nicht, dass sie direkt eine derartige Absicht verfolgt; sie hat aber leider nicht den Takt besessen die Berührung mit Elementen zu vermeiden, die gerade in einem solchen Augenblick keinen irgendwie gearteten Einblick in die Verhältnisse gewinnen dürfen. Sie korrespondirt mit unserm frühern Dienstmädchen Marianne Tlapak [?], mit einer frühern Aufräumefrau - Frau Wormann, mit einem sehr schmierigen u.

zweifelhaften Dienstmann (!) namens Loprenz [?] ... etc. Diese Menschen bekommen von ihr direkt oder indirekt Geld, ausserdem Versprechungen, Aufträge, etc. Dadurch aufmerksam gemacht, beginnen sie sich auch um mich und um die Beziehungen zwischen mir u. Fr. Ch. zu kümmern [...]". - Beiliegend ein Diktatbrief mit Namensstempel, dat. Bayreuth, 26. Februar 1923, an eine "liebe Grete" mit einer Darstellung seiner beengten finanziellen Verhältnisse und über zu leistende Zahlungen an "A. C.", wohl seiner erste Frau Anna (2½ SS. auf Doppelblatt, kl.-4°)..

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Chamberlain, Houston Stewart

Schriftsteller (1855-1927). Eigenh. Brief mit U. Bordighera. 4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Mit einer Beilage (s. u.).
$ 469 / 400 € (32184/BN23052)

An eine Dame: "Nur in aller Kürze kann ich Ihnen meinen aufrichtigen herzlichen Dank aussprechen. Es ist sehr gütig von Ihnen, dass Sie mir über den Eindruck berichten, den Sie von meinen Arbeiten gewannen. Ganz namentlich freute ich mich, dass Sie meinen 'Goethe' noch einmal lesen wollen; denn bei der ungeheuren Subtilität des ganzen Seelenlebens eine Goethe halte ich es für ausgeschlossen, dass ein noch so begabter Mensch bei einmaliger Lektüre sich in diesem herrlichen Labyrinth zurechtfinde.

Lesen Sie doch bitte statt meines grossen Wagnerbuches das kleine (Breitkopf u. Härtel) 'Das Drama Richard Wagner's'. Es ist dann immer noch Zeit das grosse vorzunehmen, wenn das kleine Ihnen etwas gegeben hat [...]". - Beiliegend eine gedruckte Visitenkarte seiner Frau Eva Chamberlain-Wagner mit eigenhändigem Gruß..

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Chamberlain, Houston Stewart

Schriftsteller (1855-1927). Eigenh. Widmung mit U. in: Ders.: Goethe. München. Mit zwei Falttafeln. Vortitel, VI, (2), 851, (5) SS. Leinenband der Zeit mit goldgepr. Rücken- und Deckeltitel. 4to. Mit zwei Beilagen (s. u.).
$ 997 / 850 € (48401/BN30843)

Die vom 3. November 1912 datierende Wwidmung für "Felix Gross | dem aufopferungsvollen Mitarbeiter, | dem Verfasser des Personenregisters | herzlich dankbar | Houston Stewart Chamberlain | Bayreuth, 3. November 1912 | 'Sein Thun und Lassen | In Eins zu fassen | Gönn' ihm das Glück!' (Goethe)". - Beiliegend eine eh. Portraitpostkarte mit U. von Eva Chamberlain (die Bildseite mit einer "soeben gemachten Privat-Aufnahme!" von ihr und ihrem Gatten) sowie eine eh. Postkarte derselben, beide am Alice Maria Gross (ein eh. adr. Kuvert beiliegend).

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