Joachim Heinrich Campe

Campe, Joachim Heinrich

Pädagoge und Schriftsteller (1746–1818). Eigenh. Brief mit U. („Campe“). Trittau. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 3,414 / 3.000 € (22688)

Joachim Heinrich Campe (1746–1818), Pädagoge und Schriftsteller. E. Brief mit U. („Campe“). Trittau, 7. März o. J. 3 SS. auf Doppelblatt. 8°. – An „Herrn Prediger Brüder“ (?), der an einer geplanten Zeitschrift mitzuarbeiten bereit sei (wohl die „Beiträge zur Beförderung der fortschreitenden Ausbildung der deutschen Sprache“, Braunschweig 1795 bis 1797): „Ich danke Ihnen, mein lieber theurer Freund, daß Sie mir einmahl wieder eine Versicherung Ihres unveränderten freundschaftl.

Wohlwollens gegeben haben. Überzeugen Sie sich dagegen von der ununterbrochenen Fortdauer meiner unwandelbaren Werthschätzung u. Ergebenheit. Es freut mich, dass mein Vorhaben auch Ihnen nüzlich zu sein scheint. Da so viel andere wakkere Männer von so viel anderen Orten her mir die nemliche Aufmunterung gewähren, so will[l] ich, so klein auch noch die Zahl der Subskribenten ist, es in Gottes Nahmen wagen, das Werk zu beginnen. Aber vor Michaelis wird die erste Ablieferung nicht geschehen können, u. für Sie u. Ihre Freunde sol[l] die Subskriptionszeit noch bis Ostern offen sein. Wie ich jetzt lebe? So gesund, so ruhig u. so glücklich, als ich vorher niemals war. Durch eine der Natur gemäße arbeitsame u. nüchterne Lebensart bin ich in diesen Jahren wieder zu einem Gefühle der Gesundheit u. Kraft gelangt, welches ich seit meinen Jünglingsjahren nicht mehr kann[n]te. Ich bewohne den angenehmsten Landsi[t]z in einer herrlichen Gegend; u. der größte Theil meiner Zeit ist zwischen dem Unterrichte zweier guter Kinder, der ländlichen Handarbeit und meinen schriftstellerischen Geschäften getheilt. Sehen Sie, lieber Freund, wie sehr ich Ursache habe, mit dem Loose, welches die al[l]gütige Vorsehung mir zugemessen hat, zufrieden zu sein! Der Himmel lasse es allen meinen Freunden eben so wohl werden: dies ist alles, was mir billiger Weise zu wünschen übrig geblieben ist [...]“. – Stellenweise gering fleckig..

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Campe, Joachim Heinrich

Pädagoge, Sprachforscher, Satiriker und Jugendschriftsteller (1746-1818). Eigenh. Brief mit U. Braunschweig. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
$ 2,845 / 2.500 € (32633/BN24694)

An einen namentlich nicht genannten Mitarbeiter in Sachen eines von Campe herausgegebenen Periodikums, wohl die "Beiträge zur Beförderung der fortschreitenden Ausbildung der deutschen Sprache" (Braunschweig 1795-97): "Ew. Wohlgebohren muß ich, in Bezug auf mein neuliches Antwortschreiben, mit Bedauern mittheilen, daß die deutsche Schriftsteller- u. Lesewelt fortfährt, unsere Bemühungen um die weitere Ausbildung der d. Sprache ihrer Bemerkung unwerth zu finden. Da nun die Verlagshandlung es nicht rathsam fand, ein Werk fortzuführen, bei dem ihr nicht einmahl ihre baare Auslage für Papier u.

Druck, geschweige denn die übrigen Verlagskosten, ersetzt werden, und da es auch meiner Art zu denken u. zu handeln nicht gemäß ist, den Leuten etwas aufzudringen, was sie nicht zu haben wünschen: so wurde beschlossen, die Beiträge mit dem 3. St. zu schließen. Allein, da die würdigen Verfasser derselben hierauf erklärten, daß sie in Betracht des Nutzens, den dies Werk zu haben scheine, bereit wären, künftig unentgeldlich [!] etwa zu arbeiten, wenn die Verlagshandlung es unter dieser Bedingung fortsetzen könnte: so habe ich diese dazu vermocht, ungeachtet sie auch so noch einigen Schaden dabei leiden wird. Das Werk wird also nun, aber nur um Gotteswillen, fortgesetzt werden. – Unwissend, ob auch Sie in einer Lage sich befinden, die Ihnen erlaube, um Gotteswillen zu arbeiten, habe ich geglaubt sie hievon benachrichtigen zu müssen, bevor Sie Ihren Vorsatz, uns mit Beiträgen zu diesem Werk zu unterstützen, in Erfüllung brächten [...]“. - Leicht gebräunt, sonst sehr wohlerhalten..

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Campe, Joachim Heinrich

Pädagoge und Verleger (1746-1818). Eigenh. Brief mit U. [Kopenhagen]. 1 S. Qu.-8vo.
$ 2,048 / 1.800 € (936505/BN936505)

An den Kopenhagener Theologen, Orientalisten und Freimaurer Friedrich Münter (1761-1830): "Ermüdet von stetem Herumlaufen in der drükkenden Gewitterluft, verdrieslich über das Ausbleiben eines günstigen Windes und harrend auf den Augenblik, da man uns abfodern wird, bin ich so unfähig, Theil zu nehmen an irgend einer Geselschaft, daß es Misbrauch Ihrer Güte sein würde, wenn ich Ihre verbindliche Einladung annähme. Ich bin für Kopenhagen nun schon abwesend; aber recht oft werde ich mich mit dankbarem Herzen zurükversezen in den Schooß der verehrungswerthen Familie, die mich und meine Kleinen so gütig aufnahm, und es jedesmahl herzlich bedauern, daß mein Aufenthalt in diesem Hauß nur so kurz sein konte.

Mit einem Herzen vol aufrichtiger Hochachtung und Erkentlichkeit / ganz der Ihrige / Campe." - Verso adressiert "An / des Herrn D. Münter / Hochwürden". Leicht knittrig; Spuren alter Faltung..

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