Lothar-Günther Buchheim

Buchheim, Lothar-Günther

Maler, Photograph, Verleger, Kunstbuch- und Romanautor, Filmemacher, Sammler und Gründer des „Buchheim Museums der Phantasie“ in Bernried am Starnberger See (1918–2007). Portraitpostkarte mit eigenh. U. („L. G. Buchheim“). O. O. u. D. 1 S. 8vo.
$ 70 / 60 € (20686)

Lothar-Günther Buchheim (1918–2007), Maler, Photograph, Verleger, Kunstbuch- und Romanautor, Filmemacher, Sammler und Gründer des „Buchheim Museums der Phantasie“ in Bernried am Starnberger See. Portraitpostkarte mit e. U. („L. G. Buchheim“). O. O. u. D. 1 S. 8°. – Brustbild en face in S/W. – Die Verso-Seite mit einem gedr. Schriftenverzeichnis.

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Buchheim, Lothar-Günther

deutscher Maler, Fotograf, Verleger, Kunstbuch- und Romanautor, Filmemacher, Sammler und Gründer des „Buchheim-Museums der Phantasie“ in Bernried am Starnberger See (1918-2007). 4 Briefe (davon 3 mit eigenh. Unterschrift), dazu 3 eigenh. ausgefüllte Leihscheine Buchheims mit Unterschrift. Feldafing. 4to. 7 pp. Gedr. Briefkopf. Gelocht. Mit Eingangsstempel.
$ 1,404 / 1.200 € (80536)

Ein aufschlussreicher Briefwechsel zwischen Lothar Günther Buchheim und dem Haus der Kunst, bei dem sich der Ton Buchheims von Brief zu Brief verschärft. Im Oktober 1957 schreibt er jovial: „[...] Sie sehen, in letzter Minute und gleichsam schon mit einem Fuß im Auto, um nach der Messe zu fahren, schaffe ich es doch noch. [...] Am 10.10. ist die Messe zu Ende. Am 12.10. werden wir wieder vernehmungsfähig sein. [...]“ Ganz anders sieht es am 20.1.1958 aus, als Buchheim bewusst wird, dass seine Leihgaben (Heckel, Kichner, Schmidt-Rottluff) nach der Ausstellung in Rom nach Mailand gingen, wo die Ausstellung ebenfalls gezeigt wurde: „[...] durch Ihren Brief und durch eine Zeitungsmeldung bin ich recht befremdet.

Ich habe Ihnen meine Bilder ausdrücklich als Leihgabe für eine Ausstellung in Rom zur Verfügung gestellt. [...] daß die Bilder nun auch noch nach Mailand reisen [...] ist eine recht üble Unsitte geworden, daß Bilder, die man für eine Ausstellung hergibt, dann einfach weitergereicht werden, meist ohne das Einverständnis der Besitzer. [...]“ Weiter kritisiert Buchheim nach Durchsicht des Katalogs die Zusammenstellung der Werke, die in Italien als „neue deutsche Kunst“ gezeigt wurden. Beiliegend sind auch die drei Leihscheine für die Bilder von Karl Schmidt-Rottluff (Norwegische Landschaft, 1911), Erich Heckel (Schlafender Pechstein) und Ernst-Ludwig Kirchner (Alter Bergbauer), die von Buchheim selbst ausgefüllt wurden. Lothar-Günther Buchheim kam als Autor des Buches „Das Boot“ (1973) zu Weltruhm, aber er war auch Künstler und vor allem Sammler. 2001 wurde das „Buchheim-Museum der Phantasie“ in Bernried am Starnberger See eröffnet. Der zentrale Abschnitt in seinem Leben war der Zweite Weltkrieg, den er als Kriegsberichterstatter der Marine erlebte. In den 1950er Jahren entstand seine Sammlung von insbesondere graphischen Werken des deutschen Expressionismus (vor allem der Künstlergemeinschaft Die Brücke). Da der Wert dieser Kunst noch nicht allgemein anerkannt war, konnte er die Werke zu einem niedrigen Preis erwerben..

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