Luise Brachmann

Brachmann, Luise

eig. Karoline Marie, Ps. L. Klarfeld, Schriftstellerin (1777-1822). Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D. 4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
$ 2,837 / 2.500 € (936406/BN936406)

An ein "Jettchen", d. i. Henriette Coeler: "Zwar hab' ich, mein liebes Jettchen, schon vor einigen Wochen meinen warmen, herzlichen Dank für Ihren lieben Brief ausgesprochen [...]; allein bald muß ich fürchten daß Sie ihn nicht erhalten haben [...] Wie gerne hätte ich Ihnen diese Weihnachten eine kleine Freude gemacht, allein ich kon[n]te es nicht u. muß es mir vorbehalten. Möchte Ihnen doch der Himmel ein so reiches Ihr Herz beglückendes Geschenk geben! [...]". - In Weißenfels, wo sich die Familie der Schriftstellerin 1787 niedergelassen hatte, lernte Luise Brachmann Novalis und dessen Schwester Sidonie von Hardenberg kennen, mit der sie eine enge Freundschaft verband.

"Novalis empfahl sie Schiller, der einige ihrer Gedichte in die 'Horen' und die 'Musenalmanache' für 1798 und 1799 aufnahm. 1803 unternahm Brachmann mit ihrem Vater eine Reise nach Weimar und Jena, wo sie von Schiller, Johann Bernhard Vermehren und anderen empfangen wurden. Nach dem Tod ihres Vaters 1804 versuchte sie, von der Schriftstellerei zu leben, und veröffentlichte Gedichte und Erzählungen (Novellen, 1822)" (DBE, Saur). Ständig in finanziellen Problemen und privaten Problemen ausgesetzt, suchte sie “nach einem exzentrischen Leben aus Liebesgram den Tod in der Saale” (Kosch I, 206)..

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