Arnold Bode

Bode, Arnold

deutscher Maler, Zeichner, Raumkünstler, Kurator, Hochschullehrer und Kunstpädagoge (1900-1977). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Kassel. 4to. 1 p. Gelocht. Mit Eingangsstempel.
$ 1,401 / 1.200 € (80493)

Ernst Neumann vom Münchner „Haus der Kunst“: „Durch Herrn Prof. Mettel Frankfurt, erfuhr ich, dass meine 3 Bilder an Ihre Adresse gegangen sind. Diese Bilder waren für den deutschen Künstlerbund Berlin bestimmt. Durch einen Irrtum gingen diese Bilder nach München. Ich erfuhr, daß Sie ein Bild in Ihrer Ausstellung ausgestellt haben. Hiermit bitte ich Sie bei Schließung der Ausstellung die Bilder an meine Kasseler Adresse zu schicken. Wenn keine Kiste vorhanden ist, so beauftragen Sie bitte einen Spediteur mit der Verpackung und dem Versand. […]“ Bode ist der Begründer der documenta–Weltausstellung der zeitgenössischen Kunst in Kassel.

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Bode, Arnold

deutscher Maler, Zeichner, Raumkünstler, Kurator, Hochschullehrer und Kunstpädagoge (1900-1977). 2 ms. Briefe mit eigenh. Unterschrift. Kassel. 4to. 2 1/2 pp. Gelocht. Mit Eingangsstempel. Gedr. Briefkopf.
$ 934 / 800 € (80626)

An das Haus der Kunst anlässlich der dritten Documenta 64: „[…] wir haben in den letzten Wochen darüber nachgedacht, wir wir die Werkgruppe BRAQUE für die DRITTE DOCUMENTA 64 zusammenstellen können. Wie Sie wissen, soll das Gewicht der sehr konzentrierten Auswahl auf den späten Vogel-Bildern liegen. Diese sind jedoch nicht ohne Schwierigkeiten zu erhalten. Wir wären Ihnen deshalb für Ihren Rat und Ihre Hilfe sehr dankbar, damit es uns gelingt, die Schwierigkeiten zu überbrücken und eine gültige Repräsentation Braques - wie sie mit den Todesvögeln sehr gut möglich wäre - zu erreichen.

Es wäre sehr freundlich von Ihnen, wenn Sie die Möglichkeit hätten, uns einen Zugang zu diesen letzten Bildern zu vermitteln. […] Auch die Kosten einer Alarmanlage müßten wir wohl mindestens für die Alte Gemäldegalerie in Betracht ziehen. Es wäre für uns eine große Hilfe, wenn wir hier, ebenso wie bei der auch für uns notwendigen Klimananlage auf Ihre Erfahrungen zurückgreifen könnten […]“ Gegenbriefe des Haus der Kunst liegen als Durchschläge bei. Der Briefwechsel ist ein schönes Zeugnis der Anfänge der heute weltweit bedeutendste Reihe von Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Es zeigt, welche Vorreiterrolle das Haus der Kunst innerhalb Deutschlands beim Thema Ausstellungen organisieren hatte. Arnold Bode war von 1932 bis 1935 Mitglied der Berliner Secession. 1936 erhielt er Berufsverbot als Künstler, da seine Kunst als „entartet“ galt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Bode zum Vorsitzenden der Hessischen Sezession (1946–1948) gewählt. 1948 gründete Bode mit seinen Kasseler Künstlerfreunden aus den 1920er Jahren die Kasseler Kunstakademie neu, die 1932 geschlossen worden war. In der Ruinenlandschaft der fast völlig zerstörten ehemaligen Residenzstadt entwickelte Bode Pläne für eine große internationale Kunstausstellung begleitend zur Bundesgartenschau im Jahr 1955. Bodes Intention war es, an die internationale Kunst anzuknüpfen und den Nachholbedarf Deutschlands für die „verlorenen Jahre“ des Nationalsozialismus zu befriedigen. Die documenta fand vom 15. Juli bis 18. September 1955 parallel zur Bundesgartenschau in Kassel statt und wurde ein riesiger Erfolg. Bode gelang es, die documenta zur bedeutendsten internationalen Ausstellung zeitgenössischer Kunst zu institutionalisieren. Von 1959 bis 1964 war er alleiniger Ausstellungsleiter der documenta II und documenta III. 1968 wurde ihm zur 4. documenta ein 23-köpfiger documenta-Rat zur Seite gestellt, dessen (nur noch) gleichberechtigtes Mitglied er war..

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