Gottfried Benn

German poet and physician, 1886-1956

Benn had a great influence on German poetry immediately before World War I (as an expressionist), as well as after World War II (as the 'Static' poet). He began his literary career as a poet when he published a booklet titled Morgue and other Poems in 1912, containing expressionist poems dealing with physical decay of flesh, with blood, cancer, and death. His poetry projects an introverted nihilism, that is, an existentialist outlook that views artistic expression as the only purposeful action. In his early poems Benn used his medical experience, often using medical terminology, to portray humanity morbidly as just another species of disease-ridden animal.

Source: Wikipedia

Benn, Gottfried

Dichter und Arzt (1886–1956). Eigenh. Brief mit U. („Papa“). Berlin. 3 SS. auf 3 Bll. 8vo.
$ 5,600 / 5.000 € (11298)

Gottfried Benn (1886–1956), Dichter und Arzt. E. Brief mit U. („Papa“). Berlin, 11. September 1946. 3 Seiten auf 3 Bll. 8°. – Schöner Brief an seine Tochter Nele (verehel. Topsoe, geb. 1915) in Holte (Dänemark): „Liebste Kleine, vielen vielen Dank für Deinen Brief aus Schweden, der gestern ankam. Ich kann Deine Handschrift gut lesen. Interessiert mich Alles sehr. Möchte dort leben, wäre eine Landschaft für mich! Gratuliere zu dem Kleinen Buch. Sein Titel? Ein Rat von mir: spezialisiere Dich nicht auf das Weiblich-Mütterliche.

Deine Intelligenz hat sehr viele männliche intellectuelle Züge, kluge, scharfsinnige, denkerische. Vernachlässige das nicht. Du kannst mehr als nur familiäre Causerieen [?!] schreiben. Dein Denken ist hart u. klar. Verwende auch das. Arbeite auch das in Dir heraus! Lies Plato, Pascal, Taine, auch von Nietzsche die Prosaschriften z. B. ‚Fröhliche Wissenschaft’ u. ‚Jenseits von Gut u. Böse’. Der innere Mensch – das ist die Voraussetzung für Alles; aber der Ausdruck ist das Entscheidende. Dies ist ist auch meine Antwort auf Deine Frage, ob innerliches ‚in sich Hineinsehn’; in der Kunst gilt das Äußere! ‚Olymp des Schein’s’ (Nietzsche)! Artistik! Stil! Meine neue Formulierung: ‚Kunst ist der gelungene Ausgleich zwischen Centrum und Peripherie!’ Die Peripherie ist das objectiv Gewordene, das Einzige, das geschichtlich wird u. bleibt. Das Innere, die Substanz ist selbstverständlich u. immer da u. immer das Gleiche. Form! d. h. geistige Arbeit, sichtbar gewordenes Bemüh[e]n um Ausdruck. ‚Stil ist der Wahrheit überlegen; er trägt in sich den Beweis seiner Existenz’ (G. B.). – Ein philosophischer Brief!! Also keine Gefühle, sondern Gedanken, Form, Distanz! Völlige Klarheit –, wie bei den Franzosen [...]“. – Nele Benn, Tochter von Edith und Gottfried Benn und Enkelin der Dresdner Dichterin Adele Osterloh, lebte nach dem Tod der Mutter 1923 im Hause der Opernsängerin Ellen Overgaard und war später als Korrespondentin für die dänische Tageszeitung „Berlinske Tidende“ in Berlin tätig. In erster Ehe mit Preben Topsoe verheiratet, gingen aus dieser Verbindung 1944 die Zwillinge Tine und Vilhelm hervor; ihr zweiter Mann war der Politiker Poul Soerensen (1904–1969). – Jeweils im linken Rand gelocht (keine Textberührung) und mit Absenderstempel; Bl. 3 mit eh. unterzeichnetem dreizeiligem ms. Vermerk: Diesen Brief habe ich am 6. Juni 1972 Professor Max Marcus, Ramatgan, Israel, geschenkt | Nele Poul Sorensen“; papierbedingt leicht gebräunt und mit kl. Flecken auf der jeweils leeren Verso-Seite..

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Benn, Gottfried

Dichter und Arzt (1886–1956). Eigenh. Brief mit U. [Berlin]. 1¾ SS. 8vo.
$ 3,360 / 3.000 € (11299)

Gottfried Benn (1886–1956), Dichter und Arzt. E. Brief mit U. [Berlin], 3. Oktober 1955. 1¾ Seiten 8°. – An den Publizisten Frank Maraun (d. i. Erwin Goelz, 1903–1981): „Sie haben nicht mehr bei mir angerufen seit Sie im blauen [?] Mantel mit braunem Hut unsere Wohnung verließen. Ich war besorgt darüber. Offenbar haben wir Sie enttäuscht u. Sie waren unzufrieden mit mir. Ich hätte Sie gerne noch manches gefragt. Banalitäten – aber, wenn ich einen Menschen gern habe, denke ich über ihn nach u.

über Einzelheiten seines Lebens. Z. B. heizen Sie in der Regenperiode? [...] Was trinken Sie abends, gar nichts oder Whisky, sind Sie Antialkoholiker? Ich weiß nicht, wie lange ein Brief von hier zu Ihnen hat. Also schließe ich gleich meine Geburtstagswünsche für den 30. X. an u. wünsche Ihnen ein gutes neues Jahr. Nächsten September hoffe ich Sie wiederzusehn [...]“. – Der mit Benn seit langem befreundete Publizist hatte zu Benns 50. Geburtstag 1936 einen sehr enthusiastischen, „Heroischer Nihilismus“ überschriebenen Artikel in der „Berliner Börsenzeitung“ veröffentlicht. „Nach 1945 arbeitete er für die Stuttgarter Zeitung, begründet von einem Nazigegner. Seine Vergangenheit blieb zunächst im Dunkeln – die emphatischen Texte über kriegerische NS-Dokumentarfilme, auch seine Tätigkeit im Goebbels-Ministerium, wo er Autorenkurse leitete, und als ‚Nachwuchschef’ beim Reichsfilmintendanten, wo er u. a. Hildegard Knef entdeckte (‚Sie gefällt durch natürliche Anmut, hübsches Lachen und durch klaren, offenen Blick’). Erst 1963 erhob sich eine öffentliche Debatte, die den Umstrittenen von der Zeitung entfernte und ihm allein das Radio, für das er bereits seit 1948 arbeitete, beließ. Seine Sendungen waren modern, informativ, wertend, ihr Autor wollte den Hörer für die Kunst des Films gewinnen“ (http://osiris22.pi-consult.de/view.php3?show=5100007470728, Stand v. 9. XII. 2007). – Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; leicht zerknittert..

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Benn, Gottfried

Dichter und Arzt (1886–1956). Brief mit eigenh. U. Berlin. 1 S. Gr.-8vo. Mit gedrucktem Briefkopf und ms. Umschlag.
$ 1,960 / 1.750 € (15658)

Gottfried Benn (1886-1956), Schriftsteller. Masch. Brief mit eigenh. U. Berlin, 8. November 1955. Gr.-8°. 1 Seite. Mit gedrucktem Briefkopf und masch. Umschlag. An die Journalistin und Schriftstellerin Gertrud Dahlmann-Stolzenbach (1909-?) in München: "[...] Daß ich Ihren reizenden Brief [...] erst heute beantworte, hat seinen Grund darin, daß ich erst auf Reisen und dann etwas krank war. Ich bin auch oft zu müde zum Schreiben, zum Lesen, zum Denken, selbst wenn es sich um die so verführerische und ehrenvolle Perspektive handelt, daß Sie mich in München wieder vortragen wollen.

Ihre Frage, ob ich Ihnen etwas Neues, Ungedrucktes schicken kann, muß ich leider im Augenblick verneinen. Dafür habe ich meinen Verleger gebeten, Ihnen ein Buch zu schicken, in dem die Einleitung von mir ist und in der ich noch einmal meine Generation überblicke [...] Der Titel des Buches ist: 'Lyrik des expressionistischen Jahrzehnts'. Es ist erst kürzlich erschienen und hat auch im Ausland viel Interesse gefunden [...]"..

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Benn, Gottfried

Eigenh. Brief mit U. ("Benn").
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To an unnamed addressee, sending a contract and the letter of one Dr. Michael. - The great German poet, essayist, and physician was nominated for the Nobel Prize for Literature five times, but never received it. - On headed paper.