Willi Baumeister

Baumeister, Willi

deutscher Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Typograf, Kunsttheoretiker, Autor und Hochschullehrer (1889-1955). 1 ms. Brief mit eigenh. Unterschrift und 1 ms. Postkarte mit eigenh. Unterschrift. Stuttgart. Quer-8vo. 2 pp. Beide Schreiben gelocht.
$ 383 / 350 € (81191)

An die „Neue Gruppe“ in München: „Ohne Ihrer Gruppe ganz verbindlich anzugehören, erlaube ich mir zu Ihrer diesjährigen Ausstellung folgende Künstler zu empfehlen […] diese Werke zu zeigen: Emil Gimiotti […] Eduard Micus […] Klaus Bendixen […] Hannelore Busse […] Erich Fuchs […]“ Er selbst würde sich gerne mit einem Bild beteiligen. - Die Postkarte mit der bitte um 1-2 Belegexemplare des Ausstellungs-Kataloges.

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Baumeister, Willi

deutscher Maler, Grafiker, Bühnenbildner, Typograf, Kunsttheoretiker, Autor und Hochschullehrer (1889-1955). Ms. Postkarte mit eigenhändiger Unterschrift. Stuttgart. 07.10.1954. Quer-8vo. 1 p. Gelocht. Mit Eingangsstempel versehen. Handschriftliche Korrekturen vom Verfasser.
$ 273 / 250 € (81237)

An die Ausstellungsleitung in München E.V. „Ihre ehrenvolle einladung zu einer ausstellung in ägypten ist übermässig kurz befristet. ich kann Ihnen von hier aus keine bilder zuleiten bis zu Ihrem termin. ich schlage Ihnen deshalb vor, sich mit der galerie stangl martius-str 7 in verbindung zu setzen und herrn stangl zu ersuchen, von meinen bei herrn stangl stationierten bilder für Ihre ausst. 2 Bilder übergeben zu lassen. […]“

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Baumeister, Willi

Maler, Graphiker und Bühnenbildner (1889-1955). Ms. Brief mit Zeichnung und eigen. Brief, beide mit U. [Stuttgart]. Zusammen 4 SS.
$ 4,922 / 4.500 € (49337/BN33672)

An Dieter Keller, den Stuttgarter "Kosmos"-Verleger (1909-1985), der zu einer Reihe von Künstlern der Moderne, darunter auch Baumeister, enge Freundschaft pflegte. - 1941 (Typoskript): An seinen Freund an der Ostfront. Er berichtet von einem Missverständnis hinsichtlich der Kosmos-Bücher "o schmach, o wehmut, was habe ich aus purer dummheit, aus einfalt, getan, gemacht, gelüftet den schleier der preiswerten bücher [...]". Das gelbe Briefpapier verwendet er wieder, "dass sie einen tropfen laune bekommen mögen".

- Berichtet von seinem Besuch bei den Axenbrüdern und seiner "eiszeitmalereitechnikforschung ›forschung‹ ist dabei etwas überheblich". Baumeister hatte sich in diesen Jahren mit prähistorischer und primitiver Kunst befasst. - Erwähnt auch einen Besuch der "kerko", wohl Ida Kerkovius, die wieder ein paar Schüler habe. - Einige eigenhändige Korrekturen und Zusätze, am Ende das "Selbstporträt an der Schreibmaschine sitzend" (Tusche, ca. 6:13 cm). - Dieter Keller wurde kurz vor der Schlacht von Stalingrad nach Italien versetzt. - 1944 (eigenhändig): "Die mod. Kunst lehrt Freiheit, deshalb animiert sie auch in diesem Sinn am einzelnen Stück weiter zu machen. Der Nordpol ist nicht allein oben, sonder überall ist oben u.s.w. Alle Möglichkeiten liegen oen. [...] Der Stehkragen war früher ein Ausdrucksmittel für männliche Tugend, irrationaler Art, da er unpraktisch u. quälte und gehörte damit in die primitive Vorstufe zur Tätowierung, die zwar Schmuckbedürfnis aber damit noch nicht genug erklärt ist. Bei ›schönen‹ Dingen frage man nicht nach dem Zweck u.s.w. sondern nach dem Wert der Anregung zum Irrationalen. O ich alter Schulmeister! Alles Beste für Rückzüge und Vorzüge." - Dazu: Porträtfotografie Willi Baumeister. 1954/1959. Mit Anschreiben von Baumeisters Witwe Margaret Baumeister..

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