Emanuel Aufrecht

Aufrecht, Emanuel

Internist (1844–1933). Eigenh. Brief mit U. Magdeb[urg]. 1 S. 8vo.
$ 107 / 90 € (11427)

Emanuel Aufrecht (1844–1933), Internist. E. Brief mit U. Magdeb[urg], 27. November 1883. 1 Seite 8°. – Lt. beiliegender alter Sammlungsbeschreibung an einen Hofrat Winter, d. i. der Mediziner und Bibliothekar Johann Adolf Winter (1816–1901) in Leipzig: „Ich bin mit dem größten Theil der Referate über den Tuberkelbacillus fertig und möchte nur noch bitten mir die genannten, noch fehlenden Aufsätze so bald es Ihnen möglich ist, zugehen zu lassen [...]“. – Emanuel Aufrecht promovierte 1866 bei Rudolf Virchow über Eingeweidesyphilis und war hernach in Magdeburg und Leobschütz tätig.

„Als Facharzt für Innere Medizin galt Aufrecht als Spezialist für Nierenkrankheiten, befaßte sich aber auch, z. T. experimentell, mit der Behandlung der Lungentuberkulose und förderte vor allem die Heilstättenbewegung, z. B. die Gründung der Heilstätten Lostau und Vogelsang. Aufrecht nahm großen Einfluß auf die bauliche Ausgestaltung des Krankenhauses Altstadt und auf die Planung des Sudenburger Krankenhauses“ (http://www.uni-magdeburg.de/mbl/Biografien/0076.htm). Von 1881 bis 87 gab er in Magdeburg die „Pathologischen Mittheilungen“ heraus und war ab 1894 langjähriger Mitarbeiter an Hermann Nothnagels einflußreicher Buchreihe „Specielle Pathologie und Therapie“. – J. A. Winter war als Arzt und Dozent für Augenheilkunde, seit 1850 auch für Ohrenheilkunde, Rezeptierkunde und Geschichte der Medizin in Leipzig tätig, wurde 1853 a.o.Prof. und war von 1859 bis 96 zudem Bibliothekar an der Universitätsbibliothek. Er schrieb u. a. „Beiträge zur Geschichte der Entwicklung des Medizinalwesens im Königreich Sachsen“ (1893) und war seit 1876 alleiniger Herausgeber von „Schmidts Jahrbüchern der in- und ausländischen gesammten Medizin“. – Mit von fremder Hand stammendem Vermerk zum Verfasser am oberen Blattrand der Recto-Seite; beiliegend die erwähnte Sammlungsbeschreibung..

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