Friedrich Simon Archenhold

Archenhold, Friedrich Simon

Astronom (1861–1939). Eigenh. Briefkarte mit („Dr. F. S. Archenhold“). Berlin. 1 S. Qu.-8vo. Mit einem kleinen vom Adressaten montierten Portrait (Zeitungsausschnitt).
$ 295 / 250 € (14624)

Friedrich Simon Archenhold (1861–1939), Astronom. E. Briefkarte mit U. („Dr. F. S. Archenhold“). Berlin, 1. Juni 1934. 1 S. Qu.-8°. Mit einem kleinen vom Adressaten montierten Portrait (Zeitungsausschnitt). – An [Adolf] Leichtle [in Lenzfried bei Kempten i. A.]: „Ich habe mich gefreut, wie schön Sie diese Karte aufmontiert haben und danke Ihnen für Ihr Interesse [...]“. – Archenhold studierte u. a. bei Wilhelm Förster in Berlin und war seit 1891 an der Außenstation Grunewald der Berliner Sternwarte tätig.

„Auf Archenholds Betreiben hin und mit Unterstützung der Industrie wurde für die Berliner Gewerbeaustellung ein großes Fernrohr mit 68 cm Objektivdurchschnitt und 21 Meter Brennweite konstruiert. Nach der Ausstellung wurde es in der Volkssternwarte in Berlin-Treptow installiert, die heute den Namen Archenhold-Sternwarte trägt“ (DBE). Als Wissenschaft unternahm Archenhold u. a. mehrere Reisen zu Sonnenfinsternissen und betrieb Forschungen zu der Natur der Sonnenflecken. „1904 traf er dabei in England erstmals mit Andrew Carnegie zusammen, der später auch die Treptow-Sternwarte in Berlin besuchte. 1907 absolviert er eine längere Reise in die USA, wo er unter anderem mit Thomas Alva Edison, Simon Newcomb, Edward Charles Pickering und Williamina Fleming zusammentraf [... Er] konnte zahlreiche bekannte Wissenschaftler und Forscher zu Vorträgen in der Sternwarte gewinnen, einer der im nachhinein wohl wichtigsten Vorträge dürfte am 2. Juni 1915 der erste öffentliche Vortrag Albert Einsteins zur Relativitätstheorie gewesen sein“ (Wikipedia, Abfrage v. 15. IX. 2008). 1936 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen, wurden Archenhold und seine Frau 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet..

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