Michelangelo Antonioni

Antonioni, Michelangelo

Regisseur (1912–2007). Portraitphotographie mit eigenh. U. verso. O. O. u. D. 150 : 100 mm.
$ 135 / 120 € (54424)

Portrait im ¾-Profil am Set. - Rückseitig der Zusatz “It’s an old picture but the only one I have“. - Nach Kriegsende drehte er Menschen am Po sowie weitere Kurzfilme, 1950 konnte er mit Chronik einer Liebe seinen ersten Spielfilm realisieren.[2] Einige seiner frühen Filme werden mit dem italienischen Neorealismus in Verbindung gebracht. Dabei beschäftigte er sich mit der Nachkriegsgesellschaft, menschlicher Isolation, aber auch mit dem Ausbruch aus Konventionen. Während sich nämlich der reine Neorealismus mit der äußeren Entfremdung des einfachen Menschen von seiner Umwelt beschäftigt, kehrte Antonioni dieses Motiv um.

Seine Anfang der 1960er Jahre entstandene Trilogie, bestehend aus Die mit der Liebe spielen (1960), Die Nacht (1961) und Liebe 1962 (1962), handelt in erster Linie von der inneren Entfremdung und der Zerrissenheit der Protagonisten, die ausschließlich in den oberen Gesellschaftsschichten verkehren. Ein weiteres Thema sind die Möglichkeiten von Medien, Dinge zu zeigen und gleichzeitig zu hinterfragen, wie in seinem bekanntesten Film Blow Up, in dem ein Fotograf auf einem seiner Negative eine Leiche zu sehen glaubt und der Sache auf den Grund gehen will. Zabriskie Point ist eine Hommage an die 68er-Bewegung: In einer Phase gewalttätiger Studentenunruhen brechen ein Student und eine Angestellte aus ihrem alltäglichen Leben und der Konsumgesellschaft aus und treffen sich in der Wüste – ihre Flucht scheitert jedoch ebenso wie die Revolte der Studenten..

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