Heinrich Anschütz

Anschütz, Heinrich

Schauspieler und Regisseur (1785-1865). Eigenh. Brief mit U. und 5 weiteren Eintragungen mit U. seiner Familie. Wien. Zusammen 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
$ 422 / 380 € (33936/BN29607)

An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884): "In freudiger Erinnerung an die früheren schöneren Tage, die wir, Sie als blühender Jüngling, ich als kräftiger Mann, in heiterer Geselligkeit miteinander durchlebten, ergreife ich die Feder, um Ihnen zur Feier Ihres vierzigjährigen Schauspieler-Jubiläums meine aufrichtigsten und herzlichsten Glückwünsche darzubringen. Möge ein gütiges Geschick Sie noch recht lange der Kunst und Ihrem lieben Familienkreis bei voller Gesundheit ungeschwächter Kraft erhalten und Sie einst noch im späten Alter die wohl verdienten Früchte eines treu und gewissenhaft durchwandelten Kunst- und Familienlebens genießen lassen.

Ich fasse mich deshalb so kurz, weil ich noch Anderen Platz lassen muß ihre Gefühle gleichfalls gegen Sie auszusprechen [...]". - Es folgen Gratulationen und Erinnerungen von 5 weiteren Mitgliedern der Schauspielerfamilie Anschütz: I. Anschütz, Emilie (geb. Butenop), Schauspielerin, Frau von Heinrich Anschütz (1795-1866). - II. Anschütz, Alexander Richard, Sänger, Sohn (1815-1868). - III. Anschütz, Ernestine, Tochter (Daten nicht ermittelt). - IV. Anschütz, Roderich, Schriftsteller, Sohn (1819-1895). - V. Anschütz, Auguste (verh. Koberwein, verh. Demuth), Schauspielerin, Tochter (1819-1895). - Etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren..

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Anschütz, Heinrich

Schauspieler (1785-1865). Eigenh. Zitat mit U. Wien. 1 S. 8vo.
$ 166 / 150 € (937718/BN937718)

An ein Enkelkind: "Laß Dich vom Verstande leiten, aber verletze nicht die heilige Schranke des Gefühls. Kehre Dich nicht tadelnd vor der Welt, wie sie ist; suche gerecht zu werden, dann wirst Du Dir gerecht. | Otto Ludwig. | Denke bei Durchlesung dieser Zeilen freundlich, wenn er auch schon zu den Ruhenden unter dem Grase gehört, Deines Dich herzlich liebenden Großvaters […]". - Heinrich Anschütz gehörte von 1821 bis 1861 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und führte dort seit 1828 auch Regie. Er war Hauptdarsteller in den Uraufführungen der Dramen Franz Grillparzers.

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Anschütz, Heinrich

Schauspieler (1785-1865). Eigenh. Zitat mit U. Wien. 1 S. Qu.-8vo.
$ 133 / 120 € (937719/BN937719)

An ein Enkelkind: "Eh der Kaiser uns decket, hat uns die Zeit schon begraben. Denke bisweilen, wenn er auch schon zu den Ruhenden unter dem Grase gehört, in Liebe Deines Dich liebenden Großvaters […]". - Heinrich Anschütz gehörte von 1821 bis 1861 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und führte dort seit 1828 auch Regie. Er war Hauptdarsteller in den Uraufführungen der Dramen Franz Grillparzers.

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Anschütz, Heinrich

Schauspieler (1785-1865) und Anschütz, Emilie (1795-1866). Eigenh. Brief m. U. [Wien]. 3 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Beiliegend Umschlag.
$ 200 / 180 € (937720/BN937720)

Der Brief von Emilie Anschütz-Butenop an ihre Tochter Auguste Koberwein (1819-1895), anlässlich deren Geburtstag umfasst ca. 2 ½ SS. des Doppelblattes: […] Dein Brief hat uns recht gefreut und da es dir in Ischl so gefällt, wirst du wahrscheinlich noch länger dort bleiben und ich werde die Adresse dieses Briefes auch an Frau Pfann richten, damit du ihn sicher erhältst. Bei uns geht es ziemlich im Alten. Den ersten Juli, wo es hier wunderschön war, bin ich mit Vater um die ganze Ringstraße gefahren, was ihn sehr unterhalten hat.

Die Auszieh-Träger haben ihn in seinem Ruhesessel herrlich hinunter und hinauf getragen, und weil es so gut zusammen ging, wollten wir den anderen Tag nach Pötzleinsdorf fahren und zum Mittagessen wieder in die Stadt kommen. Allein der liebe Wind verdarb uns den Spaß, und nun hatten wir es auf gestern den 6. bestimmt, allein es wurde wieder nichts daraus, weil Vater auf einmal Blasenzustände bekam, dass wir um den Arzt schicken mussten […]". Die letzte Seite verfasste Emilies Ehegatte Heinrich Anschütz: "Ich danke dir für deinen lieben Brief, der mir und Allen herzliche Freude gemacht hat. Daß du dich körperlich wie geistig wohl fühlst, ist sehr beruhigend und erfreuend für uns. Bleibe nur so lange in Ischel, als du findest, daß die dortige Luft dir wohl thut und brich den dortigen Aufenthalt nicht aus Vorliebe für Berchtesgaden zu zeitig ab. Zu deinem Geburtstage wünsche ich dir von ganzem Herzen u aus voller Seele das beste Glück, das der Himmel seinen Lieblingen nur irgend gewähren kann […]". - 1818 heiratete Heinrich Anschütz in Wien seine zweite Ehefrau, die Schauspielerin Emilie Butenop, Tochter des Schauspieldirektors Karl Heinrich Butenop. Mit ihr hatte er vier Kinder, die Schauspielerin Marie Emilie Auguste Koberwein (die mit dem Maler Georg Koberwein verheiratet war), den Dramatiker Roderich Anschütz und den Opernsänger Alexander Anschütz (verheiratet mit Elise Capitain) und eine Tochter namens Rosa Johanna Wilhelmine (geb. 1830)..

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