Johann Anton André

André, Johann Anton

Komponist und Musikverleger (1775-1842). Eigenh. Brief mit U. Offenbach. 1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und papiergedecktem Siegel.
$ 2,946 / 2.500 € (80841/BN52463)

An Friedrich Christian Lossius, den Prokuristen der Becker'schen Buchhandlung zu Gotha, dem er bis Jahresende die Begleichung seiner Schulden für die Zusendung des "Allgemeinen Anzeigers der Deutschen" zusagt und den er bittet, ihm fehlende Monate und Register aus den Jahren 1814-1816 und 1820 zukommen zu lassen: "Ferner, könnte ich für die Folge dem allg. Anzeiger im Tausch gegen Werke meines Verlages beziehen? Meine Bibliothek kostete mich schon so viel, u. ich halte ihn mehr dafür, als zum täglichen Durchlesen [...]".

- Am Briefrand links der Antwortvermerk "Nein". - Johann Anton André hatte 1799 für seinen Verlag den handschriftlichen Nachlass Mozarts von dessen Witwe Constanze erworben, nachdem der Breitkopf & Härtel abgelehnt hatte. Die Sammlung war in den folgenden Jahrzehnten die Grundlage für die Mozart-Editionen des Verlags André und von großer Bedeutung für Mozarts Werkrezeption. - Aus der Sammlung Künzel..

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André, Johann Anton

Abschrift aus Kopistenhand von Mozarts „Missa pro defunctis“
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[Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791), Komponist]. – Johann Anton André (1775–1842), Verleger und Komponist. Zeitgen. Abschrift aus Kopistenhand von Mozarts „Missa pro defunctis“ (Requiem KV 626). O. O., um bzw. nach 1812. Titel und 59 SS. auf 30 Bll. Qu.-Gr.4°. Fadengeheftet. – Partitur mit lateinisch unterlegtem Text. – Titel mit mit kl. Schabstellen und kl. Ausriß am rechten unteren Rand (hierdurch kleiner Notenverlust in den zwei letzten Zeilen des umseitig beginnenden Mskpts.); auf unbeschnittenen Bögen mit kleineren Randläsuren, insgesamt jedoch von guter Erhaltung.


André, Johann Anton

Eigenh. Brief mit U.
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To Julius Rietz in Düsseldorf, concerning the outstanding sum for a manuscript by Haydn which André sold for 4 Fried d’or and the wedding of their mutual friend Mendelssohn. - In 1799, André purchased a large volume of Mozart's musical papers (the Mozart-Nachlass) from the composer's widow Constanze, and brought them to Offenbach. This collection contained over 270 autographs and included the operas The Marriage of Figaro and The Magic Flute, a series of string quartets and string quintets, several pianoconcertos, and Eine kleine Nachtmusik. Based on these autographs, the André publishing house (founded in 1774 by André's father Johann André (1741–99) and still owned by the family today) prepared and issued some highly respected editions of Mozart's works, bringing many compositions into print for the first time. - Slightly browned. Rare.


André, Johann Anton

"Allgemeine Bemerkungen". Eigenh. Aufzeichnungen mit U.
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Preface to his list of Mozart's musical manuscripts: "Die hierin thematisch verzeichneten Manuscripte von W. A. Mozart, geb. 27. 1. 1756 und gestorben 5. 12. 1791, enthalten diejenigen seiner Compositionen welche ich besitze und welche ich theils im Jahr 1799 von der Wittwe Mozart, theils späterhin von anderen brieflich als mein nunmehriges Eigenthum an mich gebracht habe. Diese Manuscripte sind nun in der Ordnungsfolge hier verzeichnet, wie sie vom Jahr 1764 anfangend, bis zum Jahr 1784 gehen, von da an Mozart seinen bekannten thematischen Katalog geschrieben und bis an's Ende seines Lebens fortgesetzt hat, und von welchen darin aufgezeichneten Werken ich ebenfalls im Jahr 1799 diejenigen käuflich an mich brachte, welche damals noch vorhanden waren. Da ich einige dieser Manuscripte inzwischen verkauft habe, und dies namentlich an Herrn A. Stumpff in London, und da mir auch etliche abhanden gekommen sind, so habe ich bey denjenigen Manuscripten, welche ich gegenwärtig nicht mehr besitze, ein mit rother Tinte bemerktes [Zeichen] angeführt; so wie ich auch diejenigen Manuscripte, welche meines Wissens bereits gedruckt worden sind, mit einem rothen Strich unterstrichen habe. Diese beyden letzteren Zeichen gelten auch für den gedruckten Katalog. Noch bemerke ich: daß ich diejenigen Manuscripte, bey welchen das Jahr nicht genau angegeben werden kann, ihrem Decennium nach eingetragen habe, somit alle in die 1760ger Jahre gehörigen in die 176-, und die in die 1770er Jahre gehörigen unter 177-. Auch in die 1780er gehörige kommen noch einige mit 178- bezeichnet vor. Die in der 3ten Colonne bemerkte Zahl befindet sich, einer früheren durch Gleissner vorgenommenen Ordnungseintheilung zufolge, auf den Manuscripten." - J. A. André, a talented pianist and son of the Offenbach music publisher Johann André, "acquired Mozart's manuscript archive for 3150 fl. in the year 1800, after Haydn apparently had pointed out the widow's precarious financial situation and Breitkopf & Härtel had declined a purchase in spite of long consideration [...] Thanks to the efforts of Abbé M. Stadler, Constanze's second husband G. N. v. Nissen was able to prepare a checklist in 1798 which would be published in 1828 as an appendix to his Life of Mozart, but the manuscript of which had been the basis of the negotiations. In 1805 and 1828 André published the most important precursor to the Köchelverzeichnis: 'W. A. Mozarts thematischer Katalog [...] nebst einem erläuternden Vorbericht von A. André'. In 1841 he published a checklist, prepared by his student Heinrich Henkel (1822-99), listing all of Mozart's original manuscripts still in his possession, with the purpose of selling them to the highest bidder. After his death the remaining manuscripts were dispersed among his heirs by lottery [...] His lasting credit must be his care for the works of Mozart, based not only on the considerations of a publisher or on the mere joy of possession, but more specifically on his appreciation for the master's epoch-making significance" (cf. MGG I, 459f.). - Damage to the right edge, some tears reaching into the text.