Peter Altenberg

Austrian poet, 1859-1919

"At the fin de siècle, when Vienna was a major crucible and center for modern arts and culture, Altenberg was a very influential part of a literary and artistic movement known as Jung Wien or ""Young Vienna"". Altenberg was a contemporary of Karl Kraus, Gustav Mahler, Arthur Schnitzler, Gustav Klimt, and Adolf Loos, with whom he had a very close relationship. He was somewhat older, in his early 30s, than the others. In addition to being a poet and prolific letter writer, he was an accomplished short story writer, prose writer, and essayist."

Source: Wikipedia

Altenberg, Peter

österreichischer Schriftsteller (1859-1919). 2 eigenh. Briefe m. U., 2 eigenh. Albumblätter m. U. und 6 eigenh. Ansichts- (davon 4 aus dem „Cafe-Central“) bzw. Portraitpostkarten m. U. Wien und o.O. 7 pp. Gr.-4to bis kl.-8vo und die Karten. 1 Brief auf seinem Briefpapier. Mit 3 Umschlägen.
$ 8,180 / 7.500 € (78879)

1) Die Briefe. An Grete Grotte, geb. Jonász in Wien. Wien, verblasster Poststempel: 29.VIII.1902 (?). Bedankt sich für eine Einladung. „[…] Nur sind meine Herzen bereits so elend, dass ich nie einen bestimmten Tag, eine bestimmte Stunde angeben könnte, da ich Ausflugsfähig und parat wäre. Sollte mein Zustand sich irgendwie verbessern, so werde ich mit Freuden von Ihrem Anerbieten Gebrauch machen […]“ Wien (Herbst 1903). „[…] meine Zeitschrift ‘Kunst’ ist noch nicht erschienen.

Die Eröffnungs-Nummer erscheint 15. September. | Sie sind immer so liebenswürdig, so warm zu mir gewesen, ich spürte sofort Ihr zartes Verständnis für mich. | Sie wären eine der wenigen Frauen gewesen, mit denen man in Frieden, in tiefem mythischen Einverständis lange lange hätte dahinwandeln können […]“ 2) Die Albumblätter. O. O., Juni 1901. Für Grete Grotte. „Lebensführung. | ‘Raht’ ich, so rath’ ich – – –’ sagte das Dichterherz. | ‘Raht’ ich, so raht’ ich – – –’ fühlte die Frauenseele […]“ Gmunden 21.VIII.1903 (Poststempel). An „Renate R 19 | Wien | Hauptpost | postlagernd“. „Abends ging sie die einsame Dorfstraße auf und nieder, auf und nieder. | ‘Woran denken Sie denn?!?’ sagte der Dichter zu ihr. | ‘An nichts – – –.’ | ‘Aus diesem Nichts machen wir unsere tiefsten Gedichte’ erwiderte der Dichter. PA“ – Umseitig ein nochmaliger eigenh. Namenszug „Peter Altenberg“. 3) Die Ansichtskarten. Ebenfalls an Grete Grotte in Wien. Wien, Poststempel 13.XI.1900. „[…] Dürstender, wie thöricht bist Du, der Du mit dem unheiligen Trunk Dir Deines Dürstens heiliges Feuer selber verlöschest […]“ Wien, Poststempel 16.XI. (Jahr nicht lesbar). „Die Liebe: | ‘Was thätest Du, Marie, wenn ich Dich verließe ?!?’ | ‘Ich?! Ich würde weinen!’ | ‘Weinen, Marie?!? Ich dachte, Du würdest sterben!?!’ | ‘Weinen ist mehr als sterben […]“ Die Portraitpostkarte zeigt Altenberg in kurzem Badeanzug mit Kappe am Meer. Beiliegend 1 Postkarte mit seinem Namenszug..

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Altenberg, Peter

österreichischer Schriftsteller (1859-1919). 2 Widmungsexemplare: 1) „Wie ich es sehe“. Berlin, S. Fischer Verlag (1901). VIII + 260 S. und 1 Abb. 8o. Orig.-Broschur. Unbeschnitten. 3. Au . der erw. Neuau . 1898. 2) „Was der Tag mir zuträgt“. Berlin, S. Fischer Verlag (1901). XIV + 250 S. und 1 Abb. 8o. Orig.-Broschur. Unbeschnitten. Erste Ausgabe (W/G2 4). Beide leicht (unregelmäßig) gebräunt. Kanten berieben. Bindung gelockert bzw. gelöst (Seiten teilweise lose). Die zweite Widmung mit Au.
$ 3,272 / 3.000 € (78880)

1) „Wie ich es sehe“. – Auf dem Vortitel die eigenhändige, ganzseitige Widmung an Grete Grotte: „[…] Dem ‘realen Leben’ dienend, haben Sie von einem gütigen, gleichsam großmütigen Schicksale eine edle Form und eine romantische Seele mitbekommen, so dass Sie ‘Goetheisch’ wandeln werden, emsig arbeitend und erhaben freudig ausruhend, inmitten von Organisationen, die es nur zu bedrückten Taglöhnern oder zu überspannten und träumerischen Müssiggängern bringen! Auf dem sicheren guten Boden will ich schrei- ten, aber mein Blick berühre des Weltalls Grenzen! Grete Grotte, Lieblichste, in sparsamen Feierstunden werde ich Dich stets im Haine finden, auf Marmorbänken mit ‘Adeligen der Seele’ verkehrend! / Peter Altenberg“.

– Mit einem Gedicht auf Peter Altenberg von fremder Hand auf dem fliegenden Vorsatz. 2) „Was der Tag mir zuträgt“. – Auf S. VI die eigenhändige, ebenfalls ganzseitige Widmung an Grete Grotte: „[…] Alter Baum im Prater: | Was der Baum, im milden Abendhauche, zu meiner Seele flüstert, | flüstert doch nur meine Seele dem Baume zu!?! | Ist’s nicht so mit der Frau, die wir liebhaben?!? Unserer Welten-Seele Gottesodem haucht der impassiblen Natur Leben und Wärme ein – – – – – / [D]er unserer Seele Odem-Erwecker [...] die impassible Natur!!! / Peter Altenberg für die lieblich wunderschöne Grete Grotte.“ Beiliegend ein e. Br. m. U. Altenbergs an Grete Grotte sowie ein e. Schriftstück (beide o. O. u. D.).

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). ALS. O. O. u. D. [Wien. ½ S. 4to. Mit eh. adr. Kuvert.
$ 709 / 650 € (31353/BN12544)

To Ella Saliger, regarding one of her husband's essays.

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Eigenh. Manuskript mit Namenszug am Kopf. Wohl Wien. 1 S. Gr.-4to.
$ 1,963 / 1.800 € (48322/BN30754)

"Wenn der Patient doch wenigstens ganz aufrichtig, ganz wahrheitsgetreu dem Arzte sein Leiden schildern möchte! Dann würde der Arzt noch weniger verstehen als bei einer für seine Auffassungskraft adaptirten Schilderung seitens des Kranken! Dieser erzählt nur gerade so viel als er glaubt noch verstanden zu werden! Also gar nichts Wahres über seine eigenen Mysterien und Räthselhaftigkeiten! Ich bin nicht gegen Das, was die Ärzte wissen! Ich bin nur gegen Das, was sie nicht wissen! [...]". - Mit mehreren eigenh.

Korrekturen, Unterstreichungen und Einfügungen. - Auf Briefpapier des Graben-Hotels, Wien, mit faksimiliertem Namen Altenbergs und Adresse in Rot. - Veröffentlicht in: Peter Altenberg. Fechsung, Berlin 1915..

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Autograph letter signed (initials). O. O. u. D. 2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to.
$ 1,963 / 1.800 € (48355/BN30788)

"My dear, dear friend - much light will always cast much shadow! Thus in my case. It is impossible to write four books as I have done and remain a well-mannered human being! One simply cannot! I love you all much, much more than you can imagine, but my depravation in every respect severs me from your order! But why do you not respect the poet in me, who has paid dearly for this noble title with his happiness, his peace, his health, and with his failed existence?!? Wherever I am, un-rest reigns, for my soul itself is tortured and disquieted throughout every hour! I sense that you all have dropped me mentally and are only waiting for the opportune moment to do it outwardly as well! How did I so disappoint you?!? How could the author of 'Wie ich es sehe', 'Was der Tag mir zuträgt', 'Prodromos', 'Märchen des Lebens' ever disappoint, save by a worthless book?!? I have emancipated myself from woman and her shameful thralldom, and thus have become the first 'Farouche'! Why hold this against me, rather than learn from me, profit from me?!? Last time, Klimt did not invite me to his table anymore, where his girlfriend sat, whom I revere [...] Alas! I have borne much, much - solitude and despondency are my destiny on all sides! Only the courage to place the revolver properly...! [...]"..

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). "Drama". Eigenh. Manuskript. Wien. 1 S. 4to.
$ 3,054 / 2.800 € (49332/BN33667)

Veröffentlicht in Altenbergs "Nachfechsung", erschienen 1916 bei S. Fischer in Berlin. - "Ich habe ihn also ›betrogen‹ mit seinem ›besten‹ Freunde. | Eines Sonntag Vormittags, mein Töchterchen und ich ›rüsteten‹ gerade zu einer Landpartie, da erschaute ich ihn, in seinem Büro nebenan sitzend, für uns arbeitend. Plötzlich legte er den Kopf in die Hände und weinte. | Ich sagte zu meinem 9-jährigen heiß geliebten Töchterchen: | Es wird ein Gewitter kommen, wir bleiben heute zu Hause, die neuen Frühlingshüte, die uns der liebe Papa gekauft hat, sollen nicht ruiniert werden wegen nichts und wieder nichts!" - In der gedruckten Fassung erschaut die Erzählerin nicht "ihn" sondern "meinen Gatten".

- Das Motiv bzw. die Figur des "Töchterchens" spielte im Werk von Peter Altenberg eine zentrale Rolle. - Auf Briefpapier des Wiener Graben-Hotels. - Horizontale Faltspur. - Ehemals gerahmt und im Passepartoutausschnitt etwas gebräunt..

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Portraitpostkarte mit eigenh. U. (verso). [Wien. 1 S. Qu.-8vo. Mit hs. Adresse.
$ 436 / 400 € (935985/BN935985)

An Richard Stern in Wien Leopoldstadt.

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Autograph letter signed. Wohl Wien. 1 S. Gr.-4to.
$ 1,636 / 1.500 € (62332/BN45548)

To the Viennese Children's Relief Organisation, making a proposal in view of the growing number of child abuse. - On headed paper "Graben Hotel" where Altenberg resided from 1913 until his death.

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien. ½ S. Gr.-4to.
$ 1,854 / 1.700 € (62333/BN45549)

Wohl an die Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft: "Ersuche dringendst, diese so ungerechte stupide feige grausame, angeblich christliche Welt zu korrigieren, indem sie das gefolterte Kind seiner Megäre, seinem Vieh von Mutter entreissen! [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Graben-Hotels, in dem Altenberg von 1913 an bis zu seinem Tod lebte, und mit Altenbergs rotem Absenderstempel; rechts oben mit blauem Farbstift numeriert "3"; verso ein ganzseitiger eh. Briefentwurf des Adressaten; Faltspuren.

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Eigenh. Brief. Wohl Wien. ½ S. Gr.-4to.
$ 1,636 / 1.500 € (62334/BN45550)

Wohl an die Kinder-Schutz- und Rettungsgesellschaft. Unter einem montierten Zeitungsausschnitt über den Fluchtversuch einer Achtjährigen aus der elterlichen Wohnung notiert Altenberg: "Auch Das [!] scheint nur oder ist vielmehr für mich ganz sicherlich nur Todesangst vor barbarischer Züchtigung und Mishandlung [!] Bitte dringendst um Hilfe!" - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Graben-Hotels, in dem Altenberg von 1913 an bis zu seinem Tod lebte, und mit Altenbergs rotem Absenderstempel; mit Eingangsstempel.

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Eigenh. Bildpostkarte mit U. ("PA"). O. O. u. D. 1 S. 8vo.
$ 1,036 / 950 € (62335/BN45551)

Die Bildseite mit einem Portrait der etwa vier- oder fünfjährigen Prinzessin Alexandra von Hohenlohe-Langenburg, zu der Altenberg festhält: "Mein ästhetisches Ideal!" - Beiliegend zwei Bildpostkarten mit Peter Altenberg als Motiv.

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Altenberg, Peter

Schriftsteller und Literat (1859-1919). Eigenh. Brief mit U. [Wien]. 2 SS. auf 2 Bll. 4to.
$ 1,963 / 1.800 € (72778/BN46832)

Begeisterter Brief an den Schauspieler Edgar Klitsch: "Ich habe Sie zum erstenmale im Leben in dem Stücke 'Gabriel Schilling's Flucht' erlebt! Ja, ich wußte bis dahin nicht einmal, daß Sie überhaupt existiren, also gänzlichst unbeeinflusst, weder pro noch contra, ich weiß bis heute [...] nicht, wie Sie im realen Dasein aussehen, habe niemals ein Bild von Ihnen gesehen. Ich halte Sie für einen der allerwertvollsten, innerlichst männlichen, nüchtern-gediegensten, selbstverständlichsten, aus natürlichen, überschüssigen, geistig-unbewußten Kräften heraus funktionirenden Künstler, der mehr, viel mehr kann als er will; also das 'Genialische' im Manne [...] 'Egmont' ist Ihre Rolle; aber auch 'Wallenstein'.

Ich spüre in Ihnen den ewig in der Erinnerung fortlebenden Eichen-starken 'Ludwig Gabillon'! Überlassen Sie doch die sogenannten 'Liebhaber' den 'Lieb-habern'!!! [...]". - Einige Falteinrisse mit (durchfettendem) Klebefilm repariert; Bl. 1 mit einem kleinen (etwas in einen Buchstaben hineinreichenden) Ausriß..

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Altenberg, Peter

e. Manuskript m. Namenszug am Kopf.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Peter Altenberg (1859-1919), Schriftsteller u. Literat. E. Manuskript m. Namenszug am Kopf,o. O. [Hotel Panhans am Semmering] u. D., vier Seiten kl.-4°. Das erste Blatt mit gedrucktem Briefkopf „Hotel Panhans am Semmering“. Violetter Kopierstift. Satzanweisungen mit Blei- und Buntstift. Das Manuskript betitelt mit „Anregung. von Peter Altenberg“. „Mich reizen nicht die ‚unsterblichen Verdienste’ des genialen Menschenfreundes ‚Wienerwald-Schöffel’, mich reizt nur die naturgemäße Voraussicht eines verhältnismäßig normalen Intellektes. Ich verlange dringend und sofort einen ‚Natur-Schutz-Park: Payerbach – Steinhaus’! Alles was hier Wald und Wiese schädigt, hat von nun an verboten zu werden! Dieses Reservoir von Lebensenergieenhat erhalten zu bleiben für die sich sonst aufreibenden Menschen! Nur diejenigen Anlagen sind von nun an in diesem Gebiete erlaubt, die der Erholung der Menschen dienen. Industrielle Anlagen, wie Steinbruch, Gypswerk, Fabrik etc. etc. sind verboten; sogar kleinste Parzellen sind zu schützen! Es ist ein Naturpark zu proklamieren: Payerbach – Steinhaus, in dem sogar das Abpflücken von Bergblumen streng verboten ist. Bergtiere sind anzusiedeln. Als Wächter haben die bisherigen Blumenbrocker angestellt zu werden, die nur mit Widerwillen bisher ihren geliebten Bergschmuck verschachern mussten! Keine langen öden Verhandlungen; ein Federstrich von kompetenter Seite genügt!“