Franz Alt

Alt, Franz

österreichischer Vedutenmaler, Bruder von Rudolf von Alt (1821–1914) Eigenh. Brief mit Unterschrift. Gresten. 8.8.1900. Kl.-8vo. 2 pp. Doppelblatt. Mit eigenh. Kuvert.
$ 467 / 450 € (86416)

Brief an Philipine Hiecke [d.i. Marie von Najmájer] in Wien: „Auf Ihre an mich gestellte Frage kann ich leider keine ganz befriedigende Antwort geben, das anno 1872 nach Grillparzers Tode von mir nach der Natur aufgenommenen […] derselben ist nur in wenigen kleineren Photographien vervielfältigt worden. Das Original wurde einige Jahre später in einer Ausstellung […] von Nicolaus Dumba angekauft. Ein zweites Exemplar existirt von mir nicht. Wie es kommt, daß auf demselben die Gestalt des Dichters fehlt, weiß ich nicht zu erklären, da ich mit Dumba in keinem persönlcihen Verkehr stand.

[…]“ Franz Alt studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Leopold Kupelwieser und Josef Danhauser. Ab 1844 arbeitete er als selbständiger Künstler. Franz Alt unternahm Studienreisen nach Tirol und Oberitalien, besuchte auch Moskau, St. Petersburg, Paris und London. Franz Alt wurde hauptsächlich als Vedutenmaler bekannt. Er war mit Graf Kázmér Miklós Esterházy de Galántha (1805–1870) und mit Marie von Ebner-Eschenbach befreundet. Alt schuf insgesamt etwa zweitausend Aquarelle und Ölbilder. Er wurde in einem Ehrengrab auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet..

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Alt, Franz

Maler (1821-1914). Eigenh. Briefkarte mit U. Wien. 28.11.1889. 1 S. 8vo.
$ 156 / 150 € (939310/BN939310)

An den Kunsthändler V. A. Heck: "Seit gestern Abends hier angelangt, habe ich heute früh meine Aquarelle in Empfang genommen, u. dabei die unangenehme Entdeckung gemacht, dass die Cartour nicht nur ziemlich abgegriffen, sondern der vom Graben in eckelhafter Weise von Fliegen beschmutzt ist, u., was noch schlimmer, das Aquarell von Venedig in der blauen Luft eine breite Doppelfalte hat, woraus ich schließen muß, daß meine Bilder mit wenig Sorgfalt u. Rücksicht behandelt wurden. Ich bitte nun Ihre Mappe samt Empfangschein baldigst abheben zu lassen, da sie mir hier im Wege steht […]".

- Der Bruder von Rudolf von Alt wurde zunächst von seinem Vater Jakob Alt ausgebildet und studierte seit 1836 an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Er kopierte anfangs andere Künstler, auch seinen Vater; um 1840 entstanden seine ersten selbständigen Werke. Er unternahm zahlreiche Studienreisen, die ihn durch halb Europa führten. Landschaftsdarstellungen, Stadtansichten und Interieurs herrschen vor; Aquarelle und Bleistiftzeichnungen bilden den Hauptteil seines etwa 3500 Werke umfassenden Oeuvre..

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