Willibald Alexis

Alexis, Willibald

Schriftsteller (1798–1871). Eigenh. Brief mit U. Arnstadt. 1 S. Kl.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief).
$ 473 / 400 € (8850)

Willibald Alexis (1798–1871), Schriftsteller. E. Brief mit U., Arnstadt, 14. Oktober 1858, 1 Seite kl.-4°. Mit e. Adresse (Faltbrief). – An die Gattin des Musikkritikers und Schriftstellers Ludwig Rellstab (1799–1860): „Wie geht es mit Rellstab? Dies nur, liebe Cousine, sollte dieser in Eil[e] geschriebene Zettel gelten. Eine bloße Frage, denn das Briefschreiben ist mir, nach wie vor, eine peinliche Mühe. Aber wir wissen so lange, lange nichts! Das ‚es geht ihm besser’, genügt uns wenig, aber wir wissen wie lange ich, beinahe 3 Jahre, an dem besser werden gegessen habe.

Ist er noch in Tegel? Kann er lesen? Schreiben? Wie? etc. [...] Wir hatten auch Besuche und Gäste (Isabella mit ihrem Kinde blieb etwa 2 Monat)[,] ein sehr bewegter Sommer [...] Und die kleine Landökonomie, die natürlich das meiste kostet, ist doch weiter nothwendig zu meiner – ja aller Beschäftigung, Erholung, Genesung [...] Jetzt wird geklebt, gestopft, gezimmert u. geschachtelt [...] Das kostet auch Geld u. Geld u. mehr als die Einnahmen reichen [...]“. – Ludwig Rellstab hatte auf ausgedehnten Studienreisen Goethe, Jean Paul, August Wilhelm Schlegel, E. M. Arndt, J. P. Hebel und Beethoven aufgesucht, war 1825 nach Berlin zurückgekehrt und betätigte sich als Schriftsteller, Librettist (u. a. „Dido“, Musik von Bernhard Klein, Uraufführung 1823), Übersetzer und Kritiker und zählte als erster ständiger Musik- und Opernreferent der „Vossischen Zeitung“ von 1826 bis 48 zu den einflußreichsten Kritikern Berlins. Auf ihn zurück geht die Namensgebung „Mondscheinsonate“ für Beethovens Klaviersonate op. 27; einige seiner Gedichte wurden von Franz Schubert vertont (darunter etwa „Leise flehen meine Lieder“). – Mit größerem Ausriß (hierdurch Textverlust in sieben Zeilen im Umfang von jeweils etwa ein bis drei Wörtern) und alten, unbed. Montagespuren..

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