Johann Graf von Aldringen

Aldringen, Johann Graf von

Feldmarschall (1588-1634). Eigenh. Brief mit U. Peuerbach. ¾ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und Siegelresten (Faltbrief).
$ 2,258 / 2.000 € (941729/BN941729)

An die Standesherren von Linz mit der Ankündigung der Ankunft kaiserlicher Truppen, zu deren Unterhalt die Stadt verpflichtet war: "Meine Herren wissen sich zuerynnern, was bey denselben Ich wegen der aus Schwaben ankhomenen Kay. Truppen, und das dieselben auf etliche wenig Tage im Landt verbleiben und underhalten werden mögen, anbringen, unnd dieselben mich darauff beschaiden lassen. Weilen nun Ich zu meiner alhero Ankunft soviel befunden, daß gemelte Kay. Truppen beraits dieser arthen angelangt, alß wollen meine Herren gebeten sein, sich gefallen zu lassen, alsobalden einen Commissarien zu dem ende abzuordnen, damit nach meiner Herren disposition denselben die Quartiren angewiesen, die Verpflegung darauf geraicht und mit dem underhalt versehen werden [...]".

- Der aus verarmtem Adel stammende Johann von Aldringen stieg in bayerischen Diensten unter Tilly zum Oberst auf. Als Offizier Wallensteins hatte er großen Anteil am Sieg in der bedeutenden Schlacht bei Dessau 1626. Im Mantuanischen Erbfolgekrieg (1628-32) kämpfte er in kaiserlichen Diensten und war an der Plünderung von Mantua im Juli 1630 beteiligt. Nach dem Tod Tillys am 30. April 1632 erhielt er den Oberbefehl über das Heer der Liga und stieg bald zum Feldmarschall auf. Als Mitverschwörer gegen Wallenstein wurde Aldringen mit Gütern des ebenfalls ermordeten Generals Wilhelm Kinsky in Nordböhmen belohnt. Johann von Aldringen fiel beim Sturm der Schweden auf Landshut am 22. Juli 1634. - Mit Sammlervermerk in Bleistift. Wohlerhalten..

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