Hans Richard Weinhöppel

Weinhöppel, Hans Richard

deutscher Kapellmeister und Komponist. Er publizierte auch unter seinem Pseudonym Hannes Ruch (1867-1928). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Köln. 8v0. 2 1/4 pp. Doppelblatt.
350 € (83742)

An einen namentlich nicht genannten Komponist: „Meinen Freunde Max Halbe Ihre Adresse verdankend, erlaube ich mir, Ihnen die Vertonung Ihres wundervollen ,alten Reiterliedes’ zu übersenden. Ich habe es vor einigen Wochen in einen Kriegsliederbuche entdeckt und war sofort zu der einfachen Melodie insiriert, die ungarischen bereit viele Freunde gefunden hat. Hoffentlich werden auch Sie Freude daran haben. Vielleicht senden Sie mir noch einige Manuscripte, die Sie gerne vertont haben möchten.

[…]“ Hans Richard Weinhöppel studierte an der Königlich Bayerischen Musikschule München, wo er u. a. bei Josef Gabriel Rheinberger Unterricht in Kontrapunkt hatte, und begann zunächst eine Laufbahn als Opernsänger. 1892 wurde er Theaterkapellmeister an der Opéra Française in New Orleans. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er von 1901 bis 1903[3] Mitglied, musikalischer Leiter und Coupletkomponist des Kabaretts Die Elf Scharfrichter in München. Er führte dort den „Scharfrichter-Namen“ Hannes Ruch, unter dem er auch seine für das Kabarett verfassten Lieder und Werke publizierte.[4] Mit Frank Wedekind, von dem er eine Reihe von Liedern vertonte, verband ihn eine langjährige enge Freundschaft. In Wien war er musikalischer Leiter des von Marc Henry und Marya Delvard gegründeten Kabaretts Nachtlicht (1906) und des Cabaret Fledermaus (1907). Von 1906 bis 1927 war Weinhöppel Professor für Sologesang und mimische Darstellung am Kölner Konservatorium..

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