Otto Wagner

Architekt, 1841-1918

Otto Wagner war der bedeutendste österreichische Architekt, Architekturtheoretiker und Stadtplaner Wiens in der Belle Epoque bzw. des Fin de siècle. Seine Jugendstilbauten, seine universitäre Tätigkeit und seine Schriften über Stadtplanung verhalfen ihm in den 1890er Jahren zu Weltgeltung. Aus Wagners Schule gingen etliche bedeutende Architekten hervor; zum innersten Kreis um Wagner werden Josef Hoffmann, Emil Hoppe, R.M. Schindler, Otto Schönthal und Marcel Kammerer gezählt. Aber auch Jan Kotěra, Joseph Maria Olbrich, Jože Plečnik, Hubert Gessner, Max Fabiani, Karl Pirich, Ernst Lichtblau und viele mehr zählen zu seinen Schülern.

Quelle: Wikipedia

Wagner, Otto

Architekt (1841-1918). 7 (davon 5 eigenh. und 2 hs.) Briefe mit eh. U. Wien. Zusammen 4½ SS. auf 7 Bll. Meist gr.-8vo. Mit vier von Hand des Schreibers der zwei hs. Briefe adressierten Kuverts.
6.500 € (34234/BN30028)

An den Bildhauer Rudolf von Weyr (1847-1914) über das zu errichtende Lueger-Denkmal in Wien, zu dem Weyr einen später prämierten Entwurf eingereicht hatte: "Vor Allem möchte ich Dich versichern, daß ich Dir nicht wegen der Monument-Konkrenz [!] schrieb. Du wirst es gleich hören - warum! Also zur Sache. Die Urtheile, welche Fachmann und Laien über die Lueger-Denkmal-Konkrenz abgaben, sind nicht weniger als günstig ausgefallen. Man war einmütig der Ansicht, daß keins ein Schlager war, daß keines der Projekte auch nur befriedigte, daß keiner der Konkrenten die die Monumentalität genügend betonte, daß bei der unvermeidlichen Naturalistik, welche die Luegerstatue haben müsse, der 'Stil unsrer Zeit' der vom Denkmal nicht zu trennen ist, ect.

ect. fehlte. - Ich glaube nun eine Idee zu haben die ein Schlager ist und auch alle geäußerten Wünsche vereinigt. Es wäre meiner Ansicht nach schade, wenn diese Idee verloren ginge; zur Durchführung brauche ich aber Dich! [...]" (aus Wagners erstem, vom 7. April datierenden Brief). - Jener Entwurf, der schließlich aus 53 eingesandten Entwürfen ausgewählt wurde, stammte von Josef Müllner (1879-1968), Professor an der Akademie der Bildenden Künste, und trug den Namen "Früchte bringe das Leben dem Manne". Von Müllner zwischen 1913 und 1916 geschaffen, wurde es kriegsbedingt und infolge einer anschließend aufgekommenen Diskussion über den Aufstellungsort erst im September 1926 enthüllt; seither steht es auf dem 1926 nach Lueger benannten Platz im ersten Wiener Gemeindebezirk und nicht, wie ursprünglich geplant, am Platz vor dem Rathaus. - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf..

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Wagner, Otto

Architekt (1841-1918). Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D. 1 S. Visitkartenformat (106 x 66 mm).
1.800 € (944060/BN944060)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte um "2 Parquetsitze für morgen 'Fuhrmann Henschel'".

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Wagner, Otto

Architekt (1841-1918). Brief mit eigenh. U. Wien. 20.08.1885. 1 S. 8vo. Gedruckter Briefkopf.
1.500 € (944061/BN944061)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit Gegenwärtigem übersende ich Ihnen den Plan der Wohnung im I. Stocke No. 22 und 23 des Hauses I. Bez. Lobkowitzplatz No. I und sehe Ihren weiteren Mittheilungen entgegen". - Otto Wagner arbeitete 1884/85 an dem Mietshaus am Lobkowitzplatz.

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Wagner, Otto

Architekt (1841-1918). 3 eigenh. Entwürfe zu einer Inschriftentafel (Silber auf Elfenbein). [Wien. (1+1+1 =) 3 SS. auf 3 Bll. Gr.-8vo. Bleistift bzw. Tinte auf Papier.
6.500 € (60790/BN44476)

Die Inschriftentafel (Silber auf Elfenbein) wurde gestiftet von der Bürgervereinigung des V. Wiener Bezirks anlässlich des 50. Geburtstags des Malers Joseph Sturm. - 1 Bl. mit gedr. Briefkopf, die 2 anderen Bll. Transparentpapier; mit Spuren von Büroklammern; etwas knittrig und mit kleinen Randläsuren.

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Wagner, Otto

Architekt (1841-1918). 14 eigenh. Briefe mit U. und 2 eh. Handzeichnungen. Wien. Zusammen 19½ SS. auf 25 Bll. 4to und 8vo. Die zwei Zeichnungen auf einem mittig gefalteten Quartblatt.
15.000 € (60872/BN44705)

Bislang unbekannte Folge von Briefen an Baron Franz Wetschl, den Kanzleidirektor des Obersthofmeisteramtes und Präsidenten des Hofbaucomités. Die Schreiben betreffen zunächst die durch den Tod Hasenauers aufgetretenen Probleme bei der Fertigstellung des Burgtheaters und des Michaelertraktes der Hofburg (siehe Zitat) sowie Wagners Ernennung zum Oberbaurat (1894). Im weiteren handeln die Briefe von Fragen im Zusammenhang mit dem Stadterweiterungsfonds und dessen Finanzierung. - "Ihre Angelegenheit spukt mir seit gestern im Kopf herum.

Nun bin ich nicht allein von dem Wunsche beseelt mich bei Ihnen recht auszuzeichnen, sondern auch der ganz verfahrenen Sache zu dienen u. auf die Beine zu helfen. Um nicht viel Langes u. Breites zu schreiben, fasse ich das Resultat meiner Beobachtungen in nachfolgende Punkte zusammen und sollen sie durch mitfolgende Schmierzeichnun[ungen] erläutert werden. 1. Niedzielsky ist auf keinen Fall zu engagieren. 2. Gruber ist in Gnaden zu entlassen. 3. Hofer ist mit der Bauaufsehung zu betrauen. 4. Das Hofbaucomité ist durch Otto Wagner zu verstärken [...]" (Br. v. 23. X. 1896). - Von den zwei mit grüner Feder ausgeführten Zeichnungen, die beide zu dem zitierten Brief gehören dürften, zeigt die eine eine Doppelsäule der Front der Neuen Hofburg gegen den Heldenplatz, die andere ein barockisierendes Architekturelement; beide Zeichnungen sind ebenfalls von Wagner mit schwarzer Tinte kommentiert worden. - Meist auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf..

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Wagner, Otto

Architekt (1841-1918). Zeugnis mit eigenh. U. Wien. 11.07.1902. 1 S. Folio.
750 € (85584/BN56220)

Frequentationszeugnis der k. k. Akademie der Bildenden Künste für einen Franz v. Kéler, dem außer von Otto Wagner auch von Siegmund L’Allemand bescheinigt wird, dass er beide Semester des Studienjahres 1901/02 die "vom gefertigten Professor geleitete Spezialschule für Architektur" besucht habe und noch besuche. - Mit 30 Heller-Stempelmarke; kleine Randläsuren und leicht unfrisch.

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Wagner, Otto

Architekt (1841-1918). Zeugnis mit eigenh. U. Wien. 10.03.1904. 1 S. Folio.
650 € (85688/BN56352)

Frequentationszeugnis der k. k. Akademie der Bildenden Künste für einen Franz v. Kéler, dem außer von Otto Wagner auch von Christian Griepenkerl bescheinigt wird, dass er beide Semester des Studienjahres 1903/04 die "vom gefertigten Professor geleitete Spezialschule für Architektur" besucht habe und noch besuche. - Mit 30 Heller-Stempelmarke; kleine Randläsuren und leicht unfrisch.

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