Richard Strauss

Komponist, 1864-1949

Richard Strauss war ein deutscher Komponist des späten 19. und des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine orchestrale Programmmusik (Tondichtungen), sein Liedschaffen und seine Opern bekannt wurde. Strauss war außerdem ein bedeutender Dirigent und Theaterleiter sowie ein Kämpfer für eine Verbesserung des Urheberrechts. Strauss hat über 250 musikalische Werke geschrieben, insgesamt 61 Orchesterwerke (einschließlich der für Soloinstrumente), 45 kammermusikalische Kompositionen, 75 Lieder, 33 Orchesterlieder, 19 Chorwerke und 21 Bühnenwerke.

Quelle: Wikipedia

Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Weimar. 8vo. 2 pp. Minimaler Papierschaden.
2.500 € (100428)

An den Musikschriftsteller und Komponisten Heinrich Reimann, dem er für einen geplanten „Macbeth“- Artikel dankt. „[…] meine aufrichtige Freude darüber, daß ich aus Ihrer geistvollen Feder nun wohl recht viel Interessantes über mein verschrobenes u. verrücktes Stück lesen werde. Erlauben sie mir in Eile ein Paar Andeutungen über mein Programm zu Macbeth? Die Partie am Buchstaben E Seite 19 bis Seite 38 soll den großen Dialog zwischen Lady Macbeth u. ihrem Manne darstellen, in dem sie durch die Gewalt ihrer Schönheit u.

dämonischen Überredungskunst Macbeth bis zur großen verbrecherischen Tat des Königsmordes treibt (was, nebenbei bemerkt, im Shakspeareschen Drama ziemlich kurz behandelt ist) […] Von Seite 47 an Verfall, Wahnsinn u. Tod; das Zugrundegehen ohne äußere Motive (der Siegesmarsch Macduffs ist Seite 81 ganz vorübergehend umgedeutet, nachdem sich der innere, moralische Verfall Macbeths längst vollzogen hat). Das Ganze soll nur der Empfindungsextract der Shakspeareschen ‘Handlung’ sein, ohne weitere Details als die eben erwähnten großen Hauptzüge! Verzeihen Sie die kleinen Bemerkungen, die wahrscheinlich überflüssig sind, da Sie das Richtige wohl allein gefunden haben […]“ - Die Tondichtung „Macbeth“ war 1886/87 entstanden und 1890 umgearbeitet worden..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Berlin. Gr.-8vo. 2 pp. Mit gedrucktem Briefkopf. Faltenrisse unterlegt.
2.500 € (100429)

An Hugo von Kupffer, Chefredakteur der Tageszeitungen „Berliner Lokal-Anzeiger“ und „Der Tag“, bei dem er sich über „das niedrige Geistesniveau“ des „Tag“ beschwert. „... Ich bitte Sie ... um Entschuldigung, wenn ich mir die Anregung erlaube, ob künftighin alle die Berichte, die dem Gebiet des niedrigsten Klatsches angehören: so z.B. die Begegnung der Montignoso mit ihren Kindern, die Premièreglossen u. sonstige ‘Kunst’-Berichte des Herrn Holzbock, Stimmungsberichte aus Monte Carlo, unendliche Gerichtsverhandlungen über Verbrechen des niedrigsten Pöbels etc.

nicht ausschließlich dem Lokalanzeiger verbleiben könnten u. im Tag durch feinere Feuilletons künstlerischen, wissenschaftlichen u. belletristischen Inhalts, wie sie die politisch so wenig angenehme Frankfurter Zeitung ihren Lesern bietet, ersetzt werden könnten. Für einen Mann wie mich, der an Berliner Zeitungen nur den Tag liest, ist es wirklich fatal, unter den guten politischen Nachrichten des Tag immer wieder auf obige minderwertige Elaborate zu stoßen. Ich würde dann ja ganz gern für Küche u. Haus nebenbei den Lokalanzeiger abonnieren ...“ Kupffer fügt am Oberrand an: „Kurze Zeit darauf ließ ... der Herr Kgl. Kapellmeister sein Portrait in dem geistig niedrig stehenden ‘Lok. Anz.’ erscheinen ...“ Der für gutbürgerliche Kreise gedachte „Tag“ wurde wenig später eingestellt..

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Charlottenburg. 8vo. 1 p. Doppelblatt.
1.600 € (100630)

Antwortschreiben Richard Strauss' an einen „Concertmeister“ mit der Auskunft am 12. oder 14. März ein Klavierquartett und eine Violinsonate für ein Honorar von 300 Mark spielen zu können.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift. München. 8vo. 1/2 p.
2.000 € (101501)

Zwei Takte aus seine Komposition Till Eulenspiegel (op. 28), die im November 1895 uraufgeführt wurde.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift. München. Quer-8vo. 1 p. Gebräunt.
2.500 € (101509)

2 Takte aus seine Komposition „Eulenspiegel“. - Beiliegt: unsign. aber postgelaufenes Portrait.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Garmisch. 8vo. 2 pp. Doppelblatt. Gedr. Briefkopf „Landhaus Richard Strauss“.
1.250 € (101510)

An eine namentlich nicht genannte Empfängerin in Grundstücksangelegenheiten: „Herr Wackerle, von dem ich heute das gesamte Grundstück 1282-1286 gegenüber meinem Anwesen käuflich erworben habe, teilt mir mit, daß er mit Ihnen in Unterhandlung gestanden habe bezgl. Abtretung des oberen Teiles zum Bau einer kleinen Villa. Als jetziger Eigentümer des Grundstückes beehre ich mich, Ihnen, geehrte Frau, mitzutheilen, daß ich nach wie vor bereit bin, dasselbe unter gewissen Bedingungen käuflich abzugeben.

Der Versuch mit der Wasserleitung, die Ihnen wie mir Herr Wackerle mitteilte, Bedenken gab, ist geglückt: die provisorische Wasserleitung, die noch aufliegt, hat den vollen Druck des Wassers bewiesen. An der einzelnen Fichte steigt das Wasser mit kräftigem Strahl in der Höhe nach 9 Meter hoch, wovon Sie sich persönlich überzeugen können. Ich fühlte mich verpflichtet, Ihnen dies mitzuteilen, daß bei Herrn Wäckerle etc. diese Mitteilung, die sie, wie ich höre, Ihnen versprochen hatte, verabsäumten hatten. […]“.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Posen. Gr.-8vo. 1 1/2 pp. Gedr. Briefkopf.
1.500 € (103038)

An Hugo Jacobsohn in Breslau: „Wie Ihnen besagt, bin ich mit meiner Frau zu der Mitwirkung u einem Concert der Gesellschaft der Freunde gerne bereit u. beanspruche hierfür ein Honorar von 1000 Mark. Als Programm würde ich Ihnen vorschlagen: einen Violinsonate op. 18, 6 Lieder, Klavierquartett op. 13. Sollten Sie mir aus Berlin die nötige Violine, Bratsche u. Cello nicht zur Verfügung stellen können, so würde ich Ihnen vorschlagen, Professor Kalir u. 2 Herrn seines Quartetts in Berlin dazu engagieren zu wollen: das hätte für mich die Annehmlichkeit, daß ich in Berlin probiren könnte. […]“

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. adressierter Umschlag an den Musikverleger Henri Hinrichsen Garmisch. Quer-kl.-8vo.
200 € (103508)

Eigenh. adressierter Umschlag an den Musikverleger Henri Hinrichsen in Leipzig mit verso Absender-Stempel „Richard Strauss / Garmisch“ (1935).

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. (Berlin 5.X.1901.). 1 1/2 S. 8vo. Leicht gebräunt.
1.800 € (103510)

Wenige Monate nach Antritt seines Vorsitzes des Allgemeinen Deutschen Musikvereins an dessen Schatzmeister Gustav Rassow über die seit 1888 initiierte Gesamtausgabe der Werke von Franz Liszt. „… Anbei das gewünschte Schriftstück mit der Bitte, das was da fehlt: nämlich die Betonung der Unmöglichkeit einer Revision oder heimlichen Herstellung der Gesamtausgabe vor den Jahren 1816 mündlich aufs schärfste verfechten zu wollen … Hoffentlich höre ich von Ihnen nach Weimar: seien Sie dort bitte, recht fest.

Es sind dort verschiedene schwache Herren, die der Beredsamkeit des Herrn von Hase“ (Oskar von H., Verlagsleiter von Breitkopf & Härtel) „schwerlich gewachsen sein dürften. Lassen“ (der Komponist und Dirigent Eduard L., als Nachfolger von Liszt bis 1895 Hofkapellmeister in Weimar) „wird wohl meine Ansicht teilen! …“ Nach diversen rechtlichen Schwierigkeiten mit dem Verlag Breitkopf & Härtel konnte erst 1907 mit der Herausgabe der Großherzog Carl Alexander-Ausgabe der musikalischen Werke Liszts begonnen werden; 1937 wurde der Allgemeine Deutsche Musikverein zwangsaufgelöst und die Herausgabe eingestellt..

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Garmisch. 8vo. 1 p. Gedr. Adresse.
3.500 € (103517)

An den Schriftsteller und Journalisten George-Sylvester Viereck. Der Komponist und Dirigent lehnt ein Treffen mit dem amerikanischen Schriftsteller George-Sylvester Viereck ab, da er am nächsten Tag in die Dolomiten aufbricht, und weist zugleich eine Bitte um Vertonung eines Opernlibrettos zurück, weil er mit seinem neuesten Werk nach Hugo von Hofmannsthal, Arabella, beschäftigt ist: „Bedauern, Ihre freundliche Aufforderung zu einem Rendez-vous nicht Folge geben zu können, da ich morgen auf 8 Tage in die Dolomiten fahre.

Außerdem könnte ich Ihnen keinerlei Aussicht auf Vertonung eines Operabuches eröffnen, da ich auf Tagen hinaus mit meinem letzten Hofmannsthal beschäftigt bin. Am 19ten August bin ich wieder zurück in München...“ - Ein klarer, sachlicher Brief, der die enge schöpferische Bindung zwischen Strauss und Hofmannsthal bezeugt und zugleich auf die Entstehungszeit seiner letzten gemeinsamen Oper Arabella verweist..

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Wien. 8vo. 1 p. Gedr. Adresse mit Korrektur.
2.500 € (103536)

Der Komponist und Dirigent nimmt eine Einladung an, in Innsbruck zwei Konzerte zu dirigieren, und teilt seine Bedingungen und Terminvorstellungen mit: „Besten Dank für Ihre freundliche Einladung! Ich bin sehr gerne bereit, im Laufe des Sommers oder Herbstes 2 Konzerte in Innsbruck zu dirigieren..., mit dem Wiener Tonkünstler-Orchester oder mit der Münchner Staatskapelle...“ - Ein prägnanter, höflicher Brief, der Strauss’ rege Konzerttätigkeit in den frühen 1930er Jahren dokumentiert, als er regelmäßig zwischen Wien, München und anderen europäischen Musikzentren pendelte.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. beschriftete Visitenkarte. Charlottenburg Knesebeckstr. 30) [um 1900?]. 2 SS. Visitformat.
1.200 € (54363)

„... bedauert außerordentlich, Euer Durchlaucht gütiger Einladung für diesmal kein Folge mehr geben zu können ...“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Kabinettphotographie mit faksimilisierter U. München. 105:165 mm. Gut erhalten, mit vierseitigem Goldschnitt.
400 € (80332)

Die Kabinettphotographie mit faksimilisierter Unterschrift und vierseitigem Goldschnitt wurde vom herzoglich-bayerischen Hoffotograf Friedrich Müller (1842-1917) in München angefertigt. Müller gehörte zu den renommiertesten Portraitfotografen seiner Zeit. Seit April 1886 war Strauss dritter Kapellmeister an der Hofoper seiner Heimatstadt München. Nach einer Reise nach Italien begann er mit der Komposition der viersätzigen Orchesterfantasie „Aus Italien“, die ein Jahr später in München unter seiner eigenen Leitung uraufgeführt wurde.

Am 1. Oktober 1886 stand er erstmals am Pult des Münchner Hof- und Nationaltheaters und blieb dort bis Sommer 1887. In dieser Zeit komponierte er seine ersten einsätzig-programmatischen Orchesterwerke, die er selber Tondichtungen nannte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fand Strauss in den Tondichtungen Don Juan (1888/89) und vor allem Tod und Verklärung (1888–1890) seinen eigenen unverwechselbaren Stil, der ihn rasch bekannt machte. Außerdem begann er – auch darin seinem Vorbild Richard Wagner folgend – mit der Dichtung des Librettos zu seiner ersten Oper Guntram, einer mittelalterlichen Rittergeschichte mit Anklängen an die Ideenwelt Richard Wagners und Arthur Schopenhauers. 1887 lernte er nicht nur Gustav Mahler kennen, sondern auch die junge Sopranistin Pauline de Ahna, die seine Schülerin und später seine Frau wurde und für die er viele Lieder komponierte. Richard Strauss war ein deutscher Komponist des späten 19. und des 20. Jahrhunderts, der vor allem für seine orchestrale Programmmusik (Tondichtungen), sein Liedschaffen und seine Opern bekannt wurde. Strauss war außerdem ein bedeutender Dirigent und Theaterleiter sowie ein Kämpfer für eine Verbesserung des Urheberrechts. Strauss hat über 250 musikalische Werke geschrieben, insgesamt 61 Orchesterwerke (einschließlich der für Soloinstrumente), 45 kammermusikalische Kompositionen, 75 Lieder, 33 Orchesterlieder, 19 Chorwerke und 21 Bühnenwerke..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenhändige Unterschrift und Datierung in: „Der Rosenkavalier“. 8vo. 150 pp. Tlw. gebräunt. Hbln.
800 € (83621)

Eigenhändige Unterschrift auf dem Titelblatt zu Strauss’ Rosenkavalier. Mit eingeklebten Zeitungsausschnitten aus der Hannoverschen Allgemeinen vom 8. September 1949 und 13. September 1949 zum Tod des Komponisten.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. Berlin. Quer-kl.-8vo. 1 p.
600 € (87775)

An den Dichter Georg Hirschfeld (1873-1942) in Berlin: „Ich bitte um freundliche Zusendung des Billetes zu Ihrer Première, das ich mit Freuden benützen werde. […]“ - 1907 erschien Hirschfelds Schauspiel Mieze und Marie.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Portraitphotographie mit eigenh. Unterschrift. ohne Ort. 180 : 130 mm.
1.500 € (89786)

Gruppenbild mit Karl Schreinzer (1884-1969) bei einer Probe. Signiert am unteren weißen Rand.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift. ohne Ort und Datum. Quer-8vo. 1 p.
3.500 € (89787)

Zweitaktiges Notenziat aus Strauss’ „Till Eulenspiegels lustige Streiche“. Leichter Knick und minimal gebräunt.

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Strauss, Richard

dt. Komponist (1864-1949). Eigenh. adressiertes Kuvert mit Absenderangabe „Abs. RichardStrauss.“. Bayreuth. Quer-8vo.
350 € (90820)

An den österr. Dirigenten und Intendanten Bertil Wetzelsberger (1892-1967), sein ehemaliger Assistent an der Wiener Staatsoper adressiertes Kuvert „Herrn Kapellmeister | B. Wetzelsberger | Frankfurt a/M | Carlton Hotel | Bahnhofslatz 18“. - Auf der Rückseite der gestempelte Absender „Bayreuth in Bayern | Haus Wahnfried“ und die eigenh. Absenderangabe.

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Strauss, Richard

dt. Komponist (1864-1949). Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift. Charlottenburg, Knesebeckstrasse 30. Quer-8vo. 1 p. Gefaltet. Auf der Adressseite Montagereste.
2.800 € (91800)

An Alfred Kalisch, dem er von der bevorstehenden Premiere von „Feuersnot“ berichtet. telling him that the [Berlin] premiere of Feuersnot will take place on Tuesday 28 October, hoping that he can come and saying that he will get him tickets if he knows in good time, a little dust-soiling, vertical centre crease and small creases to right-hand corners, address side with significant paper adhesion remains partially affecting postmarked stamp and final address line, 9 x 14 cm, together with a printed letterpress broadside for an early performance of Elektra at Fankfurter Openhaus, 6 February 1909, 49 x 25.5 cm Alfred Kalisch (1863-1933), English music critic and librettist best remembered for his support of Strauss and for his translations of Strauss's operas. Feuersnot, Op.

50, is a one-act opera with a libretto by Ernst von Wolzogen. It was Strauss’s second opera and one which gained notoriety for its bawdiness and innuendo. After its highly successful premiere at the Königliches Opernhaus, Dresden, on 21 November 1901, at which Gustav and Alma Mahler attended, it was staged in many theatres across Germany (and unsuccessfully in Vienna). This postcard relates to the Berlin premiere where it was well received and went on to have seven performances. However, the Kaiserin saw it and took a dislike to the bawdiness so Kaiser Wilhelm had the opera banned. Strauss's one-act opera, Elektra, Op. 58, was first performed at the Königliches Opernhaus in Dresden on 25 January 1909..

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Strauss, Richard

dt. Komponist (1864-1949). „Offizieller Theaterzettel.“ zur ersten Aufführung von Strauss’ Eletkra in Frankfurt. Frankfurt. Folio. 1 p. Gebräunt; leichte Läsuren.
1.500 € (91819)

Elektra (op. 58) ist eine Oper in einem Aufzug von Richard Strauss. Das Libretto schrieb Hugo von Hofmannsthal. Es ist eine nur leicht bearbeitete Fassung seines gleichnamigen Dramas von 1903, das wiederum auf der gleichnamigen Tragödie von Sophokles basiert. Die Uraufführung fand am 25. Januar 1909 im Königlichen Opernhaus Dresden statt. Elektra gehört heute zu den meistgespielten Strauss-Opern.

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Strauss, Richard

dt. Komponist (1864-1949). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Garmisch. 8vo. 1 p. Gedr. Briefkopf „Landhaus Richard Strauss“.
2.500 € (92071)

An den Direktor der Pariser Oper: „Ich wünschte sehr, Salome und Garden zu hören; ist das nicht zu machen, daß [André] Messager sie für ein Paar Abenden Salome an die Opéra verpflichtet? Haben die Orchesterproben des Joseph mit dem Orchester der Opèra schon begonnen? […]“ - Die brit. Sopranistin Mary Garden (1874-1967) wurde die „Sarah Bernhardt der Oper“ genannt. 1907 gab sie ihr USA-Debüt als Thaïs – als deren bedeutendste Darstellerin sie bis heute gilt – an der Metropolitan Opera.

Von 1910 bis 1931 war sie Mitglied der Lyric Opera of Chicago – für kurze Zeit sogar deren Leiterin. Nach 1935 zog sie sich von der Bühne zurück, um sich auf den Konzertsaal und später auf das Unterrichten zu beschränken..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Berlin. 8vo. 1 p. Gedr. Adresse.
1.500 € (92936)

An den Schriftsteller John Henry Mackay (1864-1933): „Schönsten Dank für die eindruckswürdige Übersendung Ihrer letzten Gedichtsammlung, die mir hochwillkommen ist u. mich erfreut hat. Ich sah, daß Sie wiederum in Berlin leben. Vielleicht hab ich doch wol wieder das Vergnügen, Ihnen zu begegnen. […]“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Weimar. 8vo. 1 p. Doppelblatt. Leicht gebräunt.
2.500 € (92976)

An einen namentlich nicht genannten Empfänger: „Ihre freundliche Anfrage vom 5. d.M. erlaube ich mir, mit bestem Dank für Ihre Absicht, mein ,Italien’ aufführen zu wollen, dahin zu beantworten, daß das Aufführungsrecht meiner Sinfonie vom Ankauf der Partitur u. Stimmen abhängig u. von mir vollständig meinem Verleger, Jos. Aibl in München, übertragen worden ist. Ich bin daher leider nicht in der Lage, Ihrer Bitte willfahren zu können u. muß Sie bitten, sich darüber mit meinem Verleger auseinandersetzen zu wollen. […]“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Charlottenburg. 8vo. 1 p. Doppelblatt. Leicht gebräunt.
2.500 € (92977)

An den Komponist und Musikkritiker Otto Leßmann (1844-1918): „Ich habe Ihnen bezüglich meines Ehrenvorsitzes im Verein zur Förderung der Kunst […] gesagt: Herr Wolfradt, den ich daraufhin zu mir gebeten hatte, belehrte mich durch Verweis des Protokolls, daß schon der bald 6 Tagen, als ich noch in München war, Musikdirektor Göttmann sich meine schriftliche Zusage zur Übernahme des Ehrenpräsidiums eingeholt hatte, eine Tatsache, ich ich inzwischen nie vergessen hatte, dies also zur faktischen Berichtigung. […]“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Garmisch. Quer-kl.-8vo. 1 p.
800 € (92979)

An einen Redakteur einer Berliner Zeitung [Name getilgt]: „Kann vorläufig Ihren Wunsch nicht erfüllen, da ich erst am 1. Oktober wieder nach Berlin zurückkehre. […]“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Berlin. Quer-kl.-8vo. 1 p.
1.200 € (92980)

An Norbert Salter in Strassburg: „Außer der Saxophone kann ich bei Domestica auf keine Instrumente verzichten. Bitte um kurze Mitteilung, wie nunmehr definitiv die Proben festgesetzt sind u. wann ich frühestens in Strassburg eintreffen muß. […]“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Garmisch. Quer-kl.-8vo. 1 p.
800 € (92981)

An Norbert Salter in Berlin mit Erwähnung von Blüthner (vermutlich die Musikalienhandlung) wegen einer Terminvereinbarung.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. [Berlin] Charlottenburg. Quer-kl.-8vo. 1 p. Gelocht. Mit Vermerk des Empfängers. Leicht unfrisch.
800 € (92982)

An den Schriftsteller John Henry Mackay in Berlin: „Wollen Sie meiner [Fra]u u. mir das Vergnügen machen, mit [uns] Ritter zusammen Sonntag Mittag 2 Uhr gemütlich bei uns Mittag zu essen? Bitte um baldige Antwort! […]“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Gedr. Visitenkarte mit eigenh. Zusatz. München. Quer-schmal-32mo. 2 pp.
950 € (92983)

RICHARD STRAUSS. München, 29. März 95 | Soeben finde ich, sehr verehrtes Fräulein, Ihre oft von mir vergeblich gesuchten Bilder u. beeile mich, sie Ihnen mit der Bitte um freundliche Entschuldigung zurückzusenden. Bestens grüßend“.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Gedr. Visitenkarte mit eigenh. Zusatz. Charlottenburg. Quer-schmal-32mo. 1 p. Gelocht. Mit Beschriftung auf der Textseite.
350 € (92984)

RICHARD STRAUSS und F[rau] | KGL. KAPELLMEISTER | mit dem Ausdruck wärmsten Beileids | CHARLOTTENBURG KNESECKSTR. 30“.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. adressiertes Kuvert. [Berlin]. Quer-schmal-8vo.
160 € (92985)

Sauber beschriftetes Kuvert: „Verein ,Klause’ | Berlin Lankwitz | Waldmannstr. 7“.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Graz. Quer-kl.-8vo. 1 p. Gelocht.
1.500 € (94612)

An den Konzertveranstalter Norbert Salter in Strassburg. „[…] Frau Fleischer wollte die Schlußscene aus Salomé singen: ich teilte ihr soeben mit, daß dies unmöglich, da ich sie erst für’s Concert bearbeiten müßte, wozu es mir jetzt an freier Zeit gebricht […]“

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Gedr. Postkarte mit eigenh. Zusatz und Unterschrift. Garmisch. Quer-kl.-8vo. 1 p.
800 € (94613)

„[…] Schönste Grüße u. die besten Wünsche für den 5. Juli […]“ - Geschrieben unter eine gedruckte Dankeskarte für Geburtstagswünsche.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Mitteilung mit Unterschrift. Boston. Quer-8vo. 1 p.
1.500 € (96074)

Richard Strauss äußert sich zur Harfe: „Die Harfe ist ein wundervolles Instrument, aber leider in den meisten in zu wenig amerikanischen Exemplaren vertreten. Richard Strauss Boston, 13. Nov. 21“ - Aus der Autographensammlung des spanischen Pianisten Antonio Baciero (geb. 1936). Im Jahr 1921 besuchte Richard Strauss Boston, um seine Werke aufzuführen. Während seines Aufenthalts in Boston leitete er eine Reihe von Konzerten, in denen er einige seiner bekanntesten Kompositionen präsentierte. Diese Aufführungen trugen zur weiteren Verbreitung seiner Musik in den USA bei und festigten seinen Ruf als einer der führenden Komponisten seiner Zeit.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Portraitpostkarte ohne eigenh. Unterschrift. Dresden. 90 : 140 mm. 1 p. Die Ecken leicht bestoßen und mit Nadeleinstichen.
100 € (96075)

Die Portraitpostkarte zeigt eine schwarz-weiß Aufnahme von Richard Strauss in der Frontalansicht. Er trägt einen Anzug mit gepunkteter Fliege und blick ernst direkt in die Kamera. Photo: Ursula Richter, Dresden. - Aus der Autographensammlung des spanischen Pianisten Antonio Baciero (geb. 1936).

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Gedr. Programm zu Parifal. Bayreuth. Folio. 1 p. Faltspuren. Leichte Randeinrisse.
180 € (96404)

Am Samstag, den 19. August 1933 wurde bei den Bayreuther Bühnenfestspielen „Parsifal“ gegeben unter der Leitung von Richard Strauss. - Aus der Sammlung des spanischen Pianisten Antonio Baciero (geb. 1936).

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift auf der Bildseite. ohne Ort und Jahr. 135 : 85 mm. Klammerspur am Oberrand.
1.200 € (96459)

Brustbild im Profil nach rechts. Photographie: Müller-Hilsdorf, München.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift "Dr. Richard Strauss". Charlottenburg bei Berlin. 8vo. 2 pp.
2.500 € (96835)

An einen Konzertsänger. "[…] ich freue mich sehr mit Ihnen in Amerika zu musiciren, ganz besonders auch die Friedenserzählung aus Guntram. Ihrer Bitte um Überlassung von Orchesterbegleitungen zu andren Liedern kann ich leider nicht willfahren: die Partituren sind Manuscript u. ausschließliches Reservatrecht meiner Frau, die, wie Sie ja wissen, mich als Sängerin begleiten wird. Zum Glücke finde ich in Ihrem Liederrepertoir eine Unmasse meiner Lieder, die meine Frau nicht singt u. würde ich mich sehr freuen, wenn Sie unter den Liedern, die ich Ihnen beifolgend nenne, eine Auswahl treffen möchten, damit die beiden Programme, das Ihrige u.

das meine Frau keine Wiederholungen bringen […]". Folgt eine Aufzählung von 20 Nummern aus 9 Opus-Zahlen. - Etwas gebräunt..

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Ansichtskarte ohne Unterschrift (wohl im Umschlag verschickt). [Sizilien]. Quer-kl.-8vo. 1 p.
2.500 € (96836)

Ohne Anrede. "Bitte, schreiben Sie mir die griechischen Tonarten, besonders die lydische! Sie wissen, daß ich in Musikwissenschaft, Theorie, Harmonieleere ebenso ungebildet bin, wie umstehendes Grautier, nur nicht so hübsch. Wenn Sie Herrn Klaessmann sehn, sagen Sie ihm bitte, er möge mir unverzüglich auf meinen Brief antworten!" Folgen 4 Takte aus seiner Oper "Salome" ("Er ist schrecklich ..."). - Die farbige Bildseite der Karte zeigt das "umstehende Grautier", das Strauss für einen Esel hält. Es ist aber ein reich geschmücktes Pferd, vor einen ebenso reich geschmückten Karren gespannt, der mit 6 Personen besetzt ist.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Garmisch. 8vo. 2 pp. Doppeblatt. Mit eigenh. Kuvert.
2.800 € (96838)

An die Klaviervirtuosin Eva Bernstein, Schwiegertochter Gerhart Hauptmanns, in München (nachgesandt nach Pöcking am Starnberger See). "[…] Nicht dem eignen Triebe gehorchend veranstalten [der Tenor Franz] Mikorey u. ich am 13. Juli im hiesigen Kurhaus ein Conzert für die Ludendorffspende". Er hoffe, Mitwirkende dafür zu gewinnen. "Ich […] wäre sehr dankbar, wenn auch Sie uns einiges Schöne beisteuern u. mit Mikorey, der ein famoser Pianist ist, zu Anfang entweder 2 Sätze einer Sonate, oder das Rondo von Schubert oder sonst was Kammermusikliches spielen würden u.

als zweite Nummer vielleicht einige Virtuosenstücke für die zu erwartenden u. zu schröpfenden Kriegsgewinnler […] Mikorey wohnt auch hier u. könnte hier mit Ihnen probieren. Im Voraus herzlichen Dank (schon im Namen des Bezirksamtmanns Baron Stengel, der mich dazu 'gebeten' hat) ... Sollten Sie einen guten Cellopartner haben, wäre auch ein Trio zu Anfang willkommen." - Bemerkenswert ist Straussens hier erkennbare Abneigung gegen Ludendorff, seine Spendenaktion für Schwer-Kriegsbeschädigte und die unfreiwillige Teilnahme an der Aktion..

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Portraitfotophotographie mit Unterschrift "Dr. Richard Strauss" auf der Bildseite. Meran. 140 : 90 mm.
1.500 € (96839)

An den Fagottisten Hugo Burghauser (1896-1982), Mitglied der Wiener Philharmoniker und Professor an der Akademie. "Lieber Herr Burghauser! Besten Dank für Ihren freundlichen Brief u. die Übersendung der erbetenen Copien. Mein Sohn kommt Freitag nach Wien u. wird Ihnen die Unkosten vergüten! […]". - Die Münchener Aufnahme zeigt den Meister im Brustbild, vom Betrachter aus nach halb links gewendet. - Fünf Monate später, nach dem "Anschluss" Österreichs, floh Burghauser nach Kanada ins Exil.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift auf der Bildseite und hs. Brief auf der Rückseite der Photographie. Germisch. 90 : 140 mm. Gerahmt unter Glas.
2.500 € (97158)

Hübsches Portrait en face des Komponisten. - Die Karte wurde an Herrn W. Müller Wischin [d.i. der Portraitmaler Anton Müller-Wischin, 1865-1949] in Marquartstein adressiert. „Lieber Herr Müller! Meine Freundin u. ich senden Ihnen zu Ihrem 60. Geburtstage unsere herzlichsten Glückwünsche. Einen Klavierauszug von Intermezzo, der vom Verleger an Sie abgeschickt wird, bitte ich als kleines Ehrgebiete freundlich zu […]“

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift auf der Bildseite. ohne Ort und Jahr. 140 : 90 mm.
800 € (97224)

Brustbild nach einer Zeichnung nach links. Mit 4 kleinen Nadeleinstichen. Rückseitig gestempelt: „J. K. Riess - Handschriftensammlung“.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Portraitdruck mit eigenh. Unterschrift auf der Bildseite. ohne Ort und Datum. 150 : 210 mm.
400 € (97710)

Portrait, das vermutlich einem Konzertprogramm entnommen wurde, das u.a. Strauss in Dirigierpose zeigt.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. [Wien. 1 S. 8vo. Mit vom Adressaten verfaßter Anschrift.
950 € (33410/BN28516)

Hübsches Kniestück en face aus dem Atelier Edith Barakovich, Wien. - Gering fleckig.

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Portraitphotographie. O. O. u. D. 287:211 mm. In Passepartout hinter Glas.
950 € (33499/BN28703)

Schönes Altersportrait in S/W. - Am Trägerkarton vom Photographen signiert

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Albumblatt mit U. Garmisch-Partenkirchen. 05.10.1939. 1 S. Qu.-kl.-8vo.
2.500 € (33574/BN28879)

"Die Pflege edler Kammermusik ganz besonders unsrer großen Klassiker in der Familie, ist eines der wichtigsten Mittel zur Erhaltung und Förderung unsrer Kultur!" - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Notizzettel mit U. O. O. 09.09.1942. 2 SS. (Qu.-)gr.-4to.
2.500 € (48188/BN30567)

Die Recto-Seite mit Notizen zu einer Skatpartie mit "Bubi", dem Sohn von Richard Strauss, und "Klarw.", d. i. der Sänger Franz Klarwein (1914-1991). Auf der Verso-Seite ein maschinenschriftliches Gedicht in 10 Strophen zu je vier Versen "Der Schöpfung Sinn" (von Strauss verfaßt?), daneben am linken Rand der eigenhändige Entwurf zu einem Kondolenzschreiben (Adressat unbekannt): "[...] schmerzlich ergriffen erfahre ich das Hinscheiden Ihres verehrten Vaters, meines gütigen Freundes u. hochherzigen Förderers [...]". - Kleine Einrisse fachmännisch restauriert sowie mit einigen Knick- und Faltspuren.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit U. Garmisch. 19.05.1931. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
1.200 € (48360/BN30793)

An die Konzertdirektion Edgar Luis in Innsbruck: "Besten Dank für das schöne Festprogramm! Bitte reservieren Sie mir für meine Familie zu beiden Konzerten je 3 Plätze in der ersten Reihe [...]". - Etwas (wasser-)fleckig.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Bildpostkarte mit U. Garmisch. 09.03.1932. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
1.250 € (48361/BN30794)

An die Konzertdirektion Edgar Luis in Innsbruck: "Ich wollte Freitag spätestens Samstag früh mit Auto nach Turin fahren. Wir haben hier kolossalen Schneefall. Bitte schicken Sie mir auf meine Kosten morgen Donnerstag Nachmittag eine Depesche, ob der Brenner passierbar [...]". - Etwas (wasser-)fleckig; die Bildseite mit einer Aufnahme von Strauss' Landhaus in Garmisch.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Wohl Garmisch. 26.01.1935. ¾ S. auf Doppelblatt. 8vo.
2.000 € (48362/BN30795)

An die Konzertdirektion Edgar Luis in Innsbruck: "Im April nach Wien zu kommen ist mir ganz unmöglich; freue mich aber besonders, wenn der herrliche Völker Chor singt u. wünsche Ihrem ersten Abend schönsten Erfolg! [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). 2 eigenh. Briefe mit U. Garmisch. 25.10.1936. Zusammen (4+1 =) 5 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
8.500 € (47220/BN31971)

An den Kritiker Alexander Berrsche: "Es ist nicht meine Gewohnheit, über kritische Äußerungen der Presse Beschwerde zu führen. Wenn ich Sie bitte, in Bezug auf Ihre Besprechung des ersten Akademieconzerts einmal mit einigen kurzen, sachlichen Andeutungen eine Ausnahme machen zu dürfen, so hat dies seinen Grund, daß Sie gewöhnlich Verständnis für Dinge zeigen, die nicht Jeder hört und sieht, und weil eine Fortdauer des Ihrer Kritik zu Grunde liegenden Mißverstädnisses die erzieherische Arbeit, die ich diesen Winter an Orchester und Publikum zu leisten mir vorgenommen hatte, unnötig erschweren würde.

Sie glaubten am Vortrag des Orchesters Müdigkeit und Undurchsichtigkeit constatiren zu müssen. Wenn dies richtig war, so trifft sicher nur mich die Schuld. Sie hörten ganz richtig Vieles weniger ‘temperamentvoll’, weniger ‘schneidig’ als sonst, Vieles, was gegen die Vorschrift sonst sehr gehackt wurde, nur so gespielt, das Blech blies ‘affektlos’ und abgedämpft. Beethovens Scherzo wurde (nach Bülows Vorschrift) das erste Mal in mäßigem Zeitmaß und erst bei der zweiten Wiederholung in vollem Vivace, das Finale um mindestes ein Drittel langsamer gespielt, als es selbst von den berühmtesten Dirigenten improvisirt und meiner Meinung nach irrtümlich sogar von Keinem Geringern als R. Wagner gefordert wird – aber dieses vielleicht allzu abgeschliffene, allzu kultivirte Musicieren war diesmal keine Müdigkeit, sondern Absicht – dem Orchester vielleicht noch nicht ganz in Fleisch und Blut übergegangen, dem normalen Conzertbesucher sicher ungewohnt wie von jeher meine ganze Beethoven-Interpretation. Was nun Mazeppa betrifft, wo Sie vielleicht manche Undurchsichtigkeit bemerkten, so glaube ich, gerade Ihnen nicht auseinandersetzen zu müssen, daß ein solch prachtvolles Lisztsches Frescogemälde nicht ausciselirt wie ein Mozartsches Andante gespielt werden kann: bei dem Pianisten Liszt gibt es ab und zu kleine technische Unzulänglichkeiten des neuen und genialen Orchestersatzes zu verwischen, manche Lücke zuzudecken - das 50 Jahre später geschriebene polyphone Tod und Verklärung ‘klingt’ schon von alleine andersch [!]! - Daß die Tendenz der Programme: Beethoven ganz zur Programmmusik zu rechnen oder umgekehrt die sog. Programmmusik als unmittelbarste und musikgeschichtlich einzig giltige Beethoven Nachfolge nachzuweisen, Manchem nicht gefällt, darauf war ich von vornherein gefaßt. Wenn Sie sich mit mir einmal über all dies mündlich unterhalten wollen – ausführlicher, als es in diesen kurzen Andeutungen möglich – stehe ich gern zu Ihrer Verfügung als Ihr sehr ergebener Dr. R. Strauss". - Beiliegen der Begleitbrief, mit dem Strauss das vorliegende Schreiben an den Münchner Zeitungs-Verlag übersandte, und ein Schreiben des Verlages an Berrsche..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. U. [Sevilla. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
1.200 € (942070/BN942070)

An Dr. Hohenberg von der Konzertdirektion Egis. - Das Kuvert eh. Absender und mit ausgeschnittener Briefmarke.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Musikmanuskript. O. O. u. D. 2 SS. Qu.-Folio. In Bleistift.
25.000 € (77552/BN49997)

Particell aus seiner 1928 in Dresden uraufgeführten Oper "Die ägyptische Helena" (op. 75). - Kaum sichtbare Bugfalte, leicht geknittert, leicht unfrisch, zwei kleine Tintenfleckchen am äußersten linken Rand. - Zuordnung des Manuskripts gemäß der freundlichen Auskunft des Richard-Strauss-Institutes in Garmisch-Partenkirchen. Aus dem Nachlass von Wolfgang Sawallisch.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Mitteilung. [Garmisch. 1 S. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
2.500 € (82542/BN53713)

Möglicherweise fragmentarisch überlieferter Brief an den Dirigenten, Komponisten und Musikwissenschaftler Fritz Volbach, damals Leutnant an der Kaiserlichen Kommandantur in Brüssel, dem er das Programm eines geplanten Konzerts auseinandersetzt: "Programm des I. Concerts muß in folgender Reihenfolge vor sich gehen: I. Béatitudes [von César Franck] II. Taillefer [Kantate von Richard Strauss nach einem Gedicht von Ludwig Uhland] - Pause III. Meistersinger | Das zweite Programm ist viel zu lang: Mahlers Sinfonie dauert 1¼ Stunden, domestica [sic; d.

i. Strauss' "Sinfonia domestica", op. 53)] ¾ Stunde; das ist an sich für einen Concertabend reichlich genug, ganz besonders für's Orchester. Geht denn Charpentier nicht in's erste oder dritte Concert zu spielen? Wie viel wird aus den Béatitudes gemacht? Taillefer dauert nur 20 Minuten". - Tadellos erhalten..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit U. Marquartstein. 07.08.1907. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
1.200 € (87128/BN57553)

An den befreundeten Kaufmann und Kunstmäzen Willy Levin: "Werden wir uns sicher in Ostende am 26. August treffen? Wollen wir dann nicht lieber in das freier und luftiger gelegene Palace Hotel gehen? In dem teuren Schwitzkasten vom vorigen Jahr hat es mir gar nicht gefallen [...]". - Levin, Mitinhaber eines gut gehenden Berliner Konfektionsgeschäfts, unterstützte als Mäzen zahlreiche bedeutende und auch weniger bekannte Künstler seiner Zeit. Sein Salon wurde zu einem Treffpunkt der Berliner Kulturszene, in dem unter anderem Hans Pfitzner, Hugo von Hofmannsthal, Max Reinhardt und Richard Strauss verkehrten.

Letzterer, mit dem er eng befreundet war, setzte ihm ein musikalisches Denkmal in der Figur des skatspielenden Kommerzienrats in seiner Oper "Intermezzo"..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). 2 eigenh. Briefe mit U. und eh. musikalisches Albumblatt mit U. Garmisch. (½+1 =) 1½ SS. auf 2 Bll. 4to. Mit 2 eh. adr. Kuverts. Das Albumblatt auf einem hektographierten Programmzettel (gefaltetes Doppelblatt, 8vo). Mit zwei Beilagen (s. u.).
6.500 € (87362/BN57852)

Beide Briefe an Major Herbert L. Snapp (1901-91), den ersten US-Militärgouverneur in Garmisch-Partenkirchen (April 1945 bis Mitte Juni 1945). In seinem ersten Brief, geschrieben am und zum 8. Mai, dem Tag der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und damit des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa, verleiht Strauss seiner Hoffnung Ausdruck, "das kunstsinnige Amerika möge, wie es Deutschland aus unwürdiger Sklaverei befreit hat, in einer schöneren Zukunft den Nachkommen Göthes und Richard Wagners beim Wiederaufbau seiner edlen Kultur seinen mächtigen Schutz gewähren".

- Der zweite, zehn Tage danach geschriebene Brief betrifft praktische Fragen - nämlich die Erlangung einer Fahrtbewilligung "für meinen Wagen No. W 4088", da er nun schon seit einem Jahr den Entzug seines Autos "in Folge meines hohen Alters und für meine leidende Frau sehr schmerzlich empfinde": "Wenn es nicht zu unbescheiden ist, so möchte ich, sehr geehrter Herr Major, die zweite für die Ernährung meiner Familie lebenswichtige Bitte hinzufügen, meinen Kindern [...] die Erlaubniss zu erteilen, in unserem Revier Großweil-Schlehdorf wiederum die Jagd ausüben zu dürfen, da wir für die häusliche Küche des Wildprets dringend bedürfen. Ich höre, daß Sie selbst eifriger Jäger sind. Es ist selbstverständlich, daß es meinem Sohne und mir eine große Freude sein würde, wenn Sie ihm die Ehre erweisen wollten, in dem schönen Revier sein Jagdgast zu sein [...]". - Die Notenzeile (drei Takte aus seinem "Rosenkavalier") notierte Strauss auf der Innenseite eines Doppelblatts mit dem Programm eines Konzerts des St. Mary of the Springs Orchestra am 12. IV. 1945, bei dem Snapps Tochter Nancy zusammen mit Mary E. Knowles einen Walzer zu vier Händen von Brahms spielte. - Beiliegend ein eh. Brief Snapps, der seiner Tochter das unterschriebene Programm sowie Strauss' Brief vom Tag der Befreiung zusendet: "The enclosed recital program was given to the world famous Richard Strauss & he fixed it all up expecially for you - Nancy Lee Snapp. I also have a letter from him to me which I shall forward on home. People say this what you have is worth thousands of dollars & I know you will prize it highly [...]" (17. V.). Weiters liegt ein Briefbogen mit gedr. Briefkopf des Reichsministeriums des Innern bei, auf dessen Verso-Seite sich ein ms. Entwurf eines Briefes an Strauss findet, in dem die amerikanische Militärregierung drei Zusicherungen gibt, "all of which will be in direct contrast to the period 1933-45". - Das Programm im Mittelfalz etwas eingerissen, die Briefe tadellos..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Wohl Bad Wiessee am Tegernsee. 2 SS. 4to.
6.500 € (88559/BN58450)

Inhaltsreicher Brief an einen in die Vorgänge rund um die Gründung der STAGMA (Staatlich genehmigte Gesellschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungsrechte) eingeweihten Freund, wohl den Musikkritiker, Komponisten und Gesangspädagogen Hugo Rasch, dem Strauss seine Vorschläge zur Zusammensetzung des Vorstands unterbreitet: "Inhalt beiliegenden nicht abgesandten Briefes können Sie vielleicht vertraulich für Herrn Dr. Schmidt[-]Leonhar[d]t benützen, damit er in meinem Sinne den Herrn Minister schon präparieren kann.

Wenn ich recht überlege, ist die voreilige Gründung für uns ein Glück u. wenn Dr. Goebbels Stand hält u. mir alle Vollmachten 'laut Führerprinzip' bestätigt, bestimme ich (nachdem die letzte Gemageneralversammlung liquidiert hat) nun Vorstand u. Statuten der Stagma selbstherrlich. Ich habe Kopsch [d. i. der Komponist, Dirigent und SA-Sturmführer Julius Kopsch, 1887-1970, ein enger Mitarbeiter von Strauss] telegrafisch nach Berlin beordert u. mir seine neuen fertigen Statuten nach hieher erbeten, damit ich Samstag ganz im Bilde bin. Bitte versichern Sie sich noch des Herrn Havemann [d. i. der Violinist Gustav Havemann, 1933-35 Leiter der "Reichsmusikerschaft" in der Reichsmusikkammer], damit uns nicht von der Partei (etwa Herr Hinkel [d. i. Staatskommissar und "Reichskulturwalter" Hans Hinkel] oder sonst wer) in den Rücken fällt u. dann will ich versuchen, Herrn Keudell [d. i. Otto von Keudell, Leiter des Referats "Musik und Kunst" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda] ganz auszuschalten, den Vorstand u. die Geschäftsführung der Stagma neu zu ernennen. Vorher waren es doch drei bei der Gema: Ritter, Schmeling, Lehar? Kann man in die Stagma nicht 2 coordinierte Geschäftsführer: Kopsch - Stagma / Ritter - Gema [...] hineinnehmen? u. den ganz unnötigen Präsidenten Gräner mit dem hohen Gehalt einfach ausschiffen? [...]". - Es folgen Strauss' Vorschläge für die Besetzung des Vorstands: "Alles Andere ist sinnlos. Wenn die Sache glückt, so hätten sich die Herrn Ritter u. Genossen diesmal in der eigenen Falle gefangen! Also Sonnabend ½10 Adlon Sie u. Kopsch bei mir: Statuten fertig stellen! Nachher vielleicht Havemann, dann zum Minister! Keudell u. Ritter mit dem fait accompli des Ministerbeschlusses überraschen! [...]". - "Der Liedkomponist, Musikkritiker und Gesangslehrer Rasch war 1908 der Genossenschaft beigetreten und dadurch in Kontakt mit Strauss gekommen, der ihn 1929 in den Genossenschaft Deutscher Tonsetzer-Vorstand holte. 1931 wurde Rasch NSDAP-Mitglied, ein Jahr später SA-Führer und 1933 Musikkritiker des Völkischen Beobachters. [Dem Komponisten und STAGMA-Direktor Max] Butting zufolge war er unter den deutschen Komponisten einer der wenigen überzeugten Nazis. Diesen ihm treu ergebenen, meist in SA-Uniform auftretenden Mann, der sich auch für Mussolini begeisterte, erwählte sich Strauss zum Vasallen, zum Kampfgefährten bei seiner persönlichen 'Machtergreifung' im NS-Staat" (Dümling, S. 76). Strauss selbst hielt es nicht für angebracht, dass er als Präsident des Berufsstandes der schaffenden Musiker auch dem Vorstand der Stagma angehöre, und schlug daher Hugo Rasch vor. "Anstelle eines Stagma-Vorstandsamts übernahm Strauss den ihm ebenfalls angetragenen Vorsitz einer Arbeitsgemeinschaft aus den drei Standesorganisationen der Komponisten, Textdichter und Musikverleger" (Dümling, S. 85). Zudem stand der Komponist von November 1933 bis Anfang Juli 1935 als Präsident an der Spitze der Reichsmusikkammer. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Kurheims Rex in Bad Wiessee; im linken Rand gelocht (keine Textberührung)..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). 8 eigenh. Briefe mit U. Garmisch, Dresden und Berlin. Zusammen 9¾ SS. auf 18 Bll. 8vo. Jeweils mit eh. adr. Kuvert.
12.000 € (90103/BN59554)

An den Konzertagenten Arthur Bernstein in Hannover bezüglich Termin- und Programmgestaltung: "Unter 1500 M. kann ich nicht in Hannover dirigiren, in Kriegszeit, Nota bene! Wenn Sie dieses Honorar acceptiren u. Ihr, bitte umgehend zu bestimmendes Datum, eventuell 25. Oktober, 26. Oktober, 30., 31. Oktober, mir paßt, komme ich gerne, aber nur um diese Zeit. November u. Dezember unmöglich […] (4. VII. 1915). - "Bevor ich Ihnen Programmvorschläge mache, muß ich wissen, welche meiner Werke das Blüthner-Orchester in seiner jetzigen Verfassung leisten kann.

Bitte, fragen Sie daselbst an! Slezak könnte eventuell Friedenserzählung u. Schlußgesang aus Guntram, oder Gesänge mit Orchester u. Lieder mit Klavier singen […]" (13. VIII. 1915). - Das Blüthner-Orchester war ein 1907 in Berlin gegründetes Sinfonieorchester, das ab 1925 als Berliner Symphonie-Orchester weitergeführt wurde. Richard Strauss bevorzugte für sich und sein Spiel mit der Dresdner Hofkapelle in Berlin und Dresden die "Concertdirektion Artur Bernstein Hannover, Holzgrabenstr. 6". - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf bzw. Adresse (u. a. Landhaus Richard Strauss / Garmisch" und "Hotel Bellevue Dresden")..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Garmisch. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
3.500 € (90104/BN59555)

An die "hochverehrteste, geliebte Ariadne, Chrysothemis, Mariandl, Diemut u. was Sie wohl noch Alles von mir singen wollen u. werden", d. i. Maria Jeritza, Strauss' bevorzugte Sängerin, mit der Bitte um eine Benefizvorstellung: "Wollen Sie so grossartig sein u. einmal um Gottes Lohn für die armen Musikanten singen? Ich war lange Jahre Vorsitzender des Vereins, bin jetzt zum Ehrenpräsidenten 'arriviert' u. wäre Ihnen auch meinerseits von Herzen dankbar, wenn Sie den Wunsch der 'Lohnkünstler' [...] erfüllen würden [...]". - Richard Strauss war in den Jahren 1903 und 1904 Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Musikvereins gewesen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Wohl Garmisch. 3 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
4.500 € (90105/BN59556)

An den namentlich nicht genannten Dirigenten und Komponisten Otto Lohse, damals Direktor der Oper Leipzig, der sich wegen "einer neuen Strausswoche" an ihn gewandt hatte: "Ihr lieber Brief war der erste Morgengruß an meinem 24. Hochzeitstage, der nicht schöner eingeleitet werden konnte. Herzlichen Dank, auch für die Absicht einer neuen Strausswoche, bei der ich natürlich mit vielem Vergnügen mitmache, in welcher Weise: bitte ich Sie selbst zu bestimmen. Als Zeit könnte für mich nur Mitte Dezember in Betracht kommen, die einzige Zeit über die ich noch frei verfüge […]".

Es folgt eine Aufzählung von anstehenden Verpflichtungen und ein Programmvorschlag: "Freitag den 13ten Feuersnot | Salome | Sonntag des 15ten Rosencavalier | Montag den 16ten Elektra | Dienstag den 17ten Ariadne | Donnerstag den 19ten eventuell Gewandhausconzert, wo Nikisch schon mir einmal ein paar meiner Werke vorspielen wollte, falls er Lust hat u. es Ihnen paßt […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Montreux. 2 SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert.
1.800 € (90107/BN59558)

An den Regisseur und Opernintendanten Bruno von Niessen, dem er jederzeit ein Empfehlungsschreiben für eine Intendanz in Wiesbaden zukommen lassen würde: "Ich bin vom Oberbürgermeister von Wiesbaden zu einer Strausswoche Ende Mai eingeladen u. habe, wenn es gesundheitlich geht, prinzipiell zugesagt. 20. bis 30. Mai bin ich Paris verpflichtet u. könnte am 1. Juni in Wiesbaden sein, wo ich mich sehr freuen würde, Sie dort als Intendant zu begrüßen. Ich bin bereit jeder Zeit den Herrn der Regierung u.

dem amerikanischen Oberkommando zu bestätigen, daß Sie keine bessere Wahl treffen könnten. Sie besitzen alle guten Eigenschaften, deren ein Theaterleiter bedarf, um eine Bühne von Rang zu leiten [...]". Zu einer Intendantur Niessens in Wiesbaden sollte es nicht kommen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotels "Montreux Palace"..

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Notenzeile mit U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-4to.
2.500 € (90480/BN60228)

Drei Takte in einer Zeile. - Mit einem winzigen, unregelmäßig beschnittenen und stark oxidierten Portrait des Komponisten (ca. 27:18 mm, dort auch Klebespuren).

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Strauss, Richard

Komponist und Dirigent (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Paris. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
3.500 € (91322/BN60354)

An den Komponisten und Musikkritiker Alfred Bruneau über die wiederholt erfolgreichen Aufführungen der "Préludes" von dessen Oper "Messidor" nach einem Libretto von Émile Zola. Strauss sei mit einer Halsentzündung angekommen, fahre nur mehr mit dem Auto zur Probe und würde das Konzert gerne "sans danger" beenden. Besuchen könne er Bruneau seiner Entzündung wegen nicht, aber er hoffe, ihn bei der Generalprobe oder beim Konzert zu sehen, da er Paris nicht verlassen möchte, ohne ihn gesehen zu haben: "Arrivé malade; et une inflammation de la gorge est devenu aussi pis, que je ne puis plus sortir.

Je vais seulement en voiture à la répétition et serais heureux, de pouvoir finir le concert sans danger. Mais c'est impossible de vous visiter et de vous raconter de grandes suites de votre Prélude Messidor que j'ai joué dans une tournée par Autriche, Italie etc environ 25 fois et toujours avec grand succès. Est-ce que je vous verrai demain matin à la répétition générale ou au concert? Je ne voudrais pas quitter Paris Dimanche soir, sans vous avoir serré la main [...]". - Stärker lichtrandig, sonst tadellos erhalten..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Wohl Garmisch. ¾ S. auf Doppelblatt. 8vo.
1.800 € (91385/BN60440)

An den befreundeten Klavierbauer Rudolf Ibach: "Ich bin vom 1. März bis 1. Mai in Berlin (Hotel Adlon) u. möchte gern ein Klavier auf meine Hotelzimmer haben. Hätten Sie wohl die Güte, mir mein altes Pianino am 3. März ins Hotel zu schicken? [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Wohl Garmisch. 1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to.
2.500 € (91534/BN60847)

Empfehlungsschreiben für den Dirigenten und Komponisten Julius Kopsch: "Sehr geehrter Stadtrat! Herr Dr. Julius Kopsch bittet mich um einige empfehlende Worte zu seiner Bewerbung um die Stellung eines Generalmusikdirektors in Münster. Ich erfülle seinen Wunsch gerne, da Dr. Kopsch mir seit längerer Zeit als vortrefflicher Musiker, Dirigent von vielseitiger Erfahrung, begabter Componist und Pianist nicht nur, sondern auch als wissenschaftlich durchgebildeter Mann (besonders auf dem Gebiet des Urheberrechtes) bekannt ist, der in der Universitätsstadt Münster sicher ein geschätzter Leiter des dortigen Musiklebens sein dürfte".

- Richard Strauss und Julius Kopsch waren seit den 1920er Jahren und ihrem gemeinsamen Einsatz für Urheberrechte eng befreundet, Strauss war im Jahre 1903 an der Gründung der Genossenschaft Deutscher Tonsetzer maßgeblich beteiligt gewesen, und Kopsch war 1926 Vorsitzender der Genossenschaft Deutscher Tonsetzer gewesen, einer Vorläuferin der späteren GEMA. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Faltspuren und an einer Stelle gering berieben, sonst tadellos..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Portraitphotographie mit eigenh. Notenzitat, Widmung und U. B[uenos] Aires. 4to (Bildausschnitt 150:105 mm). In Passepartout hinter Glas. Gerahmt (458:400 mm).
4.500 € (91542/BN60855)

Die Widmung in französischer Sprache an den argentinischen Komponisten und Musikpädagogen Julián Aguirre. - Strauss hatte am 26. Oktober am Teatro Colón gastiert. Am Programm standen Beethovens "Egmont"-Ouvertüre und die fünfte Sinfonie sowie Strauss' sinfonische Dichtung "Ein Heldenleben". - Etwas verblasst, gebräunt und fleckig, minimale Retuschen im Gesichtsbereich. Die Verglasung etwas gelockert, der Rahmen etwas lädiert.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit U. Garmisch. 2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
1.800 € (91545/BN60858)

An Kammersänger Franz Steiner in Wien: "Lieber Herr Steiner! Wir waren 5 Tage per Auto fort u. haben den lieben Brief Ihrer Gattin in Folge dessen erst gestern Abend erhalten. Herzlichen Dank für die freundlichen Bemühungen. Wir freuen uns schon auf die famose Wiener Köchin. Dieselbe fährt wohl Montag Früh 7.30 in Wien ab, eintrifft 6 Uhr Abends in München u. fährt dann 7.28 vom Starnberger Bahnhof (gleich neben dem Hauptbahnhof) ab, um 10.07 in Garmisch einzutreffen. Dort steht ein Einspänner (Kutscher Gugger) bereit, mit dem sie zu uns in die Villa fahren soll [...]".

- Richard Strauss und Franz Steiner waren zu Beginn des Jahres zusammen auf Tournee gewesen, Stationen dieser Konzertreise waren Danzig, Königsberg, Prag, Brünn, Wien, Graz und Budapest. Die "famose Wiener Köchin" war Anna Glossner, die bis zu ihrem Tod 1944 im Hause Strauss bleiben sollte und der der Komponist in seiner Oper "Intermezzo" ein Denkmal setzte. - Mit gedr. Briefkopf der "Bayerischen Gewerbeschau 1912 in Muenchen"; leichte Gebrauchsspuren, sonst gut erhalten.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Marquartstein. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
3.500 € (91626/BN60947)

An den Opernsänger Raoul Walter: "Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank für Ihre so freundliche Anerkennung meiner bescheidenen Leistung, der Sie durch die prächtige Lorbeerspende Ausdruck gegeben haben. Ich deute dieselbe als ein schönes Omen für ein recht gedeihliches künstlerisches Zusammenwirken u. recht freundschaftlich kollegiales Verhältniß mit den vortrefflichen Künstlern der Münchner Hofbühne; gegenseitige Sympatie ist die schönste Gewähr zur Erreichung der hohen Ziele, denen wir Künstler unser Leben geweiht haben.

Wollen Sie die Güte haben, auch Dr. Jessnitzer [!] (ich habe nur flüchtig Ihre beiden Karten zu Gesicht bekommen u. kenne seine Adresse nicht, Kranz. u. Karten lagen bei meiner Abreise noch im Theater) meinen herzlichsten Dank u. beste Grüße zu übermitteln. Auf Wiedersehen vor Beckmesser's Meistertafel!". - Raoul Walter war von 1891 bis 1917 erster lyrischer Tenor am Königlichen Hof- und Nationaltheater in München, wo er die Rolle des Mathias Freudhofer in Wilhelm Kienzls Oper "Der Evangelimann", die er bei der Münchner Erstaufführung 1896 kreiert hatte, zwanzig Jahre hindurch als einziger Sänger verkörperte "und von dessen Leistung der Komponist beeindruckt war" (Wikipedia). Seine ausgeprägte Gastspieltätigkeit führte ihn nebst Moskau, St. Petersburg, Wien, Frankfurt, Zürich, Karlsruhe und Riga auch wiederholt nach Bremen (1894-1901), dessen Stadttheater von dem erwähnten Friedrich Erdmann-Jesnitzer geleitet wurde. Walters Repertoire umfasste auch Rollen in den Opern von Richard Strauss, darunter "Der Rosenkavalier", "Elektra", "Ariadne auf Naxos", "Feuersnot"..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Basel. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
2.500 € (91666/BN60987)

An die Sopranistin Lily Hafgren: "Ihr Brief wurde mir erst nach Holland nachgeschickt u. heute habe ich erst ein wenig Ruhe, ihn zu beantworten. Ich rate, nach den Wünschen der Generalintendanz vorerst Fidelio zu lernen, bin bereit, am 17. oder 18. Februar Ihnen Ihr erstes Auftreten zu dirigieren, wenn es sich bis dahin hinausschieben läßt. Ich bin am 14. Febr. Früh in Berlin (Hotel Adlon), habe am 16ten Conzert u. fahre am 19ten Früh nach Kopenhagen. Dazwischen zu Ihrer Verfügung. Isolde empfehle ich, auch baldigst in Angriff zu nehmen [...]".

- Anfangs Klavier studierend, wurde Lily Hafgren durch Siegfried Wagner zu einem Gesangsstudium ermuntert, nach dessen Abschluss sie 1908 in Bayreuth als Freia im "Rheingold" debütierte. Später sang sie u. a. auch die Elsa in "Lohengrin" oder die Eva in den "Meistersingern". Von 1908 bis 1912 sang sie in Mannheim und anschließend sechs Jahre in Berlin; ihr umfangreiches Repertoire umfasste die Partien von Brünnhilde und Isolde bis hin zur Pamina and zur Gräfin Almaviva, Tosca, Carmen und Charlotte in "Werther"; in der Berliner Premiere der "Frau ohne Schatten" gab sie die Kaiserin und in der "Ariadne auf Naxos" die Titelrolle. "Her voice on records is bright in tone, conveying a strong sense of dramatic commitment" (Grove Music Online). - Auf Briefpapier mit lithogr. Briefkopf des Hotel des Trois Rois..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. [Berlin]. 1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to.
2.500 € (92190/BN61212)

An einen Geheimrat mit einer Empfehlung für den aus den USA zurückkehrenden (oder schon zurückgekehrten) Dirigenten Ernst Kunwald: "Dr. Kunwald bittet mich um ein empfehlendes Wort an Sie. Er hat es zwar nicht nötig: aber ich erfülle seinen Auftrag um so lieber, als ich K. seit langem als vorzüglichen Opern- u. Conzertdirigenten kenne u. die Überzeugung habe, daß er für Frankfurt der richtige Mann ist u. gerade neben Dr. Rottenberg, dem er ein loyaler u. angenehmer College sein wird. Ich würde mich herzlich freuen, wenn dem Armen, dem die Amerikaner so übel mitgespielt haben, in Frankfurt ein seinen Fähigkeiten würdiger Wirkungskreis eröffnet würde [...]".

- Ernst Kunwald hatte in den 1910er Jahren in der Nachfolge von Leopold Stokowski als Musikdirektor des Cincinnati Symphony Orchestra (CSO) in Ohio gewirkt, handelte sich aber nach dem Kriegseintritt der USA 1917 durch seine prodeutschen Sympathiebekundungen das Missfallen der Behörden ein und wurde mit Auftrittsverbot belegt, schließlich sogar für mehr als ein Jahr interniert. Ende Mai/Anfang Juni 1919 kehrte er nach Europa zurück. Strauss' Bemühungen dürften entweder nichts bewirkt haben oder Kunwald hatte sich anderweitig entschieden: Von 1920 bis 1927 leitete er die Symphoniekonzerte in Königsberg, von 1928 bis 1932 war er in der Nachfolge von Emil Bohnke Dirigent des Berliner Symphonie-Orchesters. - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse; die Datierung "Berlin 1918" von zeitgenöss. Hand in Bleistift; S. 1 recto eine Notiz in Kugelschreiber; eine Unterstreichung mit rotem Farbstift; im linken Rand gelocht (keine Textberührung), aber mit wieder hineinapplizierten Ausstanzungen..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. Leipzig. 1 S. 4to.
4.500 € (92372/BN61638)

Drei Takte aus einem nicht bezeichneten Werk. - "En dessous et tout près de mon illustre ami que j’aime et que j’admire tant" findet sich der eh. Eintrag von Gustave Charpentier mit drei Takten aus dem ersten Akt seiner im Jahre 1900 uraufgeführten Oper "Louise" (datiert Leipzig, 1902). - Aus einem Gästebuch; kleine Läsuren am linken Rand und an den Rändern etwas nachgedunkelt; links unten mit "16" numeriert.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Notenzitat mit U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-8vo.
3.500 € (95581/BN63179)

Drei Takte aus einem nicht bezeichneten Werk.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D. 8vo.
1.200 € (95582/BN63180)

Hüftstück aus dem Atelier Emil Bieber, Berlin und Hamburg.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Bildpostkarte mit U. Rom. 1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse.
1.200 € (95583/BN63181)

An den Direktionsrat der Wiener Oper Karl Lion: "Molinari war bei Ihnen: Hoffentlich läst sich außer Aida auch das Requiem ermöglichen. Sonst eine andere italienische Oper! Wie geht es in Wien? Schicken Sie mir bitte nach Palermo Hotel Igieia [recte: Igiea] Nachricht. Wir haben eine sehr schöne Reise und sind sehr vergnügt. Mit herzlichen Grüßen an Sie, Ihre liebe Frau und das ganze Bureau […]".

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). 3 eigenh. Briefe mit U. [Garmisch]. Zusammen 9¾ SS. auf 6 Bll. 8vo.
12.000 € (95661/BN63303)

Drei schöne Briefe an Lotte Lehmann, die mit dem Komponisten noch weit über beider Tod hinaus verbunden sein sollte, trägt ihr Grabstein doch Strauss' Zitat "Sie hat gesungen, daß es Sterne rührte". Im ersten Brief, geschrieben am Weihnachtstag 1924, dankt Strauss voll Herzlichkeit für ihre Leistung bei der Uraufführung seines "Intermezzo" am 4. November im Dresdner Schauspielhaus: "Ihr hübscher Brief an die Urchristine, über den sich dieselbe sehr gefreut hat u. einstweilen durch mich herzlich danken läßt, gibt mir den nötigen Schub's, um Ihnen - seit 4 Wochen hab ich es vor - zu sagen, wie sehr ich bedauert habe, Ihnen in Dresden nicht mehr persönlich danken zu können für Alles, was Sie an gesanglichem u.

schauspielerischem Können, an schöner Stimme u. Erscheinung, an Fleiß, Ruhe u. wirklicher Liebe für Intermezzo aufgewendet haben. Ich weiß wohl, daß Ihre vollendete Leistung den starken unmittelbaren Erfolg verursacht u. Ihr Vorbild allen Nachfolgerinnen den Weg geebnet hat, den Sie nun anscheinend überall mit demselben triumphalen Erfolg wandeln. Ich wollte Ihnen dies vor Ihrer Abreise nach dem weißen Hirsch noch selber sagen; Sie waren aber schon auf u. davon. Wann sind Sie wieder in Dresden? Hoffentlich auch als Ariadne, Marschallin und - Salome! Wie steht's damit? Oder hat Herr Schalk eine Reihe wichtigerer u. dankbarerer (!) Aufgaben für Sie? Freund Fritz [von Pietro Mascagni] - Euryanthe [von Carl Maria von Weber] o. andere gangbare Opern?! […]". - Am 13. September 1928 versucht Strauss, Lehmann nach einem Eklat um die "Ägyptische Helena" zu besänftigen. Geschrieben hatte Strauss die Titelrolle für Maria Jeritza, doch da die Dresdner Staatsoper sich weigerte, die von der Jeritza geforderte Gage zu zahlen, wurde dort schließlich Elisabeth Rethberg mit der Rolle betraut, in der sie am 6. Juni die Uraufführung bestritten hatte. Fünf Tage darauf, am 11. Juni, hatte jedoch die Wiener Erstaufführung mit Maria Jeritza stattgefunden, deren Part nach vier Aufführungen von Vera Schwarz übernommen worden war. Irgendetwas an diesem Dreieck aus Jeritza, Rethberg und Schwarz muss Lotte Lehmanns Unmut hervorgerufen haben, die ab Herbst die Rolle hätte bestreiten sollen. Wie von Lehmann gewünscht, "jetzt im Hochsommer eine 'Berichtigung' einzusenden, die wahrscheinlich kein Mensch verstanden hätte", habe ihm widerstrebt, aber "die Notiz, wie Sie sie wünschen, entspricht ganz meiner Absicht u. wird wörtlich an die Herrn Dr. [Heinrich] Kralik u. Professor [Max] Graf abgehen, sobald ich ungefähr das Datum weiß, an dem Sie die Helena zum ersten Male singen werden. Aber nun lassen Sie sich auch bitte durch keinerlei Theaterklatsch mehr irritieren! Zu Ihrer letzten definitiven Beruhigung teile ich Ihnen mit, daß ich über die Helena der Frau Jeritza zwar sehr begeistert war, aber trotzdem darüber keine Träne vergossen habe (vielleicht werden Sie mir dieselben entlocken!)". Er sei sich "sehr genau bewußt […] (wie ich überhaupt Vergleiche an Künstlern, die meine Rollen singen, grundsätzlich vermeide), daß ich gerade im Juni es geradezu ängstlich vermieden habe, die beiden Leistungen der Frau Jeritza u. der Frau Rethberg (eine andere Helena habe ich bis jetzt nicht gehört) in Parallele zu stellen. Halten Sie mich wirklich für so dumm u. unbesonnen? Aber immerhin ist es, falls Ihnen wieder solcher Quatsch hinterbracht wird, besser, Sie schreiben sich Ihren so leicht entflammbaren Zorn von der Leber weg u. geben mir sofort Gelegenheit, diese Albernheiten zu berichtigen, als Sie lernen die Helena im Groll hinein: das könnte Ihrer herrlichen Stimme schaden […]". - Zwei Tage später, am 15. IX., schreibt er erneut über Lotte Lehmanns Wiener Helena: "Alwin [d. i. der Dirigent Karl Alwin] telegrafiert mir verzweifelt, daß Sie trotz größter Bemühungen im Oktober noch nicht die Helena singen wollen, sondern später. Ich habe ihn gebeten, [Sie in] Ruhe studiren zu lassen u. ja nicht zu drängeln! Ich bin aber selbst überzeugt, daß Sie nach nur 14 tägigem Studium sagen werden, daß die Rolle gar nicht so schwer ist, 3 mal so leicht als Intermezzo, daß Sie doch in 3 Wochen spielend bewältigt haben u. dann werden Sie selbst das Bestreben haben, diese Ihre neue Prachtrolle den Wienern vorzuführen! Sie haben mir versprochen, die Helena herauszubringen, sobald Frau Jeritza Wien verlassen hat. Dies ist nun 4 Wochen früher erfolgt, als die Direktion der Staatsoper erwartet hatte u. offen gesagt, wäre es in Ihrem u. des Werkes [Interesse] nicht gut, wenn die Wiener allzu lange auf Ihre Helena warten müssten […]". - Lange mussten die Wiener nicht warten, denn Lotte Lehmann sollte gar nie die Helena singen, weder in Wien noch anderswo: Stattdessen hatte sie sich zu jener Zeit in den Kopf gesetzt, die Partie der Isolde zu meistern, ein Unterfangen, von dem ihr Leo Slezak and Lauritz Melchior dringend abrieten, wohingegen Franz Schalk und Bruno Walter bereit gewesen wären, das Risiko zu wagen und sogar für sie das Orchester zu dämpfen und ihr einen lyrischen Tristan an die Seite zu stellen. Doch dazu sollte es auch nicht kommen, Lotte Lehmann stand nie als Isolde auf der Bühne, sang aber immerhin deren Liebestod im Konzert und zweimal auf Schallplatte..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Wohl Garmisch. 1 S. 8vo.
1.500 € (98123/BN63999)

Wohl an Kornelie ("Corry") von Wenninger (1866-1944), die Witwe von Karl von Wenninger (1861-1917), Generalleutnant und Führer des XVIII. Reserve-Korps im Ersten Weltkrieg: "Meine Frau u. ich haben mit aufrichtiger Trauer gelesen, daß Euer Excellenz nach dem Heldentod Ihres lieben Sohnes nun auch den Verlust Ihres von uns so hochgeschätzten Gatten zu beklagen haben. Es ist uns ein Herzensbedürfniß, Ihnen u. Ihrer lieben Familie in Ihrer schweren Trauer den Ausdruck unsrer herzlichsten Teilname [!] zu übersenden [...]".

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. An Bord der "America". 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
2.500 € (99294/BN65591)

An einen Herrn Neuer von der American Piano Company (AMPICO), einem der führenden Hersteller von Pianolas: "Danke herzlich für Ihre freundliche Depesche und bitte Ampico an Direktion der Staatsoper in Wien zu senden. Womöglich mit recht vielen Begleitungsrecords neuer Lieder, damit ich mit Frau [Elisabeth] Schumann zu woltätigen Zwecken recht bald eine öffentliche Vorführung veranstalten kann. Wir haben herrliche, ganz ruhige Fahrt und mildes Frühlingswetter. Leider liegt mein Sohn mit einer leichten Bronchitis zu Bett.

Mir geht es gut, habe einen kleinen Schnupfen an Bord spazieren gehend kuriert. Noch eine Bitte 'bevor wir scheiden'. Howard Taylor, mein treuer Begleiter u. Helfer, möchte gerne in Ihrem Geschäft bei Ampico eintreten. Haben Sie nicht ein Plätzchen für ihn? Er ist ein sehr tüchtiger, zuverlässiger Mensch von guter Erziehung und besten Manieren, ich kann ihn wärmstens empfehlen [...]"..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Postkarte mit U. München. 2 SS. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse.
2.500 € (99307/BN65645)

An den Komponisten und Musikkritiker Otto Leßmann über einen Brief Mozarts: "Schon längst hatte ich vor, Ihnen zu schreiben, daß mein Vater im Besitze eines sehr reizenden, noch ungedruckten Originalbriefes von Mozart ist, den er Ihnen mit Vergnügen behufs Veröffentlichung in Ihrem geschätzten Blatte zur Verfügung stellen würde. Wenn es Ihnen recht ist, schicke ich Ihnen eine Abschrift des Briefes zu. Zum 23. Januar komme ich nach Berlin, um meine italienische Fantasie zu dirigiren, welche Sie hoffentlich gedruckt bereits in Händen haben [...]". - Etwas gebräunt und fleckig und einige wenige kleine Randläsuren.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Garmisch. 1½ SS. 4to.
4.500 € (99309/BN65647)

Großer, sorgenvoller Brief an seinen "lieben Freund Buhre", d. i. Walter Buhre, seit 1922 Tonmeister bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft, über die Widrigkeiten der Gegenwart, geschrieben zwei Tage nach Hitlers sog. Nerobefehl: "Ich gehöre im Allgemeinen nicht zu den Leuten, die wie freundliche Verwandte oder wohlwollende Collegen Einem nur schreiben, wenn sie von uns etwas wollen, darum mache ich mir einige Gewissensbisse, daß ich Sie schon wieder um eine Gefälligkeit bitten muß. Aber Not kennt keine - Freundschaft u.

Chauffeur Martin ist ein unausstehlicher Plaggeist. Entschuldigen Sie also gütigst beiliegenden Wunschzettel […] Ich denke noch oft an die schönen Stunden, die wir zusammen im lieben, armen Salzburg verlebten. Es waren die letzten Freuden, die meinem nun bald ganz in die Schatten der Hoffnungslosigkeit versinkenden Künstlerdaseins [!] beschieden waren. Die arme Danae war der Schwanengesang der deutschen Oper. Mit den letzten Meistersingern in Bayreuth steht sie am Ende 2000jähriger Kultur als Höhepunkte nun zerstörter deutscher Kunst. Auch sonst habe ich nur Trauriges zu berichten: meine arme Frau - nun den vierten Monat an den Folgen eines Rotlaufs erkrankt - fängt jetzt zwar Gott sein Dank an zu genesen unter der aufopfernden Pflege unserer braven Alice, die seit Dezember auch den ganzen Haushalt führt, nachdem unsre Anna im November ihrem Krebsleiden erlegen u. nachdem meine Kinder aus meinem bis jetzt zwar noch nicht zerstörten aber arg beschädigten Haus, dessen ganze Umgebung nur mehr ein Trümmerhaufen ist, hieher geflüchtet sind. Also Sorgen über Sorgen, Kummer u. Trostlosigkeit, die ich mühsam mit handwerklichen Arbeiten: neue Fassung des schlecht bearbeiteten Rosencavalierwalzers u. anderen unnützen Werkstattkrames [!] betäube. Meine Gesundheit ist trotz Allem noch gut - aber wozu noch? […]". - Die "schönen Stunden" in Salzburg beziehen sich auf die Vorbereitungen zur Uraufführung von "Die Liebe der Danae", die im Rahmen der Salzburger Festspiele geplant war. Da nach dem Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 aber die Festspiele abgesagt worden waren, kam es nur zu einer ersten und einmaligen Aufführung in Form einer öffentlichen Generalprobe..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). "Westöstlicher Divan". Eigenh. Musikmanuskript mit U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-4to. Hellbraunes Notenpapier, beschnitten, gedruckte Linierung, 15 Notenzeilen vorhanden, die unterste beschnitten; im unteren Fünftel eine vertikale Knickspur. Die Ecken etwas bestoßen, Papierkennung oben links blindgeprägt ("Lard Esnault | Pari.
9.500 € (99753/BN66151)

Unbekanntes Skizzenblatt zu einem offenbar nicht weiter ausgeführten Lied nach dem Gedicht "Lesebuch" aus Goethes Zyklus "Westöstlicher Divan". Das Fragment umfasst 20 Takte für Klavier und Singstimme mit unterlegtem Gesangstext und ist in dreizeiligen Akkoladen notiert, in denen 20 Takte eingezeichnet, jedoch nur 16 Takte mit Notentext ausgefüllt sind; in den letzten 4 Takten ist nur der nur Gesangstext notiert, die Noten fehlen. Der unterlegte Text von Goethes 14-zeiligem Gedicht umfasst die Zeilen 1 bis 10 und reicht von "Wunderlichstes Buch der Bücher" bis "O Nisami".

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D. 8vo.
1.500 € (99754/BN66152)

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Portraitpostkarte mit eigenh. U. [Wien. 8vo. Mit Adresse von anderer Hand.
1.800 € (99952/BN66456)

An Fräulein Gusti Friedmann in Wien.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Montreux. 3 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to.
2.500 € (105484/BN67066)

Ein Brief aus den schwierigen Schweizer Jahren an den befreundeten Architekten Eugen Antosch (1896-1974): "Besten Dank für [Ihren] Brief vom 15t., den ich sofort an meinen Sohn schickte u. teile gleichzeitig auch Ihnen mit, daß ich meines Wissens (ich bin seit Oktober 1945 in der Schweiz) bis dahin keine Steuern in Österreich, sondern alle meine Steuern in Deutschland (Garmisch) bezahlt habe. Da ich ab 45 keinerlei Einnahmen in Deutschland u. Österreich hatte, meine ausländischen Einnahmen bis zum 31.

Januar 48 die englischen, noch immer alle amerikanischen etc. beschlagnahmt sind - weiß ich nicht, was mein Sohn in Garmisch ab 45 an Steuern bezahlt hat. Mir sind nur 35.000 S (Tantiemen der Firma Boosey u. Hawkes London) bekannt, die glaube ich vor 2 Jahren auf die österr. Creditanstalt eingezahlt wurden u. dort (wie man munkelte) auf Sperrkonto liegen sollen. Mehr weiß ich nicht. In der Schweiz habe ich jährlich 18.000 frcs. Einnahmen fatiert, bezahle sogar Wehrsteuer im Canton Aargau. Und habe 25.000 frcs. Schulden zurückzubezahlen [...] Wenn Herr Dr. Stöger, dem ich jetzt schon meinen wärmsten u. herzlichsten Dank für seine gütigen Bemühungen u. Maßnahmen für mein Wohl zu übermitteln bitte, in Washington für die Freigabe meiner rechtmäßigen Einnahmen wirken könnte? Schließlich kann auch ein deutscher Componist, der noch dazu in der ganzen Welt aufgeführt wird, nicht nur von der guten Luft des Genfer See's leben [...]"..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). 2 eigenh. Briefe mit U. Garmisch und Wien. Zusammen (1+¾ =) 1¾ SS. auf 3 Bll. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.).
3.500 € (105485/BN67067)

An die Sopranistin Hermine Bosetti über die "Schweizer Ariadne" und das "wohlverdiente Bild": "Für die Schweizer Ariadne ist nunmehr das gesamte Ensemble von Mannheim u. dabei auch die dortige Zerbinetta engagiert; ich theile Ihnen deßhalb bedauernd mit, daß sich für diesmal Ihr Engagement dahin nicht realisiren läßt. Wegen Ihrer Salome habe ich bereits Bruno Walter geschrieben u. werde mich sehr freuen, Sie recht bald in dieser schönen Rolle zu hören" (3. I. 1917; auf Briefpapier mit gedr.

Briefkopf). - "Ihren Wunsch habe ich bei Ministerialrat Dr. Kobald empfohlen u. sende anbei mit freundlichen Grüßen das wohlverdiente Bild [...]" (25. IV. 1930). - Der Musikkritiker, Musikschriftsteller und Jurist Karl Kobald war von 1906 bis 1932 Kunstreferent im Unterrichtsministerium. Das erwähnte Bild ist die Photographie einer Postkarte aus dem Verlag Hermann Leiser, die Bosetti im Rollenkostüm der Zerbinetta zeigt, die sie in der Münchener Uraufführung von "Ariadne auf Naxos" gesungen hatte..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Garmisch. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo.
2.500 € (105486/BN67068)

An eine Frau Graf, d. i. die Mezzosopranistin Polly Batic, die in jenem Jahr den mit Strauss befreundeten Musikhistoriker und -kritiker Max Graf geheiratet hatte: "Vielleicht hilft Ihnen beiliegende Empfehlung ein wenig. Außerdem haben mündlich mir sowohl Herr Bracher, wie Generalintendant Maurach Nürnberg versprochen, sich für Sie zu verwenden. Letzterer wollte speziell bei der Agentur Mertens für Sie ein gutes Wort einlegen [...]". - Der Regisseur Johannes Maurach war seit 1922 Leiter der Städtischen Bühnen in Nürnberg; bei Herrn Bracher mag es sich um Theodor Bracher, den Präsidenten des württembergischen Kultusministeriums, gehandelt haben.

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Garmisch. 2½ SS. auf Doppelbll. 8vo.
3.500 € (105487/BN67069)

An Henri Hinrichsen vom Musikverlag C. F. Peters über seine "Alpensinfonie": "Sie sprachen s. Z. den Wunsch aus, auch noch ein größeres Werk von mir für Ihren Verlag erwerben zu können. Ich bin heute in der Lage, Ihnen meine Alpensinfonie, die ich zu vollenden im Begriffe bin, zum Verlag anzubieten. Als Honorar erbitte ich hiefür 100.000 (hunderttausend) Mark. Die Alpensinfonie, die wahrscheinlich das letzte sinfonische Werk sein wird, das mir in diesem Leben zu schaffen vergönnt sein wird, ist ein in großen Linien gehaltenes Stück in einem Satze mit einer Dauer von circa 45 Minuten mit nicht allzu großer Orchesterbesetzung (etwa wie Heldenleben).

Die Partitur wird bis etwa März vollendet sein: doch kann der Copist zum Abschreiben der Partitur (deren Originalhandschrift in meinem Besitz verbleibt) schon jeweils die fertigen Stücke voraus bekommen. Die Erstaufführung würde ich in Anbetracht der Kriegslage auf nächsten Herbst festsetzen, es sei denn daß ein großer Sieg schon bis zum kommenden Frühjahr normale Verhältnisse hergestellt hätte [...]"..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. München. 2 SS. auf Doppelbll. 8vo.
3.500 € (105488/BN67070)

An einen nicht namentlich genannten Adressaten mit der Bitte um Zusendung von Notenpapier: "Ich muß Sie heute um eine große Gefälligkeit bitten: mir ist mein Notenpapier ausgegangen, das ich - das einzig schreibbare - seit 30 Jahren aus Paris beziehe (zuletzt durch Max Bullinger in München). Dies auch der Grund, warum ich die Adresse nicht mehr genau weiß. Würden Sie nun die große Güte haben, mir bei Lard Esnault (Bellamys succ[esseur]) Paris (ich glaube rue Septembre, nahe der Oper) 100 Bogen 26zeiliges Partiturnotenpapier stehendes Format ebenso 100 Bogen 28zeiliges [und] 100 Bogen 30zeiliges - besorgen zu lassen u.

durch die Gesandtschaft express auf kürzestem Wege hieherschicken zu lassen? Ich arbeite an einem Klavierconzert für Wittgenstein u. sehe mich heute plötzlich auf dem Trockenen sitzen [...] Wie steht es mit dem Rosencavalier? Wir hatten hier eine unbeschreiblich schöne, unübertreffliche Aufführung des Intermezzos! Schade, daß Sie es nicht hören konnten [...]". - Strauss' "Panathenäenzug" op. 74 erfuhr seine Uraufführung am 16. Jänner 1928 in Berlin; Bruno Walter dirigierte, Paul Wittgenstein saß am Klavier. Die Wiener Erstaufführung des "Intermezzo" hatte am 15. Jänner stattgefunden; zu hören waren hier u. a. Lotte Lehmann und Alfred Jerger als Christine und Robert Storch, Richard Strauß selbst schwang den Taktstock zu der von Lothar Wallerstein geschaffenen Inszenierung..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Ms. Brief mit eigenh. U. [Wien]. ¾ S. 4to.
1.500 € (105489/BN67071)

An Eduard Benoni, den damaligen Arzt des Hofoperntheaters: "Die gefertigte Direktion erlaubt sich Euer Hochwohlgeboren im Interesse des Dienstes dringend zu bitten, bei der Ausstellung von ärztlichen Attesten, bezw. namentlich bei der Verschreibung von Krankheitsurlauben für die Mitglieder der Staatsoper gütigst sehr rigoros vorgehen zu wollen".

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Briefkarte mit U. Garmisch. 1 S. Qu.-8vo.
1.500 € (105490/BN67072)

An einen nicht namentlich genannten Adressaten: "Endlich klappts: Schnitzlein und Fuchs waren brav! Ich war gestern selbst in Weilheim u. habe jetzt fast so gut wie sicher den Gärtner bis September u. Auslandsreiseerlaubniß für Martin, so daß wir mit ziemlicher Bestimmtheit spätestens am 15. März zunächst auf 14 Tage nach Meran (Parkhotel), dann im April vielleicht Rom u. Venedig gehen u. wenn erst glücklich fort, nicht vor 1. Mai zurückkommen! Conferenz mit Oertel - Singer (?) müßte also spätestens Ende nächster Woche 8.

bis 10. März in München oder hier stattfinden - oder auch meinetwegen später in Meran!". - Theodor Martin chauffierte Strauss von 1924 bis 1944. Johannes Ortel verlegte Strauss' letzte Opern "Friedenstag", "Daphne", "Die Liebe der Danae" und "Capriccio"..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Sammlung von Ephemera, darunter Karten, Telegramme und ein Sparbuch. Karlsbad, Berlin und Garmisch. Zusammen 4 Bll. Verschiedene Formate. Das Sparbuch im Oktavformat in rotes Leder eingebunden und mit Verschlusslasche. Mit mehreren Beilagen.
2.500 € (105499/BN67090)

Die vorliegende Sammlung umfasst: - 1) Portraitpostkarte mit eh. U. An die Autogrammsammlerin Selma Forchheimer in Fürth. - 2) Kuvert mit eh. Adresse. An den Komponisten und Musikpädagogen Wilhelm Koehler-Wümbach (1858-1926) in Hamburg. - 3) Telegramm an Alfred Cavar-Cavallar, damals Leiter des Grazer Stadttheaters (1903-08). - 4) Telegramm an die Wiener Staatsoper. - 5) Strauss' Sparbuch bei der Barclays Bank Limited, Piccadilly Branch, ist auf acht Seiten beschrieben und umfasst die Transaktionen von Februar 1936 bis 1.

Jänner 1938. - Beiliegend vier Bildpostkarten, ein von nicht identifizierter Hand verfasster Zettel mit Notizen zu Strauss' Aufenthalten im zweiten Halbjahr 1918 sowie eine eh. Bildpostkarte mit U. von Pauline Strauss (dat. Garmisch, 20. VII. 1936)..

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. Berlin. 4 SS. auf Doppelblatt. 8vo.
1.800 € (105890/BN67648)

Ausführlicher und sehr früher Brief an den Musikkritiker Otto Lessmann über seine Eindrücke von Kompositionen von Eduard Lassen, Théodore Gouvy und Eduard de Hartog: "Sinfonie von Lassen: Trotzdem dem Werke zwei zu einer Sinfonie geradezu unerlässliche Bedingungen, nämlich das Vorhandensein von bedeutenden Themen u. deren contrapunktisch hervorragende Entwicklung u. Verarbeitung, vollständig fehlen, so hat die Sinfonie doch einen frischen und musikalischen Zug, welcher derselben immer einen Erfolg sichere. Adagio, welches hübsche Melodien aufweist, u. Finale, das nun allerdings jeder Durchführung entbehrt, gefielen mir am besten [...]".

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Strauss, Richard

Komponist (1864-1949). Eigenh. Brief mit U. München. 1¾ SS. 8vo.
2.800 € (106020/BN67899)

An den nicht namentlich genannten Violinisten, Komponisten und Dirigenten Joseph Dupont (1838-99), den ehemaligen künstlerischen Direktor und Mitdirektor der Brüsseler Oper La Monnaie, dem er mit Nachdruck empfiehlt, die berühmte italienische Primadonna Gemma Bellincioni - "in Gesang und Darstellung eine Künstlerin allerersten Ranges" - ins Théâtre de la Monnaie einzuladen: "Wenngleich ich weiss, dass Sie gegenwärtig zu dem Theater in keinen directen Beziehungen stehen, so bin ich doch fest überzeugt, daß Ihr Einfluss u.

das Gewicht Ihres künstlerischen Namens sicher die Macht haben, der Dame zur Erfüllung ihres Wunsches zu verhelfen [...]". - Gemma Bellincioni sollte einige Jahre später die Salome in der italienischen Uraufführung von Strauss' Oper 1906 singen..

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Strauss, Richard

composer (1864-1949). Autograph musical quotation signed. No place or date. Ca. 45 x 85 mm. Matted and framed.
2.500 € (106176/BN68392)

From the estate of Maestro Hans Bauer (1935-2023), a world-renowned Austrian/Canadian conductor and accomplished violinist. He formed a small but choice collection of musical autographs. His sister Hertha Bauer (1919-1996), who worked at HP Kraus for more than 25 years, assisted him forming this collection.

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Strauss, Richard

German composer (1864-1949). Two autograph letters signed (one with a small musical quotation) and one photographic portrait postcard. Garmisch. The postcard undated (ca. 1910). Altogether 2½ pp. (one letter on bifolium). 18 x 11.5 cm and 30 x 21 cm; the portrait postcard 14 x 8.5 cm.
4.500 € (104859)

Three attractive items addressed to the conductor and composer Robert Heger (1886–1978), whom Strauss addresses as “Freund u. Collegen” (“friend and colleague”). In the first letter, Strauss announces his arrival in Vichy for 1 September 1935, where he was to conduct a performance of his opera Salome during the International Music Congress. With characteristic irony and resignation he remarks: “Im Übrigen geht’s, wie’s gehen mag! Wie singt Florestan: meine Pflicht habe ich getan!” (“Otherwise things go as they may! As Florestan sings: I have done my duty!”), adding a brief autograph musical quotation from the famous aria “In des Lebens Frühlingstagen” from Beethoven’s Fidelio.

Heger himself was apparently unable to attend the congress, prompting Strauss to add in a postscript: “Schade, daß Sie nicht kommen!” (“A pity that you are not coming!”). The second letter, written by the 79-year-old composer in 1943, touches upon the travel restrictions imposed by his advanced age and inquires about the progress of productions of two of his operas. Strauss asks Heger for details concerning Capriccio in Kassel under his direction, “particularly about the cast of soloists”, adding with confidence that “conductor and orchestra are all right”. He also comments on performances of Guntram in Berlin, observing that “alongside the popular Bohèmes, Butterflys, Barbiers von Sevilla, etc., the German Guntram might occasionally find a place again”. Included is an undated studio portrait postcard by E. Bieber (Berlin & Hamburg), depicting Strauss seated in three-quarter length at approximately forty to forty-five years of age..

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Strauss, Richard

Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Viertaktiges Notenzitat aus einer Passage aus der sinfonischen Ton­dichtung „Ein Heldenleben“ op. 40 (1898).


Strauss, Richard

Signed hand print.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Original hand print of Strauss’ right hand. Signed by him to the lower left.


Strauss, Richard

Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

Fünf Takte in einzeiligem System aus seiner symphonischen Dichtung "Sinfonia Domestica", die im März des Jahres unter Strauss' Leitung in New York uraufgeführt wurde.


Strauss, Richard

Portraitphotographie mit eigenh. U.
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Vier Takte, für eine Berliner Autographensammlerin geschrieben. Die Aufnahme des Berliner Ateliers Meyer (Orig.-Bromsilber-Abzug) zeigt den Berliner Hofkapellmeister in einem Lehnstuhl sitzend. – Stellenweise etwas silberig oxydiert, sonst gut erhalten und dekorativ.


Strauss, Richard

Eigenhändige Postkarte m. U.
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Strauss lädt den Musikkritiker Otto Lessmann zur Uraufführung von „Zinnober“ des „genialen jungen von Hausegger auf den nächsten Sonntag den 19. Juni“ ein. „... Es verspricht eine vortreffliche Aufführung u. ein schöner künstlerischer Erfolg zu werden, über den ich nicht blos die musealen Schafsköpfe der hiesigen Presse urteilen lassen möchte. Billett würde ich natürlich reservieren! ...“ - Das Libretto verfasste Siegmund von Hausegger (1872-1948) nach der gleichnamigen Erzählung von E.T.A. Hoffmann. Strauss lädt den Musikkritiker Otto Lessmann zur Uraufführung von „Zinnober“ des „genialen jungen von Hausegger auf den nächsten Sonntag den 19. Juni“ ein. „[…] Es verspricht eine vortreffliche Aufführung u. ein schöner künstlerischer Erfolg zu werden, über den ich nicht blos die musealen Schafsköpfe der hiesigen Presse urteilen lassen möchte. Billett würde ich natürlich reservieren! […]“ - Das Libretto verfasste Siegmund von Hausegger (1872-1948) nach der gleichnamigen Erzählung von E.T.A. Hoffmann. Der Komponist und Dirigent Siegmund Edler von Hausegger (1872-1948), der u. a. als Interpret von Werken der Neudeutschen Schule und Anton Bruckners bekannt geworden ist. Die Uraufführung von „Zinnober, humoristisch-fantastische Handlung in 3 Akten“ fand am 19. Juni 1898 in München statt. Da war Strauss längst ein gefeierter Star. In seiner Zeit als aufstrebender Künstler begegnete Strauss einem anderen großen Talent und daraus entwickelte sich eine recht einzigartige Beziehung in der Musikgeschichte. Denn Richard Strauss und Gustav Mahler respektierten und unterstützten einander. Ihre 24 Jahre dauernde Freundschaft endete im Jahr 1911 mit dem unerwarteten Tod von Mahler. Im Jahr 1887 trafen sich die beiden in Leipzig zum ersten Mal. Ab jenem Jahr suchten Mahler und Strauss immer öfter den Kontakt. Sie sprachen über Musik und die eigenen Erfolge, jeder von ihnen vom Können des anderen überzeugt. In diesem Zusammenhang schrieb Strauss an Mahler, als diesem die Leitung der Wiener Oper angeboten wurde und nachdem er zum Katholizismus übergetreten war: „Komponieren Sie nicht mehr? Es wäre schade, wenn Sie Ihre gesamte künstlerische Energie – die Sie besitzen und für die ich höchste Bewunderung hege – zugunsten des undankbaren Amtes als Theaterdirektor opfern würden.“ Im Jahr 1901 wurde Strauss Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Musikverein und sah Mahler regelmäßig im Programm vor. Spötter sprachen mitunter vom „Allgemeinen Deutschen Mahler-Verein“. Mahler wiederum, der in Wien die „Symphonia Domestica“ von Strauss dirigierte, setzte sich intensiv für die Premiere der Oper „Salome” – die musikalische Adaption eines gewagten Theaterstückes von Oscar Wilde - ein. Mahlers Gegner schafften es, die Premiere zu unterbinden. Mahler schrieb diesbezüglich im Jahr 1906 an Strauss: „Sie können sich nicht wirklich vorstellen, welche Erniedrigungen ich in dieser ganzen Geschichte über mich ergehen lassen musste. Und unter uns gesagt: Welche Folgen dies alles für mich haben könnte“.


Strauss, Richard

Eigenh. Brief m. U.
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An den Komponisten Gustave Samarzenich in Paris: „[…] Fortwährend werde ich von der Revue Musicale um einen Nachruf auf Ravel angegangen. So sehr ich dessen Meisterschaft schätze, so kenne ich doch zu wenig von seinem Lebenswerk, um schriftlich eine gerechte Würdigung Eures großen Componisten abzugeben. Bitte entschuldigen Sie mich definitio bei der Redaktion und seien Sie herzlich gegrüßt […]“


Strauss, Richard

Eigenh. Brief m. U. „Doktor von Philipps Gnaden“.
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An Philipp Wolfrum in Heidelberg. „Daß Du für Frau Wagner Winkelpolemik treibst, finde ich im höchsten Grade überflüssig: sie hat doch Wagner- verein-ler genug (Golther, Sternfeld, etc.) die derartiges besorgen können. Also ich verlange von Dir, daß Du mir augenblicklich, nachdem Dein Oktoberfest vorbei ist, einen schönen ‚Bach’ schreibst. Das Honorar beträgt 400 Mark pro Band! Bach soll das I. Bändchen sein, Beethoven No. II ... Urlaub für Heidelberg ist bewilligt. Wann sind ... Proben? Ich soll am 27.ten in Mannheim Don Quixote mit Becker dirigieren ...“ – Erbittet Bescheid, wie er sich gegenüber der Universität Heidelberg verhalten soll. Die Widmung von „Taillefer“ steht schon fest. – Strauss gab für den Julius-Bard-Verlag in Berlin eine Schriftenreihe „Die Musik“ heraus. - Kleine Ecke des Umschlags (Frankatur) abgerissen.


Strauss, Richard

Eigenh. Brief m. U.
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„Lieber Herr Hofrat! Noch kein Mensch hat Partitur u. Klavierauszug der Molièremusik gesehen und schon wimmelt es in der Presse an Notizen darüber. Wie ist das möglich? Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich beiliegende kleine Correkturen gefallen ließen, damit die harmlose Sache nicht wieder zu einer Selbstverherrlichung aufgebauscht wird. ...“. – Die Korrekturfahne mit dem Pressebericht von Hofrat Alexander Dillmann, Rechtsanwalt und Musik- kritiker für die „Münchner Neuesten Nachrichten“, die diverse eigh. Korrekturen von R. Strauss aufweist, ist ebenfalls vorhanden. – In einer Nachschrift erwähnt Strauss bereits seine Arbeit an einem „sehr schönen Ballet ... für die Russen ...“. Zweifellos handelt es sich hierbei um die „Josephs Legende“ von Graf Kessler und H. v. Hofmannsthal für die „Ballets Russes“ des russischen Ballettmanagers Serge Diaghilew, die unter Leitung des Komponisten am 14. Mai 1914 in Paris uraufgeführt wurde.


Strauss, Richard

Eigenh. Brief m. U.
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An den österreichischen Geiger und Dirigent Walter Weller (1939-2015) in Wien: „[…] Da es leider in Bayern keine Wellers gibt, Beriot u. Sitt tod sind u auch Schneiderhan keine Zeit hat, habe ich mich entschlossen, meinem lieben Christian selbst Stunden zu geben. […] Nach solchen Lektionen […] unter Reichwein u. Abends ,die deutsche Seele’ - ich habe vollstes Mitgefühl! Christian finde ich nicht unbegabt, der rechte Arm ist recht gut - man merkt schon Wien - er hört gut, hat Rytmus u. begreift ziemlich rasch. Heute erster schwerer 6/8 Takt […] Josef in Egypten bereits intus! Schreiben Sie bitte auf was ich bei ihm besonders acht geben soll. […]“ - Mit eigenh. Briefkuvert.


Strauss, Richard

Portraitphotographie mit eigenh. U.
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Hübsches Kniestück am Dirigentenpult beim Studieren eines Manuskriptes. - Ungewöhnliches Motiv.


Strauss, Richard

Portraitphotographie mit eigenh. U.
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Brustbild von vorn. - Die Ränder beschnitten. - Schrift leicht verblaßt.


Strauss, Richard

Eigenh. musikal. Albumblatt mit U.
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13 Takte aus dem „Rosencavalier“. Der Rosenkavalier war das erste wirklich gemeinschaftlich von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss verfasste Werk. Die ins Wien um 1740 verlegte Handlung der Verwechslungskomödie ist trotz ihrer literarischen wie musikalischen Tradition in dramatischer wie auch musikalischer Umsetzung ein Werk des frühen 20. Jahrhunderts, Es enthält einzigartige Momente der Operngeschichte von den Monologen der Marschallin über die Rosenüberreichung bis zum verklärten Schlussterzett. Dabei sollte das Kolorit eines erfundenen theresianischen Wiens weniger zur sentimentalen Rückschau einladen, als einen Blick ins Kaleidoskop menschlicher, auch gebrochener, Empfindungswelten gestatten. Richard Strauss gilt als der Anführer der musikalischen Moderne um 1900. Andererseits, bemerkt der Autor der Frankfurter Allgemeinen Zeitung 1998, „machte er den Schritt in die Atonalität nicht nur nicht mit, sondern vollzog mit dem Rosenkavalier 1911 eine bewußte Kehrtwende; er wurde so alt, daß ihn von seinen komponierenden Altersgenossen einzig Sibelius überlebte. Es ist sicher kein Zufall, daß Gustav Mahler, dem Freund und Rivalen, in der jüngeren Musikwissenschaft so viel mehr Aufmerksamkeit zuteil geworden ist als Richard Strauss: Der 1911 Verstorbene brauchte die Frage, wie er auf die Traditionsumwälzungen des Jahrhundertbeginns reagiert hätte, nicht mehr zu beantworten; so konnte er in der musikwissenschaftlichen Literatur als ‚Prophet der Moderne‘ und ‚Komponist des Verfalls‘ geradezu zum Mythos avancieren. Um Strauss ist es in der Literatur vergleichsweise still. […]“ In seinem Verhältnis zu Richard Strauss fühle er sich, so Gustav Mahler, an zwei Bergleute erinnert, „die von entgegengesetzten Seiten in einen Schacht hineingraben und sich auf ihrem unterirdischen Wege begegnen“. Mit seinen Orchesterliedern schürfte Strauss nach farbigen Edelsteinen, mit seiner 9. Sinfonie bohrte sich Mahler durch Sedimentgesteine – zwei Goldsucher im Reich der Orchestermusik. 1968 studierte Mahler-Fan Leonard Bernstein erstmals den „Rosenkavalier“ ein. Bernstein hatte noch nie zuvor den Rosenkavalier dirigiert und zudem gerade den Wienern eine grandiose Falstaff-Interpretation präsentiert. Die Zeit schrieb von der Aufführung: „Und bestand nicht die Gefahr, daß die wienerische Anti Karajanus Conolanus Hystene den Leonard Bernstein um jeden Preis — indem man krampfhaft Augen und Ohren verschließt — zu einer Art Gegenfeldherrn, zu einem Musik Aufidius würde steigern wollen? Mußten nicht allzu hohe Anforderungen an den 49jährigen amerikanischen Dirigenten dazu führen, daß man plötzlich doch bemerkt, inwiefern er eben kein Opern Karajan ist und ihn um so enttäuschter verdammt? Solche Sorgen machten sich nicht nur die Eingeweihten (wobei erschwerend hinzukommt, daß man in Wien kaum ‚Rosenkavalier‘ Uneingeweihte findet. Um ein paar Ecken ist da jeder entweder mit den adligen Heroen des Stückes oder zumindest mit den Fanmals oder doch wenigstens mit Hofmannsthal verwandt). Die Aufführung, zweifellos zumindest vom Orchester und von Christa Ludwigs Marschallin her die fesselndste ‚Rosenkavalier‘ Darbietung der Gegenwart, machte alle diese Zweifel mit einem interpretatorischen Elan und einer Noblesse des Herzens zunichte, über die selbst diejenigen überrascht waren, die nach Bernsteins ‚Falstaff‘ bereits Äußerstes erwarteten. Selten sah und hörte man einen Dirigenten so ‚arbeiten‘. Jedes Viertel, jeden Auftakt, jede Überleitung, jede echte oder scheinbare Polyphonie ausdirigierend und ausmodellierend, begriff Bernstein die Strausssche Partitur im Geiste Gustav Mahlers. Und das Wunder geschah: die Partitur hielt diesen Anspruch, vor allem im ersten Akt, aus.“


Strauss, Richard

Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.
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An den namentlich nicht erwähnten Musikwissenschaftler Eugen Schmitz (1882-1959): „[…] Zur Erholung auf der Achse München - Rom zwar mit herzlichen Grüßen zudem kann ich mir die wiederholte Frage nicht versagen, ob Sie wohl diesen Winter die Frau o. Schatten bringen werden? Sogar in Rom kommt sie endlich dieses Frühjahr! Aber in der großen Musikstadt halten auf dem Spielplan immer noch Feuernot, Intermezzo - ich glaube soch auch Arabella, Ariadne - Elektra! Woran liegt es wohl, daß der Wiederaufbau meiner Werke dort gar so schwer geht? Clemens Krauß hat in einem halben Jahr allein 3 Werke voreinstudiert, wie informiert. Bitte erfreuen Sie bald durch eine gute Botschaft. […]“ - Die Bildseite zeigt Strauss vor der Burg Karneid bei Bozen auf einem Pferd sitzende.


Strauss, Richard

Postkarte mit eigenh. Notenzeile und Unterschrift.
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An den namentlich nicht erwähnten Musikwissenschaftler Eugen Schmitz (1882-1959): „[…] man gerne der Freunde [es folgt die Notenzeile] gedenkt in der Heimat! darum seien Sie mit herzlichem Prosit Neujahr schönstens gegrüßt von Ihrem aufrichtig ergebenen Richard Strauss | Schönste Grüße auch den Herrn Schüler u. Humperdinck!“ - Strauss vollendete seine Oper Daphne in Taormina gegen Ende 1937.


Strauss, Richard

Eigenhändiges musikalisches Albumblatt mit 4 Notentakten aus „Elektra“ mit Unterschrift „Dr. Richard Strauss“.          
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Geschrieben mit schwarzer Tinte auf rötlichem dünnen Karton. Vorderseite gering gebräunt, am unteren Rand winziger Einriss.


Strauss, Richard

Autograph sketchleaf for "Der Bürger als Edelmann", Op.60 (III) and "Schlagobers", Op.70, signed ("DrRichardStrauss").
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The sketch for Der Bürger als Edelmann comprising 19 bars for the prelude alle Siciliene to Act III, the full score notated in pencil on the recto, with the bar lines pre-drawn in ink, with an autograph inscription (""Schluss des II. Aktes Melodram Jourdain"); on the verso, the sketch for the ballet Schlagobers comprising 21 bars, for the "Tanz des Kaffees" in Act 1, signed and dated by Strauss at the end ("DrRichardStrauss / Garmisch, 19.8.21."), two bars deleted This sketchleaf has hitherto been unavailable to Strauss scholarship, and its contents are known only imperfectly. Strauss's 1917 musical comedy Der Bürger als Edelmann was the third of four creative engagements of the composer with Molière's play Le Bourgeois gentilhomme. His first, in 1912, provided the play with incidental music and followed it with a through-composed opera seria, Ariadne auf Naxos; 1916 saw the composer replace Molière's play with a through-composed prologue. The work of 1917 reworks the 1912 play, transforming it into a musical comedy. Strauss remained fond of its music, choosing the piece to round off his 85th birthday celebrations in 1949. Further sketch material for Der Bürger als Edelmann is preserved in Vienna and Garmisch. Strauss's Schlagobers is a ballet in two acts, composed in 1921–22, and first performed at the Vienna State Opera on 9 May 1924. The sketch on the verso of the leaf is for the delightful "Tanz des Kaffees" from Act I. Literature: RSQV q01121; Trenner 228b and 243; Katalog 2 (1935) Heinrich Hinterberger


Strauss, Richard

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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An den Komponisten Eugen Papst (1886-1956): "Herzlichen Dank für lieben Brief. Die Kirchentonarten verstehe ich nach wie vor nicht. Ist lyrisch (folgen drei Tonleitern zur Illustration). Gratuliere zu Hamburg! Ich bin etwa vom 17. April ab in Rom (Hotel Quirinal). Die Aufführung der Frau o. Sch. ist am 20. Vorher bin ich in Meran (Parkhotel), hier noch bis 15. Febr. [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Dan Domenico Palace Hotel in Taormina; mit kleinen Randeinrissen.


Strauss, Richard

Eigenhändig musikalisches Albumblatt mit Unterschrift.
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Kurzes, nicht näher bezeichnetes Notenbeispiel. Aus der Sammlung des Wiener Anwalts Max Bettelheim (1912-1971). Von dessen Nachfahren übernommen.


Strauss, Richard

Portraitphotographie mit eigenh. Unterschrift.
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Hübsches Portrait in Dirigierpose. Photo: Gußenberg, Berlin. Leiser-Verlag, Berlin. Altersbedingt leicht abgegriffen. Aus der Sammlung des Wiener Anwalts Max Bettelheim (1912-1971). Von dessen Nachfahren übernommen.


Strauss, Richard

Portraitphotographie mit eigenh. Unterschrift.
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Brustbild von vorn. Photo: Richter, Dresden. Leiser-Verlag, Berlin. Altersbedingt leicht abgegriffen. Aus der Sammlung des Wiener Anwalts Max Bettelheim (1912-1971). Von dessen Nachfahren übernommen.


Strauss, Richard

Eigenhändig musikalisches Albumblatt mit Unterschrift.
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Vom Komponisten nicht bezeichnetes Notenbeispiel aus dem Beginn des „Rosenkavalier“. Aus der Sammlung des Wiener Anwalts Max Bettelheim (1912-1971). Von dessen Nachfahren übernommen.


Strauss, Richard

Eigenhändiges musikalisches Albumblatt mit Unterschrift.
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Zwei Takte aus seinem Ballet Josephslegende, die an der Pariser Oper am 14. Mai 1914 uraufgeführt wurde. Josephs Legende (bei der Pariser Uraufführung 1914 unter dem Titel La Légende de Joseph) ist eine „Handlung in einem Aufzug“ (Ballett) nach einem Libretto von Harry Graf Kessler und Hugo von Hofmannsthal. Die Musik schuf Richard Strauss (op. 63). Es ist die erste Ballettkomposition des Komponisten und neben Schlagobers (1924) die einzige. Strauss übernahm für die Orchestrierung seine Prinzipien aus Elektra – eine Dreiteilung der Violinen, Heckelphon, vier Harfen und Celestas, Klavier und Orgel. Die Uraufführung fand am 14. Mai 1914 in Paris statt, sie wurde von den Ballets Russes auf der Bühne der Opéra dargeboten. Impresario war Sergei Diaghilev, als Choreograph und Schöpfer der Titelrolle war ursprünglich Vaclav Nijinsky vorgesehen – nach seiner Heirat wurde er schon vor der Probenarbeit ersetzt durch den Choreographen Michail Fokine und den 18-jährigen Léonide Massine. Die Sängerin Maria Kuznetsova hatte die pantomimische Rolle von Potiphars Weib übernommen. Die Kostüme stammten von Léon Bakst und Alexandre Benois, die Ausstattung von Josep Maria Sert. Die erste Inszenierung des Balletts war einem Gemälde von Paolo Veronese und der Aura eines Renaissance-Sujets nachempfunden. Strauss dirigierte die Premiere selbst und es kam zu sieben Aufführungen. Weitere sieben gab es dann im Theatre Royal Drury Lane London unter der Leitung von Sir Thomas Beecham. Wegen des drohenden Krieges hat Strauss sein Honorar von 6000 Francs nie erhalten. Nijinsky trat auch nach seiner Versöhnung mit Diaghilev in der Rolle des Joseph nicht auf.


Strauss, Richard

Portraitpostkarte nach einer Zeichnung mit eigenh. Unterschrift bildseitig.
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Brustbild des Komponisten. - Die Karte mit einem leichten Randeinriss, leicht abgeschabte Vorderseite und fleckig. Verkauft zum Unterschriftswert.


Strauss, Richard

Eigenh. Manuskript (Fragment).
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Des Esels Schatten. – Strauss’ Abschriften vom Libretto Hans Adlers, nummeriert „No. 5.“ bis „No 8“ und „No. 12“ bis „No 14“ jeweils am Kopf des Blattes. Auf Wunsch des Benediktinergymnasiums Ettal hatte Strauss 1947 mit den Arbeiten zu einer kurzen Schuloper begonnen, wobei er sich als Textvorlage Christoph Martin Wielands satirischen Roman „Die Abderiten“ erwählt hatte, der an die antiken Geschichten über die einfältigen Einwohner der thrakischen Stadt Abdera angelehnt war und auf dessen Grundlage der Schriftsteller Hans Adler das Libretto verfasste. – Der Text beginnt: „No 5. Pfriem: | da bilden sich die guten Leute immer ein, ein jeder könnte mir nichts, dir nichts, Schuster sein. Die sollten, statt zu spotten, erst einmal probieren, ein Loch im Stiefel kunstgerecht zu reparieren! Solides Schuhwerk ist die Basis alles Seins – das ist so klar als wie das kleine Einmaleins. Bloßfüssig wird kein Demagog wem imponieren – denn ohne Stiefel gibt es kein Politisieren .... Die großen Herrn, die uns regieren, glauben fest, daß sich die Welt durch Reden besser machen läßt.... Mir scheint’s, mein Stiefel ist, ohne Renommieren – Mehr wert als der, den sie tagtäglich produzieren ... (es klopft) | Herein! ...“ Strauss starb 1949 über den Skizzen zur Komposition.


Strauss, Richard

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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Sehr früher Brief an einen Journalisten, der sich euphorisch über Strauss’ symphonische Fantasie,G-Dur op. 16 „Aus Italien“ geäußert hatte: „[…] Haben Sie herzlichen Dank für die freundliche Übersendung Ihrer geistvollen (gestatten Sie, daß ich Ihnen das Wort zurückgebe) Besprechung meiner Fantasie. - Bei der erschreckenden Urteils- und Verständnißlosigkeit eines großen Teils der heutigen Männer der Feder überraschte mich die, mir obendrein so schmeichelhafte, Kundgebung eines wahrhaft Berufenen doppelt angenehm. Es ist mir schon zu wiederholten Malen passirt, daß sich ein großer Teil an Kritik, wie Publicum, durch vielleicht blendende, rein nebensächliche, Äußerlichkeiten meines Werkes über den eigentlichen Inhalt desselben täuschen ließen, ja denselben vollständig übersehen haben. Es ist doch eigentlich zu lächerlich, einem heutigen Componisten, dem sowol die Classiker, insbesondere derletzte Beethoven, als auch Wagner u. Liszt Lehrmeister waren, zuzutrauen, daß er ein Werk von einer Länge von 3/4 Stunden schreibt, um nur mit einigen pikannten Tonmalereien u. glänzender Instrumentation, deren heutzutage beinahe jede vorgeschrittene conservativst tüchtig ist, ... zu wollen. ,Ausdruck’ ist unsere Kunst, mehr als die bildenden Künste, ja selbst als die Wortpoesie. Die Poesie ist aber die Mutter aller Künste, u. ein Musikwerk, das mir keinen wahrhaft poetischen Inhalt mitzuteilen hat (natürlich einen, der sich eben nur in Tönen wahrhaft darstellen, in Worten allenfalls andeuten, oder nur andeuten läßt), ist für mich eben etwas, was ich unter alles andere eher reihen möchte, als unter die eben deßhalb poetischste Kunst, weil sie des höchsten Ausdruckes fähig ist: die Musik. - Es mag Ihnen vielleicht merkwürdig erscheinen, aber Ihre Besprechung meines neuen Werkes gehört unter die ersten, die mir den Beweis lieferten, daß ihr Urheber den Inhalt meines Werkes: Empfindungen beim Anblicke der herrlichen Naturschönheiten Roms u. Neapels, nicht Beschreibungen derselben, (’Ein musikalischer Bädeker Süditaliens’ bekam ich einem zu lesen pp.) wirklich erfaßt hat. Es mag Ihnen vielleicht komisch sein, aber es ist leider so. - Für Ihr mir bewiesenes Wohlwollen haben Sie herzlichen Dank, ich versichere Sie, daß man sich wirklich freut, aus einer Kritik auch einmal etwas lernen zu können. […]“


Strauss, Richard

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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An den österr. Dirigenten und Intendanten Bertil Wetzelsberger (1892-1967), sein ehemaliger Assistent an der Wiener Staatsoper: „Lieber Bertilus! Gratuliere u. freue mich! Empfehle, sofort hierher zu kommen u. sich Mittwoch ,meinen’ (so heißt es doch?) Parsifal u. Freitag ,meine’ IX. Sinfonie anzuhören. Letzte Gelegenheit! Möchte Ihnen auch für Frankfurt so manchen Rathschlag geben! [...]“ - Beiliegend unsignierte Portraitphotographie, die Strauss und Wetzelsberger im August 1944 in Salzburg zeigt. Richard Strauss verehrte Richard Wagner früh, doch die Annäherung an Bayreuth folgte auf Umwegen: Hans von Bülow, Liszt-Schüler und erster Ehemann von Cosima Wagner, vermittelte Strauss als Musikdirektor nach Meiningen – Bülow wird auch der Ausspruch zugeschrieben: „Richard I. ist Wagner, einen Richard II. gibt es nicht, also ist Strauss Richard III.“ 1885 lernte Strauss in Meiningen Alexander Ritter kennen, der dort der erste Geiger und mit der Nichte Richard Wagners verheiratet war. 1889 erhielt Strauss eine Stelle als Musikalischer Assistent in Bayreuth. Strauss korrepetierte „Parsifal“ und beteiligte sich am Gesellschaftsleben. Bereits kurz darauf dirigierte er seine erste Wagner-Oper, sein Versprechen Wagner-Witwe Cosima gegenüber, als Weimars Zweiter Kapellmeister für Wagner und Liszt einzutreten, führte zu einem regen gegenseitigen Austausch. Nicht zuletzt das Unverständnis der Familie Wagner, seine „Salome“ betreffend (Zitate über das „Judenmädchen“ Salome), führten zum Bruch mit Cosima Wagner. Eine Rückkehr folgte erst nach 39 Jahren. Erst 1933 kehrte Strauss überraschend zurück: Toscanini hatte aus Prostet gegen Antisemitismus und Diktatur seinen Abschied aus Bayreuth verkündet. Die Festspiele schienen gefährdet, doch Strauss war spontan bereit einzuspringen und damit der neuen Herrin in Bayreuth, Winifred Wagner, aus der Patsche zu helfen. Den „Parsifal“ hatte er zuvor nur als Bayreuther Korrepetitor kennengelernt. Strauss versuchte, Wagner von pathetischer Überlast zu befreien. Als der norwegische Bassist Ivar Andresen die Erzählung des Gurnemanz sehr episch-breit anlegte, wurde er von Strauss mit Händeklatschen und der Bemerkung ermuntert: „Warum singen’S denn dös gar so heilig? Dös müssen’S erzähl’n wie’n bayrischer Oberförster, der ‘n Bock g’schossen hat.“ 1933 wurde erstmals auch Ludwig van Beethovens Neunte in Bayreuth aufgeführt. Die nächste Aufführung erfolgte erst wieder 1951, als die ersten Bayreuther Festspiele nach dem Krieg eröffnet wurden.


Strauss, Richard

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar

An Herrn Wolff: „In Braunschweig kann ich leider für Sie nichts tun. Eine Empfehlung von mir würde die gegenteilige Richtung tun. Bedaure dies sehr herzlich! […]“ 1914 arbeitete Richard Strauss mit Hugo von Hofmannsthal (1874-1929) an der Märchenoper „Frau ohne Schatten“, der eine soziale Vision anzumerken ist: Das symbolisch aufgeladene Ehe-Doppelspiel geht letztlich so gut aus, wie die spannungsvoll-stabile Ehe von Richard und Pauline Strauss. Alma Mahler-Werfel bemerkte in diesem Zusammenhang sogar Züge von Masochismus an Strauss, der 1902 „ich brauch‘ dees!“ zu Gustav Mahler gesagt haben soll, als ihn Pauline nach dem Ende der Wiener „Feuersnot“-Premiere mit einem offenen Unmutsausbruch brüskierte. In ihrem Tagebuch konstatierte Alma Mahler-Werfel bei Strauss zudem eine „sonderbare Schwäche und Sehnsucht, unterlegen zu sein“, wohingegen sie einige Seiten später die Helligkeit und Sieghaftigkeit seines Musizierens lobte. Während des Ersten Weltkriegs, der am 28. Juli 1914 offiziell begann, erlebten die Kompositionen von Richard Strauss im deutschsprachigen Raum einen Aufführungsboom. Am Tag vor dem offiziellen Kriegsbeginn erkundigte sich Strauss von seinem Wohnsitz in Garmisch aus besorgt über den Verbleib von Hugo von Hofmannsthal. „Dichter“, so meinte Strauss, „könnte man wirklich zu Hause lassen wo sonst so reichlich Kanonenfutter vorhanden ist: Kritiker, Regisseure mit eigenen Ideen, Molièrespieler etc.“. Strauss arbeitete gerade am dritten Akt seiner Oper „Frau ohne Schatten“, die er 1917 beendete, die jedoch erst nach dem Krieg zur Uraufführung gelangte, weil sie als Stoff in Kriegszeiten ungeeignet schien. Gegen Kriegsende appellierte Strauss an die menschliche Vernunft. Der Musik – wohl auch seiner – schrieb er hier durch ihren völkerverbindenden Charakter eine besonders förderliche Rolle zu. 1917 legte Strauss zusammen mit Hugo von Hofmannsthal und Max Reinhardt den Grundstein für die Salzburger Festspiele.


Strauss, Richard

Portrait-Kabinettphotographie mit eigenh. Unterschrift auf der Bildseite.
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Frühes Portrait, das Strauss in einem Stuhl sitzend zeigt. Photographie: Gebrüder Lützel, München. Sehr seltenes Motiv.


Strauss, Richard

Porträtfoto (Postkarte) mit eigenhändiger Signatur „Dr. Richard Strauss“ auf der Bildseite.
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Die Aufnahme des Ateliers Albert Meyer (fotogr. Orig.-Abzug) zeigt den Künstler im Kopfbild en face. Die auf dunklem Untergrund mit Bleistift geschriebene Signatur.


Strauss, Richard

Eigenh. Brief mit Unterschrift.
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Früher Brief an den Orchesterdirigent und Komponist Hermann Levi (1839-1900): „Soll ich die Gesangspartien des Guntram schicken? Ist die Sache mit der Erstaufführung im Februar, spätestens Anfang März in Ordnung? Ich erwarte den Vortrag oder bitte mir dringend um eine umgehende, aufrichtige Antwort, damit es mir nicht ergehe wie mit meinem Engagement, daß ich monatelang nur zum Spaß hingehalten werde. Kann oder will Possart den Guntram nicht spätestens Anfang März herausbringen, so möge er es mir nur bestimmt mitteilen, ich bin gar nicht böse, sondern will nur jetzt sofort die Möglichkeit haben, die Erstaufführung des Guntram einer andern Bühne zu übergeben. Gibt mir aber Possart jetzt sofort die vertrauliche Versicherung, daß der Guntram spätestens in der ersten Woche dran kommt, so bin ich am 21. in München u. kann bis zum 30. Nov. da bleiben u. Klavierproben halten. Dazu muß ich aber jetzt umgehend den vollständigen Vertrag mit Zusicherung all meiner Bedingungen erhalten, um nicht umsonst nach München zu fahren! Also bitte nur um eine bestimmte Antwort, wie sie auch ausfallen möge. Die Ungewißheit ist schrecklicher, als ein festes Nein! […] Gluth kann plötzlich, wie es scheint doch so viel wie ich! Nu de gustibus eti.“ Guntram, op. 25, ist die erste Oper von Richard Strauss. Sie wurde im Stile der deutschen romantischen Oper gestaltet, stark beeinflusst von Richard Wagners Werken Parsifal und Der Ring des Nibelungen. Der junge Strauss beschäftigte sich seit seinem 18. Lebensjahr, nachdem er seinen Vater zu den Bayreuther Festspielen begleitet hatte, intensiv mit den Werken Wagners. Mit Guntram begann er bald, einen ähnlichen Stoff für seine erste Oper zu bearbeiten. Auf seiner Ägypten-Reise im Jahr 1892 vollendete er Teile der Oper. Am 12. Mai 1894 brachte er sie im Nationaltheater Weimar, wo er Hofkapellmeister war, zur Uraufführung. Das Werk wurde zwar freundlich aufgenommen, nach einigen Aufführungen jedoch wieder abgesetzt. Ein zweiter Versuch in München brachte keinen Erfolg. Erst 1940 gab es erneut in Weimar einen Versuch, die vom Komponisten radikal gekürzte Partitur aufzuführen, doch das Werk konnte sich nie einen festen Platz in den Spielplänen erobern. Hermann Levi (1839-1900) hatte während seiner Zeit als Orchesterdirigent enge Verbindungen, zunächst zu Johannes Brahms, später zu Richard Wagner. Gustav Mahler war 1883 in Bayreuth, als Levi erstmals nach Wagners Tod den Parsifal dirigierte. Der anhaltende Erfolg der Musik Richard Wagners nach dessen Tod ist eng mit Levis Namen verknüpft. Antisemitische Anfeindungen erlebte Levi auch durch Richard Strauss, der sich 1891 über das jüdische Dirigat des heiligen Parsifal bei Cosima Wagner, ebenfalls eine Antisemitin, beschwert. Levi leitete u. a. die bedeutenden Hoforchester in Karlsruhe (1864–1872) und München (1872–1896) und dirigierte für die Bayreuther Festspiele (1882–1894). Einen Seitenhieb teilt Richard Strauss gegen den Kapellmeister Viktor Gluth (1852-1917) aus. Strauss schreibt auch von Ernst von Possart (1841-1921), der nach längerem USA-Aufenthalt 1893 nach München zurückgekehrt war und als Generaldirektor und Intendant der Königlichen Hoftheater tätig war. Damit begann eine der glanzvollsten Perioden dieser Bühne.


Strauss, Richard

Portraitpostkarte mit eigenh. Unterschrift auf der Bildseite.
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Hübsches Kniestück beim Dirigat mit eigenh. Unterschrift „DrRichardStrauss“ auf Portraitpostkarte. Photographie: Gudenberg/Verlag H. Leiser, Berlin.


Strauss, Richard

Eigenh. Notenzitat und Unterschrift auf der Rückseite einer Postkarte.
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An „Freunde in der Heimath“ mit Neujahrswünschen, dazu ein Notenzitat.„[…] man gerne der Freunde in der Heimat [es folgt die Notenzeile] gedenkt darum bin ich mit besten Neujahrswünschen u. herzlichen Grüßen von Haus zu Haus Ihr stets aufrichtig ergebener Dr. Richard Strauss“ - Strauss vollendete seine Oper Daphne in Taormina gegen Ende 1937. Die Postkarte zeigt die Statue „Oreste ed Elettra“.


Strauss, Richard

Gedrucktes (Original)-Programm.
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„V. Sinfonie-Abend der Königlichen Kapelle zum Besten ihres Witwen- und Waisenfonds“ unter dem Dirigat von Richard Strauss. Gespielt wurden an diesem Abend Ludwig van Beethovens Ouverture zu Goethes Trauerspiel Egmont, das Violinkonzert in D dur Op. 61. und die Dritte Sinfonie Eroika Es dur Op. 55. Am 14.12.1913 standen Hector Berlioz, Richard Wagner und Gustav Mahler (Das Lied von der Erde) auf dem Programm. - Die Umschlagvorderseite tlw. im Falz eingerissen. - Aus der Autographensammlung des spanischen Pianisten Antonio Baciero (geb. 1936).