Kurt Schwitters

Künstler, 1887-1948

Kurt Schwitters war ein deutscher Künstler, Maler, Dichter, Raumkünstler und Werbegrafiker, der unter dem Kennwort „Merz“ ein dadaistisches „Gesamtweltbild“ entwickelte und zu den einflussreichsten Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts zählt. Mit „Merz“ bezeichnete Schwitters seine Technik, aus Zeitungsausschnitten, Reklame und Abfall Collagen zu erstellen. Als Gegenprojekt zu dem eher destruktiven Dadaismus sollten diese seit 1919 entstandenen Bilder und Skulpturen für einen Wiederaufbau stehen, was Schwitters in die Nähe des Konstruktivismus rückt. Als Lyriker und Schriftsteller hinterließ er ebenfalls ein umfangreiches Werk, darunter die Gedichte „An Anna Blume“ und „Sonate in Urlauten“.

Quelle: Wikipedia

Schwitters, Kurt

Maler und Schriftsteller (1887–1948). Eigenh. Brief m. U. Ambleside. 10.10.1946. 8vo. 4 Seiten.
8.500 € (47365)

An Alexander Dorner, vormals Museumsdirektor in Hannover und Präsident der dortigen Kestner-Gesellschaft, 1946 in dem US-amerikanischen Hanover, New Hampshire, lebend. – Ausführlicher Brief in englischer Sprache mit zahlreichen Details zu seiner Emigrationszeit, dem Schicksal seiner Frau Helma und zum Schicksal verschiedener Dada- und Merz-Mitstreiter. 1936 war Schwitters mit seinem Sohn Ernst nach Olso geflohen, »Helma travelled between Oslo and Hanover and went the last time 1939 back to Hanover.

Then she was not allowed to go to Norway again, when war started.« – Mittlerweile in London: »On the exhibition came a telegramm. Helma had died: On cancer. I did not even know that she was ill. Later I heard, that all my property in Hanover has ben bombed. My Merzbau is a heap of ruins. But the Museum of Modern Art, Director Sweeney, will help me to reconstruct it.« – Schwitters plante einen Besuch in Hannover. – Er habe Dorners Adresse an Nelly van Doesburg gegeben, die Dorner einmal bei Käte Steinitz kennengelernt habe. Er selbst sei noch immer in Verbindung mit vielen Freunden: Garvens, Spengemann, Falke, Vordemberge, Tschichold. Für eine Ausstellung im MoMA bittet er Dorner um Mithilfe. Er beklagt, »Buchheister does not answer to me.« Und der Architekt Otto Haesler, Mitglied des Werkbundes, aber auch während der Nazizeit erfolgreich mit öffentlichen Aufträgen, »now he could build what he liked, houses verbunden mit dem Boden.« – Er entschuldigt sich für das Schreiben mit Bleistift, »because I have to lie in bed. I broke the right leg: 10 weeks holyday! I live her with my english friend Miss Wantee […] Wantee is quite young. I love her, and she loves me. All the best. Love.« – Unterzeichnet mit »Kurt Schwitters (Kürtchen, Merz, Lord Winterbotton)«. – Bei »Wantee« handelte es sich um die junge Frau namens Edith Thomas, die Schwitters verehrte und eine Zeitlang bei ihm lebte. Ihren Spitznamen gab ihr Schwitters wegen ihrer wiederholten Frage »Wanted tea?«..

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Schwitters, Kurt

„Unter uns Kollegen“ („Among colleagues“). Typed manuscript signed („K. Schwitters“).
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Nice manuscript on an everyday monologue which is, in fact, a dialogue between Schwitters himself and his alter ego: ‚I am always polite. When I wake up in the morning, I am wont to say to myself ‚Good morning’, and I usually reply ‚Good morning, dear colleague’ [...]”.