Paul Schultze-Naumburg

Schultze-Naumburg, Paul

Maler, Architekt und Kunstschriftsteller (1869–1949). Eigenh. Brief mit U. („Paul Schultze-Nbg.“). München. 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo.
220 € (16126)

An eine Dame: „Es hat mich gefreut, einen sympathischen Gruss aus meiner Vaterstadt zu erhalten, von der ich nie Verständnis noch Würdigung erhoffe. Ihre Zeilen geben mir den Einblick in eine[s] jener Verhältnisse, in denen guter Wille und Wunsch da ist, ohne jedoch frei zur Entfaltung zu kommen – einen Einblick, den mir mein Beruf ja täglich giebt [!]. Und aus dem Verlangen, da zu helfen, ist ja auch mein Vademecum entstanden [...] In Stauffer[-]Bern haben Sie übrigens einen Lehrmeister ersten Ranges gehabt. Ein Toter, an dem viel gut zu machen ist [...]“. – Papierbedingt etwas gebräunt; mit kleinen Einrissen im Mittelfalz und kleineren Läsuren.

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Schultze-Naumburg, Paul

Maler, Architekt und Kunstschriftsteller (1869–1949). Ms. Postkarte mit eigenh. U. Saaleck. 1 S. Qu.-8vo. Mit gestemp. Adresse.
130 € (16127)

An den Rechtsanwalt und Vorsitzenden der Wilhelm Raabe-Gesellschaft Theodor Abitz-Schultze (1878–1963), der ihn zur Einweihung eines Denkmals von Wilhelm Raabe eingeladen hatte: „Ich muss Anfang September einen Vortrag in Braunschweig halten. Sollte das zeitlich mit der Denkmalseinweihung zusammen treffen, so würde ich mit grossem Vergnügen an der Feier teilnehmen [...]“. – Etwas angestaubt und unfrisch.

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Schultze-Naumburg, Paul

Architekt, Kunsttheoretiker und Politiker (1869-1949). Eigenhändige Sentenz mit U. Saaleck. 1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm).
350 € (85059/BN55603)

"Die Zukunft Deutschlands wird davon abhängen, was für Menschen in ihm geboren werden. Wenn die Tüchtigsten auf Nachkommenschaft verzichten, die Gesunkenen und Farblosen dafür aber acht und zehn Kinder in die Welt setzten, müssen die Eigenschaften des gesamten Volkes sich in kurzer Zeit verschlechtern. Die Zukunft Deutschlands liegt im Geburtensieg der einen oder der anderen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928).

- Paul Schultze-Naumburg versammelte in Saaleck in den 1920er Jahren seinen gesamten Freundeskreis um sich: zum einen Architekten, die sich einer Architektur und einem Baustil der Goethezeit verpflichtet fühlten, auch gebildete jüdische Freunde, und zum anderen zunehmend nationalsozialistische Spitzenpolitiker. Sein 1928 veröffentlichtes Werk "Kunst und Rasse" umschrieb die Kunst des Expressionismus mit dem Begriff der "Entartung"..

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