August Schaeffer

Schaeffer, August

österreichischer Maler und Direktor des späteren Kunsthistorischen Hofmuseums (1833-1916). Eigenh. Brief mit Unterschrift Wien. 2.9.1904. Gr.-8vo. 1 1/2 pp. Doppelblatt. Mit eigenh. Kuvert.
160 € (86410)

An Georgin Stransky in Aussee: „Ich danke Ihnen allerbestens für diese Zeichen der Erinnerung an den so köstlichen Menschen ,Marie! von Najajer’, an die erhabene Dichterin, welche eine bleibende Zierde unserer Faches genannt zu werden verdient. […]“ August Schaeffer war der Sohn des Chirurgen Karl Schaeffer und dessen Gattin Josefa Elisabeth Scheibenbogen. Er wurde in der damaligen Wiener Vorstadt Mariahilf, Windmühle 66 (heute Fillgradergasse 2) geboren. Seine Schwester Josefina Magdalena war später mit dem Maler Ludwig Halauska verheiratet, eine andere Schwester mit dem Maler Karl Borromäus Post. In den Jahren von 1852 bis 1856 studierte Schaeffer an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei dem Landschaftsmaler Franz Steinfeld.

Ab 1857 unternahm er ausgedehnte Studienreisen durch Süd- und Westeuropa, vor allem auch an die Nordsee, nach Ungarn und in die Alpen. 1871–74 war er Skriptor an der Bibliothek und 1874–80 Kustos der Galerie der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1881–92 war Schaeffer dann Kustos und 1892–1910 Direktor der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien. In dieser Funktion etablierte er das Museum als wissenschaftliche Anstalt und institutionalisierte konservatorische Aspekte. August Schaeffer war Mitglied der Künstlervereinigung Eintracht und ab 1861 des Künstlerhauses, 1884–86 Vorstand und ab 1913 Ehrenmitglied dieser Institution, für die er auch eine Chronik 50 Jahre Genossenschaft der bildenden Künstler Künstlerhaus verfasste. 1889–1916 war er Ausschussmitglied des Alterthums-Vereins. 1911 (Diplom 6. November 1912) wurde er in den Adelsstand erhoben und hieß seither August Schaeffer Edler von Wienwald. 1915 wurde er Hofrat. Schaeffer verfasste einige Schriften kunsthistorischen Inhalts bzw. über die Institutionen, für die er tätig war. In erster Ehe war er 1862–1889 mit der Opernsängerin Emilie Hoffmann (1835–1889) verheiratet, nach deren Tod in zweiter Ehe 1905–1916 mit Auguste Wahrmund. Er wurde auf dem Pfarrfriedhof Nussdorf begraben..

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Schäffer, August

Komponist (1814-1879). Eigenh. Brief mit U. Berlin. 10.10.1860. 1 S. 8vo.
250 € (935663/BN935663)

An einen namentlich nicht genannten Freund: "Diese Zeilen schreibe ich Ihnen in der größten Eile! Beifolgend erhalten Sie statt eines Hechtes drei und wie ich hoffe, zu Ihrer Zufriedenheit. Da Sie nicht anders wollen, so entnehme ich mir sämtliche Auslagen, die 1 Thaler 5 Silber: betragen, mit Postverschluß. Gebe nur Gott, dass die Fische morgen gesund und zu rechter Zeit ankommen […]". - Schäffer erhielt seit frühester Jugend Musikunterricht, setzte, von Felix Mendelssohn Bartholdy gefördert, seit 1833 seine Studien am Kgl.

Institut für Kirchenmusik in Berlin fort und trat 1839 mit der am Königstädtischen Theater uraufgeführten Oper Emma von Falkenstein als Komponist hervor. Er schrieb vorwiegend humoristische Lieder, Duette und Chorlieder..

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Schäffer, August

Maler (1833-1916). Eigenh. Brief mit U. Wien. 12.11.1880. 1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert.
120 € (940007/BN940007)

An Herrn von Grenser, den Geschäftsführer der Braumüllerschen Buchhandlung: "Durch gefällige Mittheilung gelangten wir zur Kenntniß, daß Euer Hochwohlgeboren im Besitze von 2 Pastellgemälden, darstellend Sebastian Bach und Josef Haydn sind. Es würde für unsere demnächst zu eröffnende historische Porträt-Ausstellung von hohem Werthe sein, wollten Euer Hochwohlgeboren unserer ergebensten Bitte entsprechen, uns die oben bezeichneten Gemälde für die genannte Ausstellung zu überlassen [...]".

- August Schaeffer studierte bei dem Landschaftsmaler Franz Steinfeld an der Akademie der bildenden Künste Wien und wurde 1881 Kustos und 1892 Direktor der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien. Als Maler schuf Schaeffer (der 1911 nobilitiert wurde) Landschaftsgemälde in romantisch-spätbiedermeierlichem Stil, darunter die Wandbilder im Naturhistorischen Museum. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens..

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Schäffer, August

Komponist (1814-1879). Eigenh. Brief mit U. Berlin. 23.06.1846. ½ S. 8vo.
120 € (76392/BN49181)

An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich Ew. Wohlgeboren für Ihr gütiges Anerbieten, meine neue Oper 'Eben Recht' in Commission zu nehmen, meinen ganz ergebensten Dank sage, bemerke ich, mir den Debit derselben vorläufig selbst vorbehalten zu haben [...]". - Mit kleinen Randläsuren.

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