Rainer Maria Rilke

Dichter, 1875-1926

"Rainer Maria Rilke war ein Lyriker deutscher Sprache. Mit seiner in den ""Neuen Gedichten"" vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne. Daneben verfasste er Erzählungen, einen Roman und Aufsätze zu Kunst und Kultur sowie zahlreiche Übersetzungen von Literatur und Lyrik unter anderem aus dem Französischen. Sein umfangreicher Briefwechsel bildet einen wichtigen Bestandteil seines literarischen Schaffens."

Quelle: Wikipedia

Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenhändig ausgefüllter Auktions-Auftragszettel mit Namenszug "Rainer Maria Rilke" sowie mit eigh. beschriftetem Umschlag. München. 1/2 S. Gr. 8vo.
3.500 € (48440)

Auftrag für eine Versteigerung der Münchener „Bücherstube am Siegestor, Horst Stobbe“, Ludwigstr. 17 a, am 13. Oktober 1917. Rilke bietet ohne Limit auf Katalog-Nr. 416, Maurice de Guérins „Der Kentauer“. - Das Buch war 1911 in Rilkes Übersetzung und mit seinem Nachwort als Druck der Ernst-Ludwig-Presse in 300 nummerierten Exemplaren im Insel Verlag erschienen, davon 50 auf Japanpapier und in Leder gebunden (vgl. Sarkowski 638). - Ungewöhnliches Rilke-Autograph.

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenhändiges Gedicht. o. O. u. J. 4to. 1 p. Liniertes Bütten.
9.000 € (77863)

„Auferstehung. | Der Graf vernimmt die Töne | er sieht einen lichten Riss; | er weckt seine dreizehn Söhne | im Erb-Begräbnis. | Er grüßt seine beiden Frauen | ehrerbietig von weit -; | und alle, voll Vertrauen, | sehn auf zur Ewigkeit, | und warten nur auf Erich | und Ulriken=Dorotheen, | die, sieben=und dreizehnjährig, | (sechzehnhundertzehn} | verstorben sind im Flandern, | um heute vor den Andern | unbeirrt herzugehn.“ - Geschrieben 1906 in Paris. Aus den 1907 erschienenen „Neuen Gedichten“.

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Rilke, Rainer Maria

österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache (1875-1926). Eigenh. Brief mit Unterschrift. Westerwede bei Bremen. Folio. 1 1/2 pp.
7.500 € (78468)

An Richard Batka: „[…] Ich mußte Sie eine Weile warten lassen; aber heute sende ich Ihnen, dem Wunsche der Redaktion entsprechend, einige Gedichte, hoffentlich noch nicht zu spät für das erste Haft. Was Ihnen nicht paßt erbitte ich gelegentlich zurück. Besonders lieb wäre es, wenn Sie sorgen wollten, daß die neulich angenommene Novelle nicht zu spät zum Abdruck kommt. An einer kleinen Verzögerung liegt mir nichts. Es folgen mit diesem Briefe drei Beiträge zur Wahl u[nd] zw[ar]: 1.

Gedicht. 2. Abend. 3. Wege im Moor (unter welchem Namen 3 Gedichte zusammengefaßt sind). Noch eines: ich würde, wie schon einmal gesagt, sehr gerne für die „Deutsche Arbeit“ Bücher besprechen und bitte das Redaktionskomité, mir von Fall zu Fall Rezensionsexemplare (besonders lyrischer und novellistischer Werke), die der Zeitschrift zukommen, einzusenden […] Da ich nicht weiß, ob Sie noch auf Rügen sind, richte ich diesen Brief nach Prag. Ich hoffe, daß Sie eine schöne Erholungszeit gehabt haben, begünstigt von dem warmen Wetter, daß sich nahe am Meer, sogar mit einer gewissen Dankbarkeit, ertragen läßt […]“.

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenh. Eintragung im Buch „Les Flammes Hautes“ von Emile Verhaeren und eigenhändige Übersetzung eines Gedichts. 8vo. Rücken gebrochen (unfachmännisch restauriert), gebräunt; einige Seiten lose.
7.500 € (81394)

Signierte Ausgabe von „Les Flammes Hautes“ des belgischen Dichters Emilé Verhaeren mit einer eigenhändigen Widmung von Rainer Maria Rilke: „A Elya, a livre d’un grand ami, ou nous sommes entrés ensemble d’un si heureux accord: Rainer, Maria - (9. Janu. 1919)“ Rilke schreibt an die Schauspielerin Elya Maria Nevar, die mit Rilke befreundet ist und wie er die hohe Meinung über das Buch teilt. Das Buch stammt aus dem Nachlass von Neyar. Der Buchdeckel zeigt neben einigen handschriftlichen Vermerken eine Illustration mit den Worten Ex Libris Elya Maria Nevar.

Auf dem Vorsatzblatt der handschriftliche Vermerk „Erhalten von Rainer Maria | Januar 1919“. Auf Seite 83 findet sich die handschriftliche Übersetzung Rilkes des Verhaeren-Gedichts „Les Mortes“ in Bleistift: „Les Morts: Bondissez donc, désir humain, puissance humaine | Aussi loin que vous porte ou la lutte ou l’accord | Que votre amour soit neuf et neuve votre haine | Sur la terre pleine de morts.“ Darunter die eigenhändige 2-seitige Übersetzung Rilkes (S. 83-84): „Die Toten | An diesen Abenden, da in der Nebeldauer verhüllter Himmel langsam blich, ent xxxx , verscholl, trat ich gesammelter, doch ohne taube Trauer | auf diese Erde, Toter voll. | Absichtlich dröhnt mein Schritt, daß sie ihn jetzt noch hören, | von denen träumend nun in ihrer Schlafer Haft, die mit noch größerer Kraft und größerem Beschwören |umschaffen, was sie nicht geschafft. […]“ Es folgen 5 weitere Strophen à 4 Zeilen. - Von Rilke eigenh. hinzugefügt „eingeschrieben, am Pfingst-Montag 1919.)“ Für Rilke war Elya Maria Nevar (1894-1976) eine wichtige Freundin der späten Kriegsjahre in München, die Freundschaft hielt auch die Jahre über Bestand. In seinem letzten Brief dankte Rilke Elya dafür, dass sie die „Hüterin seiner Einsamkeit“ in München war. Während dieser Zeit in München lasen sie gemeinsam in „Les Flammes Hautes“. Die Gedichte Emilé Verhaeren (1855-1916) waren en vogue, er wurde für seine engagierte und gesellschaftskritische Poesie geschätzt. Wer seinem Schaffen nahe sein wollte, übersetzte seine Lyrik. So zum Beispiel Stefan Zweig, der ein Freund des belgischen Dichters war und 1913 ausgewählte Gedichte Verhaerens für den Insel-Verlag nachdichtete. Damit war Rilke in bester Gesellschaft, als er sich daran machte, Les Mortes „Die Toten“ nachzudichten. Von der Freundschaft zwischen Rilke und Nevar zeugt auch das Buch „Freundschaft mit Rainer Maria Rilke, Begegnungen - Gespräche - Briefe und Aufzeichnungen mitgeteilt durch Elya Maria Nevar“ aus dem Züst Verlag, Bern (1946). Darin enthalten sind Nachdrucke von Rilkes Briefen, wortgetreu, ohne Kürzung und in seiner Schreibweise..

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenh. Brief mit Unterschrift „R M Rilke“. Château de Muzot / Sierre (Valais), Schweiz. Gr.-8vo. 2 pp.
4.800 € (83274)

Eigenhändiger Brief an einen ungenannten Freund, geschrieben im Château de Muzot, Sierre, wohl als Dankschreiben für Glückwünsche zu Rilkes Geburtstag am 4. Dezember. Rilke bewohnte seit 1921 das kleine mittelalterliche Schlösschen im Wallis, das sein Mäzen Werner Reinhard zunächst für ihn gemietet, dann erworben hatte. Die Ruhe in Muzot ermöglichte dem Dichter den Anschluss an die literarische Produktivität seiner Vorkriegsjahre. „Mein werther und lieber Freund, ich möchte nicht erst das Heft der ,Litterarischen Welt’, das Sie mir anmelden, abwarten, um Ihnen zu sagen, wie sehr warm Ihre Wünsche bei mir aufgenommen sind.

Leidend, kann ich nur den geringsten Theil der vor mir aufgehäuften Zuwendungen beantworten, umso weniger Aufschub soll mein Dank haben, den wenigen gegenüber, die da sind, mich mit älteren Erinnerungen ausdauernd und nachsichtig zu verbinden... Mit allen Grüßen aus alter Gesinnung, der Ihre R M Rilke“. - Blaues Schreibpapier mit Mittelfalz. Gut erhalten..

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). 2 eigenhändige Briefe mit Unterschrift und 1 Porträtfotografie. Gut Böckel (Bieren). 7 1/2 pp. Beiliegend 2 eigenh. Umschläge.
12.500 € (83370)

Rilke berichtet ausführlich von seinem Aufenthalt im Spätsommer 1917 bei Hertha Koenig auf Gut Böckel, wo er sich von der kriegsbedingten Unrast in München erholt. In seinen beiden Briefen an die junge Hanna Heidsiek aus Preussisch-Oldendorf, die während Rilkes Aufenthalt Ende Juli bis Anfang Oktober zu den Besuchern auf Gut Böckel gehörte, schildert der Dichter eine beschaulich ländliche Idylle, "eine wunderbare Gleichmäßigkeit, die die Tage am meisten ausfüllte und bereicherte", die einen eindrücklichen Kontrast zur vom Krieg gezeichneten Großstadt München bildete, und die nur durch wenige Vorkommnisse (u.

a. ein dreiwöchiger Aufenthalt der Konzertsängerin Augusta Hermann) unterbrochen wird; Rilke verbringt die Zeit neben ausführlicher Korrespondenz mit Freunden und Familie (er verfaßt in den zwei Monaten ca. 50 Briefe) mit schriftstellerischen Arbeiten (Wiederaufnahme der Augustinus-Übersetzung), Ausflügen und zuletzt Reisevorbereitungen. - Rilke hatte im Juli 1917 seine Wohnung in der Villa Alberti in der Keferstraße in München aufgegeben und mußte die nächsten Monate zunächst ohne eigene Adresse überbrücken (langfristig plante er, München ganz zu verlassen). So fand er vom 24. Juli bis 2. Oktober 1917 Zuflucht bei Hertha Koenig (1884-1976) auf ihrem Gut Böckel in Westfalen. Er hatte die Schriftstellerin bereits 1910 beim Verleger S. Fischer kennengelernt, und war ihr seitdem freundschaftlich und als Dichterkollege verbunden. - Das Porträtfoto zeigt eine von mehreren bekannten Aufnahmen von Rilke, die Hertha Koenig während seines Aufenthaltes gemachte hatte, um einen neu erworbenen Fotoapparat auszuprobieren ("Rilke setzte sich auf einen großen Stein und blinzelte geduldig in die Sonne", zit. nach: H. Koenig, Erinnerungen an Rilke. Rilkes Mutter , hrsg. von J. W. Storck, Bielefeld 2002, S. 65f.)..

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). 3 eigenhändige Briefchen mit Unterschrift „Rainer-Maria“. München, "Ainmillerstrasse 24". Zusammen 4 pp. Bis 9 : 11 cm.
5.500 € (83371)

Charmante kurze Schreiben an die junge Buchhändlerin Else Falk, "Schellingstraße 24/II (Pension)", mit Ostergrüßen und Vereinbarungen für ein Treffen. "Ob es mir glückt, Else Falk, dich, aufs Unerwartete, anzutreffen? Wenn nicht, so bleiben dir zwei rote Rosen als ein Gruß Rainer Maria's." - "Liebe Else Falk: ein frohes Oster-Fest! Ich war die letzten drei Wochen nicht recht wohl, sonst würde ich dich schon einmal gerufen haben. Dir geht es, hoff ich, gut .." - "Montag. Mit drei sommerlich Rosen.

Alle diese Tage wollt ich dich rufen, Else Falk; aber wie das so vor einer Reise geht, jeder Tag füllt, überfüllt sich mit Aufgaben. Aber dieser Abend. Montag. Willst du nach deinem Abendessen nach acht, heute ein Stündchen zu mir herüberkommen? Wenn du nichts anderes telephonierst, erwart ich dich." - Rilke hatte 1916 in Wien die Bekanntschaft von Else Falk gemacht, wo sie bei Hugo Heller als Buchhändlerin tätig war, und stand bis 1922 mit ihr in Briefkontakt. Else Falk war 1917 nach München gezogen, und Rilke selbst wohnte 1918/1919 in der Ainmillerstraße..

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Visitenkarte ohne eigenh. Zusatz mit eigenh. Kuvert. München. 1 p. 32mo. Mit eigenh. Kuvert.
1.800 € (83372)

An die junge Buchhändlerin Else Falk, "Schellingstraße 24/II (Pension)" adressiertes Kuvert mit seiner Visitenkarte „RAINER MARIA RILKE“. Rilke hatte 1916 in Wien die Bekanntschaft von Else Falk gemacht, wo sie bei Hugo Heller als Buchhändlerin tätig war, und stand bis 1922 mit ihr in Briefkontakt. Else Falk war 1917 nach München gezogen, und Rilke selbst wohnte 1918/1919 in der Ainmillerstraße.

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Paris. Gr.-8vo. 4 pp. Doppelblatt. Mit gedr. Adresse.
12.000 € (83482)

An den französischen Schriftsteller und Nobelpreisträger André Gide: „Mais, mon cher Gide, mais je serais ravi au sens le plus céleste de ce mot, si un jour il y aurait une traduction du Christophe Rilke par vous, cher ami [Gide hatte vorgeschlagen Rilkes lyrische Erzählung „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ ins zu übersetzen, was er letztlich aber nicht tat], mais jamais je n'aurais rêvé ny espéré chose si belle. D'abord, je suis sûr que vous en feriez une merveille: en premier lieu parce que c'est vous, et puis parce que vous me comprenez comme il est rare d’etre compris en poésie par un esprit qui s’agite et se calme dans l’élement d’une autre langue (car à la fin nous arrivons à une certaine identité d'expression et d'idées et parfois je me dis qu'une chose qui, par exemple, s'appelle ,Haus’ ne peut pas pour un autre s'appeler ,casa’, qu'un des deux doit avoir tort), et, enfin, personne que vous pourrait pénétrer et rendre ce qui fait à peu près (il me semble) la seule qualité de ce poème de jeunesse: c'est-à-dire le rythme tout intérieur, le rythme du sang qui le traverse, qui le porte, qui l'entraîne d'un bout à l'autre, sans qu'il y ait un moment d'hésitation et d'incertitude.

L'autre soir, lisant la traduction italienne, je me suis rappelé de cette nuit rêveuse que j'avais écrit ces pages, étonné, presque malgré moi, ravi par la rapidité de cet aïeul adolescent qui, les joues encore toutes chaudes de l'enfance, traverse l'amour pour trouver la mort, l'apothéose de la mort – ébloui ! Ah que ce temps est loin, cher Gide, que l'on a pu s'adonner à une telle tempête, sans demander rien, sans s'apercevoir d'aucune difficulté, en une seule nuit, et le matin sachant à peine si peut-être on n'a pas dormi profondément. Donc, merci, de votre intention qui me paraît grande et généreuse, mais qu'elle ne vous pèse point: vous le ferez ou non, selon les saisons de votre être dont on ne sais jamais rien d'avance. C'est déjà une si complète joie pour moi que de sentir le parfum de la possibilité fleurie […]“ - André Gide war es, der Rainer Maria Rilke in Paris in literarische und künstlerische Kreise einführte..

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Château de Muzot bei Sierre. Gr.-8vo. 4 pp. Doppelblatt.
12.000 € (83931)

An den französischen Schriftsteller und Nobelpreisträger André Gide: „Mon cher Gide, j'avais appris votre retour le jour de vous envoyer ,vergers’, par une lettre de Charles Du Bos. Tout ce que vous avez dû sentir, faire, subir et vaincre, tandis que mon occupation pendant tous ces longs mois se réduit à avoir pactisé avec une de ces chambres qui, sous prétexte d'être propre, s'obstinent à rester la chambre de personne. Je n'avais même pas la chance d'avoir été ,fort souffrant’ (ce qui aurait permis de trouver une pente de convalescence), depuis longtemps je piétine dans l’impasse d’un inexplicable malaise: pour en sortir il faudrait ou que je retourne sur mes pas, ou qu’on d#emoli[sse] devant moi quelques immeubles.

L'une et l'autre solution paraissent d'une égale difficulté. Mais tout cela pour l'instant est oublié, en face de ces paroles consentantes que vous me dites sur ,Vergers’. Elles me restent précieuses entre toutes. Si ce petit livre pèse dans vos mains du poids d’une fleur ... (c’est-à-dire tout juste assez pour se faire remarquer en en tombant), sa réalité doit etre celle de la joie que j’ai eue à le faire. Mais l'ai-je fait? Ma surprise heureuse consistait à avoir pu recevoir tout cela, à avoir été assez jeune pour rendre mieux cette jeunesse verbale délicieusement offerte. Car vous ne pouvez pas vous imaginer, cher Gide, combien l’obéissance active à cette langue admirée m’a rejeuni. Chaque mot, en me permettant de l’employer à mon aise et selon ma vérite pratiquante, m’apportait je ne sais quelle primeur d’usage. Cela ressemblait si peu au travail et cela comportait cependant. […]“.

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Sanatorium Valmont sur Territet bei Montreux. Gr.-8vo. 2 pp. Doppelblatt. Leichte Randeinrisse. Blaues Papier.
9.500 € (83932)

An Jean Gérard, Direktor der Zentralbibliothek in Basel aus seinem Todesjahr: „[…] Il doit d’alleurs s'agir d'un malentendu: je n'ai jamais rien traduit en français. Mais on prépare aux éditions de la Nouvelle revue française, dans la série ,Une Œuvre un portrait’, un volume de poésie, écrites en français; ce volume, intitulé ,vergers’, doit paraître tout prochainement. En dehors de cela, il y aura, tout prochainement aussi, une traduction française, complète cette fois de mon livre de prose ,Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge’ (Les Cahiers de J.

L. Brigge), cette traduction a été faite par M. Maurice Betz et doit paraître chez Émile-Paul Frères [Auszüge aus diesem Werk waren 1911 in französischer Übersetzung von André Gide in der Nrf und 1923 von Maurice Betz bei Stock erschienen.] […]“.

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenhändiger Briefumschlag mit Absenderangabe „R. M. Rilke“ adressiert an „André Gide“. Muzot sur Sierre. Quer-8vo.
2.500 € (83933)

Hübscher, an Gide adressierter Umschlag „Recommandée | À Monsieur André Gide, | Cuverville par | Criquetot - L’Esneval | (France) (Seine Inférieure)“.

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenh. Brief mit U. ("R."). [München. 1 S. 8vo.
2.500 € (49237/BN33531)

An die deutsch-französische Malerin Lou Albert-Lasard (1885-1969): "[...] hier ist der Picasso. Jaffe schickt das Vortrags-Billet [...] In der Keferstrasse ist es herrlich, der Dienstag hinter mir sagt eben extatisch: 'Das reinste Paradies' und die Arnold strahlt. Dunque - R". - In Bleistift; die rechte untere Ecke sowie verso kleine Montagespuren.

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenh. Kurznachricht auf Visitkarte mit U. Zoppot bei Danzig (Ostsee). 2 SS. Visitkartenformat.
2.800 € (938078/BN938078)

An den Musikwissenschaftler Richard Batka: "Sehr werter Herr Batka, nach guter Gewissenserforschung nenne ich Ihnen alle bewussten Sünden. Gewähren Sie Ablass? - Im Frühling war ich in Florenz lange, oft und gerne mit Baron Reinhold von Lichtenberg beisammen, dessen gute Grüße Ihnen vielleicht Freude machen. Empfehlen Sie mich sehr Herrn Professor Dr. Sauer und bleiben Sie geneigt Ihrem ergebenen: Rainer Maria Rilke". Der österreichische Kunsthistoriker Reinhold Frh. von Lichtenberg (1865-1927), den Rilke 1898 während seiner ersten längeren Italienreise kennengelernt hatte, sollte später als völkisch-antisemischer Publizist hervortreten.

- Schönes, frühes Stück mit dem vollen Namenszug, kurz nach der Annahme des Vornamens "Rainer" statt "René"..

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenh. Brief mit U. ("Rainer Maria Rilke"). Westerwede bei Worpswede (über Bremen). 8 SS. auf 2 Doppelblättern. Kl.-4to. Auf Briefpapier mit illustr. Briefkopf.
15.000 € (61057/BN45084)

Langer, früher Brief an den dänischen Schriftsteller und Redakteur Poul Levin (1868-1929) in Paris: "Verehrter Herr Doctor Levin, erinnern Sie sich wirklich noch meiner? Ich sende Ihnen mitfolgend einige Kleinigkeiten, welche dazu beitragen sollen, diese Erinnerung aufzufrischen. Und viele Grüße. - Dieser Brief bringt eine Neuigkeit: Wir haben vor, im Herbst nach Paris zu übersiedeln. Wir: Daß ich geheiratet habe, habe ich Ihnen wohl angezeigt. [Fußn.: Natürlich, Sie haben uns ja auch gratuliert!] Meine Frau ist die junge Bildhauerin Clara Westhoff.

Bleibt noch zu erwähnen, dass wir seit Dezember eine kleine Tochter haben Ruth, Ruth Rilke, eine liebe, gar nichtmehr ganz unverständige Freundin unserer Tage. - Dieses alles, einschließlich meiner Person kommt, nach Paris. - Meine Frau, die einige Zeit bei Rodin gearbeitet hat, will wieder in seiner Nähe arbeiten. Worpswede, das dem Maler unerschöpflich viel bietet, konnte ihr, dem Bildhauer, nur eine gewisse Zeit lang Anregung und Arbeit bieten - und diese Zeit ist, glaube ich, abgelaufen. - Wir haben nun ein Jahr in aller Stille gelebt. Und wir gedenken in Paris nicht weniger still zu leben. Nur mehr lernen wollen wir, mehr sehen und uns vielem aufthun; denn das Viele ist uns, da wir beide über einen gewissen Punkt in unserer Entwicklung hinaussind, keine Gefahr mehr. - Meine Frau hat in diesem Jahr manches ausgestellt und verkauft, und neben den ihren sind meine äußeren Erfolge nicht nennenswert. Das kleine Buch 'Die Letzten' ist den Meisten zu still, das Drama 'Das tägliche Leben ' ist in Berlin bei der Premiere totgelacht worden; es soll noch in Hamburg bei Baron Berger gegeben werden, aber ich erwarte mir nichts davon. - Das macht mir natürlich diese beiden Bücher, nicht weniger lieb. Ich habe ein treues Vertrauen zu Ihnen und ganz allein stehe ich nicht da mit diesem Gefühl. - Aber zur Sache: Meine Frau hat ganz bestimmte Absichten in Paris. Die Nähe des Meisters, der ihr Vertrauen besitzt, ist nun doppelt köstlich für sie, da ihre Kunst in der Einsamkeit ganz eigenständig und sicher sich entfaltet hat, so dass sie neben dem Willen des Großen, seinen Anregungen dankbar, ihren eigenen Willen mühelos wird behaupten können. - Und ich: ich habe in der Einsamkeit dieses Jahres, Durst bekommen, viel zu lernen. Ich gedenke die russische Universität [Fußn.: eine solche ist doch kürzlich gegründet worden?] in Paris zu besuchen; denn seit meinen großen Reisen in Russland verlässt mich der Gedanke nichtmehr, in diese wahlverwandte Sprache so tief einzudringen, dass ich sie einmal noch neben meiner ursprünglichen ebenbürtig gebrauchen kann. - Also lernen. Und ich glaube man lernt in Paris auf Schritt und Tritt. Natürlich auch verdienen. Erinnern Sie sich: einmal schrieb ich Ihnen von den traurigen Umständen, in denen ich lebe. Nun diese haben an Traurigkeit noch zugenommen. - Aber es muss mir gelingen, von Paris aus für ein oder zwei Kunstzeitschriften regelmäßige Korrespondenzen zu finden, - dazu Übersetzungen aus dem Russischen.... - Kurz: es muss gehen! Was hab ich in diesem Jahr nicht alles zu erlangen gesucht! Das Haupthindernis schien, dass ich so auf dem Lande, im Moor saß: von dort aus wollte Keiner was hören, obwohl eine ganze Menge da geschieht... Dieses Hindernis soll nun beseitigt werden. Und dann muss sich etwas finden. - Natürlich denke ich an Ihren Rath, womöglich sogar an Ihre Hülfe. Aber erschrecken Sie nicht: ich weiß wie kostbar Ihre Zeit ist und verlange nur gelegentlich einen Wink, einen Rath im Telegrammstyl, eine Anempfehlung, die ich mir selber zubereite, wenn Sie mir sie in rohem Zustand überlassen. - Zum Beispiel: Thema: Wohnen. Meine Frau schlägt vor: St. Cloud oder Meudon oder Joinville... Mit wem kann man sich wohl in Verbindung setzen, um von solchen Möglichkeiten zuverlässiges zu hören? - Meine Bitte meint nur, daß Sie, sehr werter Herr Dr. Levin, wenn Sie zufällig etwas hören, was dieses Thema oder ein anderes (etwa das meines täglichen Brotes) anlangt, es für mich notieren, um es mir bei Gelegenheit mitzutheilen. - Es ist ja noch eine Weile Zeit; denn wir kommen voraussichtlich erst Ende September, und Sie hören inzwischen gewiß manches, was wir uns zunutze machen können. - Sie waren gewiß in den letzten Jahren noch öfters in Italien. Für mich war es ferne seit Russland; ein Land wie im Traum. Und Russland ist voll tiefer unerwarteter Wirklichkeiten! Was für Menschen. Das war mein Ereignis! - Ich würde Ihnen gerne davon erzählen. Ich würde Sie überhaupt so gerne wiedersehen, aufrichtig: obwohl es den Anschein hat, dass ich Ihnen immer nur schreibe, wenn ich wieder was brauche. Aber können überhaupt nicht nur müssige Menschen auch zu anderen Zeiten aneinander denken? Kann man es nicht auch in freundlichem Sinne auslegen, dass ich, wenn ich was brauche, an Sie denke? Bitte, thun Sie das. - Noch Eines: ich habe in Bremen kürzlich Maeterlincks 'Schwester Beatrix ' inszeniert. Mit Dilettanten; es war eine schwere Sache, die schließlich gut gelang. Die Aufführung fand zur Eröffnung der umgebauten bremer Kunsthalle (und einer sehr schönen internationalen Kunstausstellung) statt und hernach wurde das Festspiel gesprochen, das ich Ihnen auch beilege, weil es mir lieb ist und mancher Vers darin, [der] über den vergangenen Zweck hinaus gilt! Ihr aufrichtig ergebener: Rainer Maria Rilke". - Erstes Doppelblatt etwas angestaubt..

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Rilke, Rainer Maria

poet (1875-1926). Autograph letter signed ("Rainer Maria Rilke"). Sierre (Valais). 8vo. 3 pp. on bifolium.
6.500 € (77826/BN50440)

To a young woman, concerning the translation of Paul Valéry's dialogue "Eupalinos ou l’Architecte" (1923). The correspondent had asked Rilke on behalf of the artist Hans-Henning von Vogt (known as "Alastair") whether such a translation were forthcoming: "On me tend mon courrier à la descente du train; j'y trouve votre lettre et j'y réponds sur le champ avant même de monter chez moi à Muzot où, après une très longue absence, de nombreuses occupations m’attendent. (Je dis cela surtout pour rendre excusable ce vilain papier que le hasard me prête ...) Comment, Mademoiselle, aurais-je oublié l'aimable rencontre chez Monsieur André Germain et notre petit trajet en voiture? Mais cet agréable souvenir me devient plus présent encore et plus précieux, depuis que je le sais si gracieusement doublé du vôtre.

- Quant à la question que vous me transmettez de la part de M. Alastair, j'éprouve tous les regrets possibles en vous disant que la traduction d''Eupalinos' n'est plus libre: ce serait peu de chose si je me proposais de traduire cet admirable dialogue; mais la version allemande existe, entre mes papiers, depuis l'automne 1924 et n'attend pour être publiée, que le texte de l'autre dialogue [L’Âme et la Danse, 1925], en partie encore à traduire, (et, peut-être, la parution de ce troisième que Paul Valéry nous avais laissé espérer). - Cela m'attriste, Mademoiselle, d'être chargé par les faits d'une réponse si parfaitement négative; veuillez ne pas oublier, en la faisant parvenir à Monsieur Alastair, de lui dire qu'elle vous était arrivée portée par mes regrets les plus sincères et inséparable d'eux [...]". - The translation of Valéry's dialogues was a very personal project for Rilke and certainly more important to him than he would let it appear in this characteristically polite and elegant letter. Rilke had first discovered Valéry in 1921 and immediately felt a strong connection to the poet and his work. He initiated a correspondence and translated 23 poems from the famous "Charmes" that would be published as "Gedichte" in 1925. On 5 April 1924 Valéry visited him in Muzot, an event of great importance to Rilke. The sympathy was mutual, for in a letter from 16 April 1926 Valéry expressed his satisfaction at having a German translator whom he could trust. At this point the translation of "L'Âme et la Danse" was already under way, and Rilke must have completed it very soon after the letter at hand was written. He did not live to see the German publication of Valéry's dialogues in 1927, passing away on 29 December 1926 at the Swiss sanitarium of Valmont..

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Rilke, Rainer Maria

Dichter (1875-1926). Eigenh. Eintragung im Gästebuch der Villa Discopoli auf Capri. Capri. 66 teils beidseitig beschriebene und 19 w. Bll. Leder der Zeit mit Eckbeschlägen und Schließe (lädiert). 8vo.
18.000 € (31309/BN9837)

Vorliegendes Gästebuch mit über 230 mehr oder weniger ausführlichen Eintragungen stellt ein schönes Dokument von Rilkes Aufenthalt in der Villa Discopoli auf Capri dar, wohin er als Gast von Frau Alice Faehndrich, geb. Freiin von Nordeck zur Rabenau - der Schwester von Luise Gräfin Schwerin -, eingeladen worden war. Der Dichter lebte 1906/07 "vom 4. Dezember bis zum 15. May [...] das Leben des Rosenhäusl‘s aufmerksam und dankbar", wie er am Tag vor seiner Abreise festhält. Auch seine Gattin Clara war zweimal zu Gast in der mondänen Villa: Am 14.

Jänner dankt sie - die sich auf dem Wege nach Ägypten befand - "für zwei schöne Tage in der Discopoli als ein unerwartetes Geschenk auf der Durchreise empfangen - zwischen Berlin und Egypten", und nach ihrer Rückkehr verbringt sie gemeinsam die letzten Wochen mit ihrem Gatten: "am 20. April aus Egypten zurückgekehrt wurde ich aufgenommen und verwöhnt bis zum 15. Mai in der lieben Discopoli". Rilkes knappe, aber dankbare Eintragung verrät nicht, daß hier die "Improvisationen aus dem Capreser Winter" entstanden, die bereits über die "Neuen Gedichte" hinausweisen. Während des Aufenthaltes dürfte Rilke - folgt man den zeitgleichen Eintragungen des Gästebuchs - u. a. mit Wolfgang von Tirpitz, dem Sohn Alfreds von Tirpitz, Ferdinand von Martitz oder Franz von Niebelschütz zusammengetroffen sein. Die folgenreichste Begegnung hingegen war die mit der jungen Gräfin Manon zu Solms-Laubach, eine Nichte des Erbgrafen Friedrich (1833-1900). Nach ihrem Aufenthalt entspann sich ein Briefwechsel, der seitens Rilkes bis 1913 19 Briefe und eine kalligraphisch ausgeführte Abschrift seines "Panther" umfaßte. - Mit der Schwester seiner Gastgeberin Alice - die im Gästebuch als Alla aufscheint -, mit Luise Gfin. von Schwerin, geb. Nordeck zu Rabenau, waren Rilke und seine Gattin bereits seit 1905 bekannt, da sie während eines Kuraufenthalts in Dresden einander im Weißen Hirschen zum ersten Mal begegneten. Zu Beginn seines langen Aufenthaltes war Rilke noch ganz für sich, doch fand die Abgeschiedenheit mit der Ankunft von Alice, Julie von Nordeck - die als Nonna aufscheint - und Manon zu Solms-Laubach ihr Ende. "Das Erkunden Anacapris, der Aufstieg auf den Monte Solaro, oder der Besuch der Grotte von Migliera und der kleinen Kirche Sarita Maria a Cetrella erschlossen eine Landschaft wie die Griechenlands [...] An den Abenden waren die Damen ein aufmerksames Publikum, wenn sie bei ihren Handarbeiten saßen oder für ihn einen Apfel schälten, bereit, seine Tagesarbeit zu hören [...]" (Donald A. Prater, Ein klingendes Glas. Das Leben R. M. Rilkes, Hamburg 1989). - Neben den Eintragungen des Ehepaars Rilke findet sich in dem Gästebuch u. a. eine etwas barbarisch über den Text montierte eigenh. Portraitzeichnung in Bleistift von Pauline von Kalckreuth sowie das doppelseitige Gedicht "Le tombeau du poete" ("d'apres Henry Heine") von Camille du Locle, der wenig später auf Capri versterben sollte. Weitere Eintragungen stammen von Vera Amerongen, Julia und Eugéne Bonnard, Réne und Gilbert Clavel, Emmy und Ernst Gumppenberg, Alice Frfr. und Walther Frh. von Falkenhausen, Hanns und Margarethe Floerke, Leonie und Marie Fontaine, Eberhard Hardeck zur Rabenau (Gf. v. Schwerin), Heinrich und Elise Lützow, Richard Mackensen, Ferdinand von Martitz, Julie Baronin Nordeck zu Rabenau (geb. von Wallenberg), Friedrich Frh. von Oppeln-Bronikowski (schöne, eineinhalbseitige Widmung mit einem 14zeiligen Gedicht), Emmy von Radetzky, Heinrich XXX. Prinz zu Reuss, A. von Röder, Auguste Schepp, Leopold von Schlözer (mit einer halbseitigen, sauber ausgeführten und mit Farbstift kolorierten Bleistiftzeichnung), Luise Schwerin (Gattin von Karl Gf. v. Schwerin), Friedrich Gf. von Schwerin, Manon Gfin. zu Solms-Laubach, Mathilde Baronin und Arthur Baron von Stackelberg, Wolfgang von Tirpitz, Jakob Baron und Gabrielle von Uexküll (zweimal), Hermann Vierordt, Anna von Wallenberg, Wanda von Wallenberg, Elisabeth Wegeli, Adele Baronin Wolff, Gf. und Gfin. von Zieten Schwerin und Ernst Zitelmann (mit einem schönen Zitat aus seinen im selben Jahr erschienenen "Radierungen und Momentaufnahmen"). - Rücken fehlt, die Deckel etwas angeplatzt und berieben, Bindung gelockert; innen hingegen von guter Erhaltung; einzelne Eintragungen mit hs. Notizen zum jeweiligen Verfasser in Bleistift..

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Rilke, Rainer Maria

Eigenh. Brief mit U.
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An Gertraud Wolf: "Frau [Magda] von Hattingberg, die ich gestern Abend noch einen Moment sprechen konnte, setzt große Zuversicht in die Begegnung mit Ihnen und wird sich [...] im Kriegs-Ministerium einfinden; sie würde es, gegebenen Falls, auch einrichten können, sich gleich für einen Posten freizumachen [...]". - Aus der Sammlung des Theologen Hermann Dembowski (1928-2012).


Rilke, Rainer Maria

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Vier Strophen mit zusammen 18 Zeilen (ohne Überhang): "Für Max Picard | Da stehen wir mit Spiegeln: | einer dort..., und fangen auf, | und einer da, am Ende nicht verständigt; | auffangend aber und das Bild weither | uns zuerkennend, dieses reine Bild | dem andern reichend aus dem Glanz des Spiegels [...]". - Das Gedicht "entstand im November 1925 in Muzot; Rilke schrieb es für den Arzt und Schriftsteller Max Picard, den er aus München kannte, in ein Exemplar der Elegien. 1934 wurde der Text erstmals veröffentlicht" (Rilke-Forum in Zusammenarbeit mit der Rilke-Gesellschaft). Unter der Unterschrift Rilkes ein eigenh. Vermerk von Max Picard: "geschenkt dem liebsten Freunde - Wilhelm Hausenstein [...] 2. Februar 1930". - Der Titel von Rilke zusätzlich datiert "1912-1922". - Beiliegend Picard, Max, Schriftsteller, Arzt, Kulturphilosoph (1888-1965). Eh. Brief mit U. Brisago, 22. II. 1934. ½ S. Gr.-4to. An Wilhelm Hausenstein, u. a. über Rilkes Gedicht: "[...] Mit dem Rilke-Gedicht hast Du recht. Es ist nicht schön. Es ist nicht einmal die Atmosphäre, wo ein schönes Gedicht hineingestellt werden könnte, höchstenfalls so etwas wie ein Gerüst für ein schönes Gedicht ist es. Ich habe viele Gedichte Rilkes noch einmal gelesen, ich bin erschrocken, es sind viele Löcher darin [...] Ich bin halt von dem Charme, der von seinem Wesen ausging, noch bezaubert und wenn ich deshalb manches besser angesehen habe als es ist [...] so tut mir das nicht leid. Es kommt heute so wenig vor, dass man Gelegenheit bekommt, sich durch Charme zu einem falschen Urteil verführen zu lassen. Aber wahrscheinlich sollte man es doch nicht [...]". - Rückseitig ein Montagerest.


Rilke, Rainer Maria

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An die Buchhandlung Vogelsberger in Darmstadt: "Das Buch 'Mir zur Feier' existiert nicht mehr in seiner ersten Form: Die darin enthaltenen Gedichte sind aber, fast unverändert, in den Band 'Die frühen Gedichte' übergegangen, den Sie im Insel-Verlag, Leipzig, finden [...]".