Schweizer Violinist und Hochschullehrer. (1884-1951). Eigenh. Postkarte mit Unterschrift. Quer-kl.-8vo. 1 p. Gestempelter Absender. Gelocht.
120 €
(94370)
An Peter Raabe, Generalmusikdirektor in Aachen: „Ich habe mir leider das Datum, an dem ich bei Ihnen spielen soll, nicht genau notiert u. weiß nur, dass es anfangs April sein sollte. Inzwischen habe ich für den 6. 8. ev. 10. u. 13. April Engagements in der Schweiz, die mir aus verschiedenen Gründen, dich ich Ihnen spaeter noch näher erklären werde, äußerst wichtig sind. […]“ Von 1909 bis 1935 war er Leiter einer Violinklasse (ab 1926 Hochschulklasse) an der Staatlichen Musikschule Weimar (ab 1930 Musikhochschule); 1919 erhielt er eine Professur.
Zu seinen Privat-Schülern gehörte u. a. Marlene Dietrich, mit der er zeitweise eine Affäre hatte. Da Reitz als Musiker viele Betätigungsfelder hatte, verpflichtete Bruno Hinze-Reinhold zusätzlich den Berliner Pädagogen Paul Elgers. 1920 verließ Reitz vorübergehend die Musikschule. Privat unterrichtete Reitz die junge Marlene Dietrich, die deshalb von Oktober 1920 bis Oktober 1921 in Weimar lebte. Neben seinem Konzertmeisteramt war er von 1909 bis 1945 in unterschiedlichen Besetzungen Primarius des Reitz-Quartetts. Außerdem bildete er gemeinsam mit Eduard Rosé (Violoncello) und Bruno Hinze-Reinhold (Klavier) das Weimarer Trio..
