Komponist und Dirigent (1830-1911). Eigenh. Billet mit Namen im Text. Berlin. Quer-kl.-8vo. 1 p.
80 €
(97401)
„Kapellmeister Radecke wird mit Vergnügen der gütigen Einladung für Sonnabend d. 2. d.M. folgen. […]“
Komponist, Dirigent und Musikpädagoge (1830-1911). 2 eigenh. Briefe mit U. Stojentin und Berlin. Zus. 4 SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. 8vo und 4to.
240 €
(88374/BN58216)
An den Musikverleger Bartholf Senff (1815-1900) in Leipzig mit der Bitte, die Musikzeitschrift "Signale für die musikalische Welt" nach Glewitz in Pommern zu senden: "Verzeihen Sie mir meine Bummelei, die mir erst jetzt erlaubt den Ihnen für die Signale noch schuldenden Thaler zu übersenden [...] Was meinen Aufenthalt in Stojentin betrifft, so ist Alles noch beim Alten, ist auch mein früherer Kater verschwunden, so werde ich doch noch immer von einer schrecklichen Sehnsucht nach Leipzig gequält, die sich dann und wann wieder ganz gehörig geltend macht.
Uebrigens habe ich Stojentin am längsten beunruhigt. Der Baron hat nämlich sein Gut Stojentin verkauft u. wird vom ersten nächsten Monats ab seine Residenz in die Wohnung eines seiner Schwiegersöhne verlegen, wo aber kein Platz übrig ist für mich u. mein Gefolge. Deshalb habe ich das Anerbieten eines H. von Mitzlaw in Großendorf bei Glowitz in Hinterpommern, in seiner Familie als musikunterweisendes Subjekt zu hausen, angenommen. Sie werden daher so freundlich sein u. schon vom 26. März ab die Signale unter oben erwähnter Adresse an mich gelangen zu lassen [...]". - An den Cäcilienverein in Frankfurt am Main mit einer Absage aus dienstlichen Gründen: "Indem ich Ihnen meinen ganz ergebensten Dank ausspreche für Ihre freundliche und so schmeichelhafte Einladung dem 50 jährigen Stiftungsfest des Cäcilien-Vereins als Ehrengast beizuwohnen, sehe ich mich leider zugleich genöthigt, Ihnen mein Bedauern auszusprechen, daß ich Ihrer gütigen Einladung zum 28. October keine Folge leisten kann, da mich meine dienstlichen Verpflichtungen an der Königlichen Oper in dieser Zeit von hier nicht abkommen lassen [...]"..

