Dirigent und Komponist (1856-1911). Eigenhändiger Namenszug auf Albumblatt. o. O. u. D. 32mo.
80 €
(84075)
Namenszug zusammen mit einer zweiten Unterschrift auf Albumblatt.
Dirigent und Komponist (1856-1911). Gedr. Visitenkarte mit eigenh. Zusatz. Karlsruhe. Quer-32mo. 1 p. Knickspur. Rückseitig Klebereste.
120 €
(97032)
„GENERALMUSIKDIREKTOR FELIX MOTTL mit vielen Grüssen und herzlichstem Dank!“.
Dirigent und Komponist (1856-1911). Eigenh. Brief (Fragment) mit U. [München (?). 5½ SS. auf 4 Bll. 8vo.
350 €
(73250/BN47612)
An den namentlich nicht genannten Rechtsanwalt und Musikkritiker Alexander Dillmann in München: "[…] Dass es mich verdriessen muss, zu sehen, dass bei ernstester Überlegung und redlichstem Wollen, dem Intendanten und mir, eine Entscheidung, welche zufällig nicht Ihrer Anschauung entspricht, sofort als Planlosigkeit, Experimentirsucht u. s. w. angekreidet wird, werden Sie, geehrter Herr Dr, wohl zugeben […] Wir haben an der Münchner Hofbühne nicht ‚beschämenderweise genug Rollen, die wir nicht aus Eigenem besetzen können'.
[…] Seit zwei Jahren arbeite ich eifrig an der Doppelbesetzung aller Rollen […] Ich will gewiss nicht 'gelobt' werden, will aber auch nicht ungerechterweise Vorwürfe hören, die ich nicht verdiene, weil ich es nicht für möglich halte, Herrn Hagen, nach den oben angegebenen Gründen, hier länger zu halten […]". - Stellenweise leicht angestaubt und mit kleiner Rostspur. Der Anfang des Briefes ist nicht vorhanden..
verkauft
Kabinettfotografie (Oscar Suck, Kunstverlag, Karlsruhe) mit eigenhändiger Widmung und Unterschrift „Felix Mottl“ auf der Rückseite.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Hübsches Portrait des Komponisten mit Zigarette im Profil nach rechts. Felix Mottl galt als Wunderkind. Nach nur einjährigem Besuch des Gymnasiums wechselte der damals 14-Jährige von 1870 bis 1875 zum Studium an das Konservatorium in Wien. In diesen Jahren machte er sich mit dem Werk Richard Wagners vertraut, den er 1875 persönlich kennenlernte und den er 1876 als Assistent bei der Vorbereitung der ersten Bayreuther Wagner-Festspiele unterstützte. 1875 bis 1878 arbeitete Mottl in Wien als Korrepetitor an der Hofoper und 1878 bis 1880 als Kapellmeister an der Komischen Oper. Auf Empfehlung seines einstigen Lehrers am Konservatorium, des Hofkapellmeisters Otto Dessoff, kam Felix Mottl 1880 als dessen Nachfolger nach Karlsruhe. Seit 1886 wirkte Mottl regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen mit. 1886 dirigierte er die Erstaufführung des Tristan in Bayreuth, 1891 die des Tannhäuser, 1894 des Lohengrin und 1901 des Fliegenden Holländers. Da Karlsruher Gesangssolisten, Chor- und Orchestermitglieder ebenfalls an den Bayreuther Festspielen mitwirkten, war es für Mottl ein Leichtes, während der Karlsruher Theatersaison Wagner-Opern aufzuführen. Das Hoftheater erhielt in diesen Jahren internationale Anerkennung, Karlsruhe wurde Klein-Bayreuth. 1890 wurde Mottl in den Status eines Hofbeamten auf Lebenszeit erhoben und 1893 erstmalig in der Geschichte der Stadt zum Generalmusikdirektor ernannt. Der aufwendige Lebensstil seiner Ehefrau, einer am Hoftheater engagierten Wiener Sängerin, veranlassten Mottl dennoch, 1903 ein lukratives mehrmonatiges Dirigat an der New Yorker Metropolitan Opera anzunehmen. Nach seiner Rückkehr folgte er 1904 der Ernennung zum Königlich Bayerischen Generalmusikdirektor am Münchner Hof- und Nationaltheater. Bei einer Tristan-Aufführung erlitt er 1911 einen Zusammenbruch und verstarb wenige Tage später. Im Einklang mit Cosima Wagner setzte sich Felix Mottl dafür ein, bei den Bayreuther Festspielen jüdische Sänger und Musiker nach Möglichkeit von der aktiven Mitwirkung auszuschließen. Felix Mottl machte sich Anfang des 20. Jahrhunderts Hoffnung auf die Position des Hofoperndirektors in Wien, die Gustav Mahler inne hatte. Tatsächlich gab es nach dem Abgang des kranken Wilhelm Jahn eine Kopf an Kopf Rennen zwischen Mahler und Mottl um die Nachfolge. Für die endgültige Wahl wollte man zuvor den einflussreichsten Musikkritiker der Stadt befragen – Eduard Hanslick. Dieser hatte Mahler als fähigen Dirigenten wahrgenommen und wurde in seiner Meinung auch durch den mit ihm befreundeten Johannes Brahms unterstützt. Gleichzeitig hegte Hanslick eine Abneigung gegen Felix Mottl und positionierte sich für Mahler. Dabei war wohl weniger die musikalische Qualifikation Mottls ausschlaggebend, sondern vielmehr Hanslicks persönliche Aversion gegen ihn: „Als einzig zu berücksichtigende Anwerber werden Mottl und Mahler genannt. Dahinter könnte allerdings einUnglück lauern, – wenn nämlich – nach meinem bescheidenen Ermessen – Mottl Director würde. […] Hingegen dürfte Mahler nach seinen Leistungen in Pesth und Hamburg zu schließen neues Leben in unsere Oper bringen, ohne klassische Traditionen derselben zu verletzen.“
Portraitpostkarte mit eigenh. Notenzitat, Orts- und Datumangabe und Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Hübsches Kniestück im Stehen im Halbprofil nach rechts, den Arm lässig auf eine Stuhllehne gelegt. Mit Aufdruck „Felix Mottel | General Musikdirektor München“. Am unteren Rand signiert und mit einem Notenzitat versehen.
Eigenhändiges musikalisches Albumblatt mit Unterschrift.
Autograph ist nicht mehr verfügbar
Hübsches Albumblatt mit einem dreitaktigen Zitat. - Auf der Rückseite mit Einträgen von Ernest Van Dyck „Parsefal“, Sofie Menter „L’amoureuse!“ und Charles Lamoureux jeweils aus Bayreuth.


